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Mit Freude und Leichtigkeit: Rhein-Neckar Löwen demontieren Montpellier

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Mannheim. (miwi) Wer weiß, wie es um die Rhein-Neckar Löwen stehen würde, wenn es die Länderspielpause ein paar Wochen früher gegeben hätte. Seit sich Mannschaft und Trainer Ende Oktober gezwungenermaßen eine Woche aus dem Weg gingen, haben die Spieler offenbar auf ihren Reisen mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften durch ganz Europa die Stabilität gefunden, die ihnen zuvor gefehlt hatte. Gestern Abend setzten die Badener ihren Aufwärtstrend in der Handball-Champions-League fort und kletterten durch den 37:27 (16:13)-Erfolg gegen Montpellier HB in der Tabelle zumindest vorübergehend auf den zweiten Platz. Am Ende der Hinrunde in der Vorrundengruppe A hat das durchaus eine Aussagekraft.

Aussagekraft hat der Sieg gestern auch vor dem Hintergrund, dass die Südfranzosen vor weniger als einem halben Jahr überraschend, aber verdient, die Champions League gewannen. Gestern fehlten mit Ludovic Fabregas, der inzwischen beim FC Barcelona spielt, und dem verletzten Diego Simonet nur zwei Akteure dieser Siegermannschaft - gegen die Löwen hatten sie trotzdem keine Chance. Das lag nicht daran, dass Montpellier schlecht spielte, sondern viel mehr an der Dominanz und der Stärke der Badener. Die Franzosen spielten schnellen, technisch guten Handball im Angriff, sie waren aggressiv in der Deckung, aber die Löwen waren einfach noch besser.

"Dunkle Wolken sind verzogen"

"Die Lockerheit ist wieder da, die dunklen Wolken sind verzogen", sagte Andy Schmid nach den 60 durchweg hochklassigen Handballminuten. Der Schweizer glänzte als Spielmacher und entzog sich immer wieder einer Manndeckung, mit der die Franzosen versuchten, die Niederlage noch abzuwenden. Es war ein hoffnungsloses Unterfangen, denn die Löwen hatten zu viele Spieler in Bestform auf dem Feld.

Schon in der ersten Halbzeit zeichnete sich der deutliche Sieg ab, wenngleich die Badener nach einem formidablen Start (10:4, 17.), der einer erstklassigen Abwehrleistung geschuldet war, Montpellier wieder herankommen lassen mussten. Mit der Pausensirene sorgte Gudjon Valur Sigurdsson, der am Ende mit elf Toren bester Werfer war, aber doch für einen 16:13-Vorsprung. "Wir haben hinten besser gespielt und vor allem haben wir unser Tempospiel verbessert", sagte Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen.

In der zweiten Hälfte wurde es richtig hart für Montpellier, denn die Löwen sorgten mit einem Zwischenspurt vom 20:17 zum 24:17 (38.) schnell für klare Verhältnisse. Schmid und seine Kollegen verzückten die Mehrzahl der 3285 Zuschauer in der SAP Arena mit ihrer Spielfreude und warfen den Kantersieg mit Freude und Leichtigkeit heraus - vor allem diese Attribute hatten in der Phase vor der Länderspielpause gefehlt.

Löwen: Appelgren, Palicka (1) - Petersson (2), Schmid (5/2), Fäth (3) - Groetzki, Sigurdsson (11/1) - Kohlbacher (9) - Lipovina (1), Radivojevic, Tollbring, Abutovic, Mensah Larsen (1), Taleski, Guardiola (2), Nielsen (2).

Spielfilm: 5:1 (7.), 10:4 (17.), 13:9 (25.), 16:13 (Halbzeit), 19:14 (33.), 20:17, 24:17 (38.), 28:20, 31:25 (52.), 37:27 (Endstand).

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