3. Handball-Liga: Zurück zu den Wurzeln
Heidelberg. (RNZ) Obwohl die Saison der Drittliga-Handballer noch jung ist, steht sowohl für die HG Oftersheim/Schwetzingen als auch die SG Leutershausen bereits das dritte Derby an. Wenn am Samstagabend die Schwetzinger in der Hirschberger Heinrich-Beck-Halle gastieren, dann kommt es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten.
Holger Löhr (48) kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte, der damals wuselige Rechtsaußen feierte mit den Roten Teufeln 1992 die Deutsche Vize-Meisterschaft, trainierte die SGL zudem vier Jahre bis er sich den Schwetzingern anschloss. Bei der HG steht er seit 2017 an der Seitenlinie und geht aktuell durch eine schwierige Saison, viele Langzeitverletzte erschweren ihm den Alltag. "Uns fehlt aktuell auch etwas die Qualität", sagt Löhr, "es war uns nach den beiden starken Jahren bewusst, dass auch mal eine schwierige Zeit kommt." Jetzt, so Löhr, müsse man sich dem Abstiegskampf stellen und diese Phase durchziehen.
Aktuell steht seine Mannschaft zwei Punkte vor den Abstiegsrängen, hat aber noch ein Spiel weniger als die Konkurrenz absolviert. Leutershausen hingegen rangiert auf dem fünften Platz, durch die Niederlage in Hanau hat man es zunächst verpasst, sich weiter nach oben zu orientieren. "Das war natürlich ein bitteres Ende für uns", so Mark Wetzel, der die sportlichen Geschicke der Roten Teufel verantwortet, "nun wollen wir aber gerade im Derby punkten und unsere Heimstärke beweisen." Von fünf Heimspielen gewann man vier, ein Unentschieden musste man hinnehmen - dennoch ist man noch ungeschlagen. Auch deshalb ist HG-Coach Löhr vor dem Duell mit seiner alten Liebe defensiv: "Die Karten sind klar verteilt." tib
Das Hauptaugenmerk in dieser Trainingswoche der SG Nußloch lag auf der Abwehrarbeit. "Darauf müssen wir uns konzentrieren", wusste Trainer Christian Müller bereits kurz nach dem 29:25-Arbeitssieg gegen die SG Bruchköbel. Am Samstagabend erwartet den Tabellenzweiten ein ganz anderes Kaliber. Bruchköbel kam als Tabellenletzter in die Olympiahalle, dieses Mal muss die SGN zur HSG Rodgau Nieder-Roden. Großartig warnen muss Müller seine Schützlinge nicht, schließlich ist der Tabellensiebte der einzige Klub, der nach neun Spieltagen dem Tabellenführer ThSV Eisenach eine Niederlage beigebracht hat. "Wenn wir dort nicht die nötige Einstellung an den Tag legen, fahren wir mit zwei Minuspunkten nach Hause", fordert der Coach vollen Fokus.
Wenig Besserung ist beim Blick auf die Verletztenliste in Sicht. Letzte Woche konnten teilweise nur acht gesunde Feldspieler an den Einheiten teilnehmen. Bis der Kader in der Breite wieder an Zuwachs gewinnt, muss man sich in Nußloch noch etwas gedulden. Da kommt es gar nicht so ungelegen, dass nach der Partie am Samstag zwei Wochen Pause anstehen, ehe es wieder am 18. November zuhause im Topspiel gegen den GSV Eintracht Baunatal um Punkte geht. bz
In den vergangenen Wochen ist in Großsachsen etwas Ruhe eingekehrt. Der Saisonstart verlief nicht so, wie man es sich vorgestellt hatte, die vielen personellen Ausfälle wogen schwer und man steckte frühzeitig im Tabellenkeller fest. Nun aber konnte man sich - zumindest vorübergehend - etwas freispielen, holte aus den vergangenen drei Spielen fünf Punkte und kletterte auf den zwölften Platz der Oststaffel, den man sich aktuell mit den punktgleichen Bundesliga-Reserven aus Coburg und Erlangen teilt. Es ist ein Aufwärtstrend zu erkennen, den man auch am kommenden Wochenende, wenn man samstags (19.30 Uhr) beim TV Gelnhausen gastiert, gerne fortsetzen möchte. "Die Moral dieser Jungs ist einfach klasse", hatte TVG-Chefcoach Stefan Pohl nach dem Punktgewinn gegen Baunatal seine Mannschaft gelobt - diese kämpferische Einstellung wird auch gegen Gelnhausen notwendig sein, denn die Hessen zählen aktuell zu den Topteams der Liga und haben sich in der Tabelle auf den vierten Platz gespielt. Um also den Aufwärtstrend fortzusetzen, benötigt Großsachsen einen fehlerfreien Auftritt in der Fremde.
In der Südstaffel erwarten die Rhein-Neckar Löwen II die HSG Konstanz zum Heimspiel. Die Gäste vom Bodensee haben erst vier Minuspunkte einstecken müssen und stehen deshalb folgerichtig auf dem zweiten Platz der Tabelle. Erst einmal hat man in dieser Saison auswärts Punkte gelassen.
Samstag:
19 Uhr:
SG Leutershausen - HG Oftersheim/Schwetzingen
19.30 Uhr:
HSG Rodgau Nieder-Roden - SG Nußloch
TV Gelnhausen - TVG Großsachsen
20 Uhr:
Rhein-Neckar Löwen II - HSG Konstanz

