Hardheim: Drohende Sperrung der Hallen-Tribüne abgewendet
Hardheim. (rüb) Ein Spiel der Hardheimer Badenliga-Handballer ohne Unterstützung durch die treuen Fans auf der "Südtribüne"? Nicht vorstellbar! Doch fast wäre das Horrorszenario für einige Wochen aus Brandschutzgründen Realität geworden. Handballabteilung und Verwaltung haben gemeinsam intensiv nach einer Lösung gesucht und diese nun gefunden, wie in der Gemeinderatssitzung aufgezeigt wurde: In einer Hallenecke wird provisorisch eine Treppe errichtet, über die die Zuschauer im Brandfall nach unten und von dort ins Freie gelangen können. Hintergrund ist die dringend notwendige Erneuerung der Außentreppe, die als Rettungsweg für die Zuschauer auf der Tribüne dient.
Entsprechend groß war am Dienstag die Erleichterung bei Abteilungsleiter Manfred Dörr, der erst von der RNZ erfuhr, dass die angestrebte Lösung nun gefunden wurde. "Das hätte uns großes Kopfzerbrechen bereitet", räumt Dörr ein. Vier Heimspiele wären voraussichtlich von einer möglichen Tribünensperrung betroffen gewesen - mit weitreichenden Folgen für die Handballer: "Es wäre ein riesiger Imageschaden gewesen, wenn wir Zuschauer hätten abweisen müssen." Auch das Geld hätte natürlich eine Rolle gespielt: Ohne Tribüne würde nicht nur die Hälfte der Zuschauer, sondern auch der Einnahmen fehlen.
Doch am schlimmsten wäre es wohl für die Mannschaft gewesen, die in der aktuellen Phase des Abstiegskampfs auf die Unterstützung durch ihre treuen Fans angewiesen ist. "Was diese Unterstützung wert ist, hat man am Wochenende gesehen." Da gelang zuhause gegen Birkenau der heißersehnte erste Saisonsieg.
Die Fans können nun also trotz der Treppensanierung ihr Team unterstützen. Dazu waren intensive Gespräche zwischen Bauamt und der Handballabteilung, vertreten durch Manfred Dörr und Robin Steinbach, nötig. Denn eine Verlegung der Spiele sei weder räumlich noch zeitlich möglich gewesen, erklärte Bürgermeister Rohm am Montag auf Nachfrage von Eric Bachmann.
Doch er konnte sogleich die gute Nachricht verkünden: Eine Innentreppe wird dafür sorgen, dass die Tribüne weiter genutzt werden kann. Wie Bauamtsleiterin Denise Reichert der RNZ erklärte, werde diese Treppe für die Dauer der Baumaßnahme angemietet. Ab 29. Oktober soll die alte Betontreppe abgebaut werden. Etwa sechs bis acht Wochen später soll dann die neue Treppe fertiggestellt sein.
Die Arbeiten waren im August vergeben worden, nachdem deutlich größere Schäden, als zunächst bekannt war, festgestellt worden waren.

