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SG Flensburg und Rhein-Neckar Löwen im Vergleich

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Mit dem Beginn der neuen Saison wurden die Karten wieder neu gemischt und jede Mannschaft hat die Chance auf einen Neustart erhalten. Ganz im Vordergrund stehen dabei die beiden Vereine SG Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen.

Rückblick auf die Saison 2017/18

Flensburg als neuer Deutscher Meister
Die Saison 2017/18 konnte besonders von den Fans des SG Flensburg-Handewitt gefeiert werden. Der Verein schaffte es nach 2004, seine zweite Deutsche Meisterschaft gewinnen zu können, wie die FAZ berichtete. Dabei standen die Flensburger bis zum Ende unter dem ständigen Druck, ihre Tabellenführung verteidigen zu müssen. Dieser Druck war bis zum letzten Spieltag in der Mannschaft spürbar. Mit nur einem Punkt Vorsprung gingen die Norddeutschen in den letzten Spieltag, wo nur ein Sieg gegen Göppingen die Deutsche Meisterschaft garantiert hatte. Daher war der Druck in der Mannschaft spürbar und sorgte dafür, dass sich die Flensburger nicht klar absetzen konnten von den Göppingern. Umso größer war der Jubel, als am Ende das knappe 22:21 feststand. Es war eine Zitterpartie, wenn man bedenkt, dass nur dieser eine Zähler Unterschied über die Meisterschaft entschied.

Rhein-Neckar verpasste Möglichkeiten
Die Rhein-Neckar Löwen konnten in den letzten Jahren einen rasanten Leistungsanstieg hinlegen. 2015 wurden die Mannheimer Vizemeister, 2016 sicherten sie sich ihren ersten Meistertitel so wie den Supercup-Titel und 2017 konnten diese beiden Erfolge wiederholt werden. 2017/18 schaffte Rhein-Neckar ebenfalls seinen ersten Sieg beim DHB-Pokal. Das große Ziel bestand aber natürlich darin, die Meisterschaft doch noch für sich entscheiden zu können. Die Hoffnung war groß, da man den Flensburgern ständig dicht auf den Fersen war, selbst aber viele Spiele verschenkte und daher wichtige Punkte fehlten. Am letzten Spieltag konnten die Rhein-Neckar Löwen sich einen Sieg gegen Leipzig sichern. Ein Unentschieden hätte den Flensburgern somit nicht ausgereicht, um die Meisterschaft zu sichern. Es wäre also nur ein Ausrutscher der Flensburger notwendig gewesen, um die Meisterschaft doch noch gewinnen zu können.


IMAGE SOURCE: commons.wikimedia.org

Ausblicke in der aktuellen Saison

Wie geht es mit Rhein-Neckar weiter?
Der Frust darüber, nur Vizemeister geworden zu sein, war groß bei den Löwen. Die Mannschaft konnte diesen Frust zum Auftakt der Saison 2018/19 jedoch richtig kanalisieren. Wie es im Supercup üblich ist, tritt der amtierende Deutsche Meister gegen den DHB-Pokalsieger an. Das führte daher zu einem direkten Duell zwischen Rhein-Neckar und Flensburg. Bei diesem symbolischen Match konnten sich die Löwen im Supercup an Flensburg revanchieren und damit ein bedeutsames Signal für die Saison 2018/19 setzten. Außerdem ist Rhein-Neckar das einzige Team, dem bislang mit drei Siegen des Supercups der Supercup-Hattrick gelingen konnte. Dies wird den Löwen nicht nur als Trost, sondern auch als starke Motivation für den weiteren Verlauf der Bundesligasaison dienen. Mann kann also wieder von einem Aufschwung des Teams sprechen, bei dem das Trauma der letzten Saison überwunden scheint. Trotz einiger Abgänge im Team ist man bei der sportlichen Leitung überzeugt, dass diese adäquat ersetzt werden konnten. Hinzu kommt, dass der Vertrag des Spielmachers Schmid um einige Jahre verlängert werden soll. Das zeigt, dass die Löwen ihre bewährten Strukturen beibehalten können. Aus dem Grunde wird der Verein von Bundesligatrainern auch als einer der Topfavoriten für den nächsten Meisterschaftstitel betrachtet. Diese Ansicht wird von anderen Experten ebenfalls geteilt. Dazu zählen auch die Buchmacher, die alle aktuellen Daten aufgreifen und wie Betway auf dieser Basis eine statistische Berechnung durchführen, welche sich in Quoten äußert. Je niedriger eine Quote ist, desto höher gilt eine Siegeschance.

Kann Flensburg seinen Meisterschaftstitel verteidigen?
Seit dem Titelgewinn mussten die Norddeutschen sechs Abgänge verkraften. Dazu zählten auch wichtige Schlüsselspieler wie Torwart Mattias Andersson oder Thomas Mogensen, der nun in die heimische dänische Liga wechselte. Mogensen war bis 2014 dänischer Nationalspieler und wurde 2007 zum besten Handballspieler Dänemarks gewählt. Die Abgänge von Traditionsspielern werden also eine der größten Herausforderungen für die Flensburger darstellen. Ebenfalls wird die Integration von sechs neuen Spielern eine große Aufgabe werden. Das mag auch ein Grund dafür sein, warum der Flensburger Coach Maik Machulla seinen eigenen Verein nicht zum Kreis der Titelfavoriten zählt und das erste Ligaspiel als große Bewährungsprobe bezeichnet hatte. Mit dieser Ansicht ist er dabei auch nicht alleine, weshalb es als besonders gilt, dass der amtierende Meister nicht zum Kreis der Elite zählen soll. Doch auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass Flensburg in seinem organisatorischen Aufbau über eine gute Struktur verfügt. In der Mannschaftsleitung und der sportlichen Abteilung finden sich kompetente Fachleute, doch auch im externen Bereich ist Flensburg gut vernetzt. Direkt vor den Toren Flensburgs liegt der Hauptsponsor des Vereins, nämlich das Dänische Bettenlager. Die regionale Kooperation der beiden Seiten hat starke Wurzeln aufgebaut und finanziell eine wichtige Basis geschaffen.

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