Christian Kropf: „Together everybody achieves more“
Am 21. Mai 2018 feierte die spusu HANDBALL LIGA AUSTRIA ihr 20-jähriges Bestehen. Die Familie Kropf trägt einen wesentlichen Beitrag dazu bei, dass die Liga in dieser Form überhaupt existiert und heute auf soliden und vor allem erfolgreichen Beinen steht. Alfred Kropf nahm eine federführende Rolle zur Gründung der Liga ein und war ihr erster Präsident. Sein Sohn Christian Kropf war nach dem Tod des Vaters als Präsident des HC LINZ AG viele Jahre treibende Kraft in Ligathemen und stand in den vergangenen beiden Jahren zudem auch als Vize-Präsident im Vorstand. Vergangenen Juni legte er sein Amt als Vize-Präsident zurück, lässt im Interview die letzten zwei Jahrzehnte und die Entwicklung der Liga Revue passieren.
Am 21. Mai 1998 wurde die HLA aus der Taufe gehoben. Was war der Grund, dass man sich dazu entschied, die Liga zu gründen?
Christian Kropf: „In den 90er Jahren feierte das Nationalteam einige Erfolge. WESTWIEN und Linz setzten auf den eigenen Nachwuchs und brachten viele gute Spieler hervor. Zusätzlich wurden gute Legionäre eingebürgert. Trotzdem waren sich ÖHB und die Liga im Hinblick auf die sportliche und finanzielle Entwicklung nicht einig, daher wollte man ein Gegengewicht zum Verband schaffen. Federführend war dabei damals mein Vater, Alfred Kropf. Die Liga war zu der Zeit zerstritten, die Terminplanung gestaltete sich schwierig. Nach dem Vorbild anderer internationaler Organisationen wollte man diese Schwachstellen beseitigen. Zudem herrschte eine akute Geldnot, daher stand bei der Gründung auch das Thema Vermarktung mit im Vordergrund.“
Wie gestaltete sich die Anfangszeit?
„Der Weg war kein einfacher. Es war zunächst wenig harmonisch, vor allem der Prozess, dem Gesamtinteresse der Liga berechtigte Einzelinteressen unterzuordnen und die Vereinsbrille abzusetzen, hat lange gedauert.“
Aber man feierte auch rasch erste Erfolge!
„Ja. Aus Vermarktungssicht war die Gewinnung von Samsung 2002 als Ligasponsor ein großer Erfolg. Zudem wurden regelmäßige Generalversammlungen eingeführt und die Administration der Liga hat gut funktioniert.“
Wie überstand man die Zeit, in der kein Ligasponsor zuhanden war?
„Wenige Jahre später stieg Samsung als Sponsor aus, aber man konnte zuvor einige Rücklagen bilden und hat sich bemüht einen neuen Ligasponsor zu finden. Bis 2007 hat die Liga sehr gut gearbeitet. Im Marketing konnten aber keine wesentlichen Erfolge verbucht werden. Wir haben in der Folge versucht, uns im Marketing weiter zu entwicklen. Die Idee war eine zentrale Vermarktung der Liga. Da haben wir unter Marcel Weigl erste Schritte gemacht und eine Linie hineingebracht. Diese Linie wurde unter Ronald Maier fortgesetzt und man konnte deutliche Schritte zur Verbesserung des Livestreams setzen. Boris Nemsic übernahm die Präsidentschaft von Johannes Hammer und es gab erste Konzepte für ein einheitliches Hallenbranding und die ersten Livestreams wurden ausgestrahlt.“
Wo steht die Liga heute?
„Thomas Berger hat vor zwei Jahren von Ronald Maier übernommen und dabei die Themen Hallenbranding, Livestream und Vermarktung mit übernommen. In den vergangenen drei Jahren ging es für die Liga steil bergauf. Der Vorstand wurde verbreitert und professionalisiert. Letztes Jahr konnte mit dem Mobilfunkanbieter spusu auch wieder ein Ligasponsor gewonnen werden. Weitere Sponsoren und Partnerschaften folgten. Ich sehe die Liga aktuell in trockenen Tüchern, solange auch Thomas Berger die Geschicke weiterführt.“
Ein Abschied ist meistens mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden. Wie kam es überhaupt dazu, dass du deine Funktion als Vize-Präsident aus eigenen Stücken niedergelegt hast?
„Ich habe meine Tätigkeit in der Liga gerne und mit großer Leidenschaft gemacht, musste mir zuletzt aber eingestehen, dass meine zeitlichen Ressourcen in Anbetracht der dynamischen Entwicklung der Liga nicht ausreichen, um mein Amt so zu führen, wie ich es von mir selbst erwarte. Der Abschiedsschmerz ist da natürlich groß, aber ich weiß die Liga in guten Händen. Der Vorstand und insbesondere Tom Berger haben hervorragende Arbeit geleistet, es wurden viele wichtige Akzente gesetzt. Der neu formierte und erweiterte Vorstand startet somit unter besten Voraussetzungen und ich weiß die Finanzagenden der Liga bei Christoph Gattermayr in besten Händen. So gesehen passt der Zeitpunkt für die Übergabe gut und ich freue mich gemeinsam mit meiner Familie über ein wenig mehr Freizeit“.
Wie sieht dein ganz persönliches Resümee von 20 Jahren HANDBALL LIGA AUSTRIA aus?
„Wir haben gemeinsam und mit geballter Leidenschaft viel bewegt, auch wenn viele leere Kilometer dabei waren. Aber es gibt noch viel zu tun. Daran arbeiten die richtigen Leute und ich wünsche dem neuen Vorstand und der Liga viel Erfolg bei der Umsetzung der weiteren Schritte auf unserer Roadmap, getreu dem Motto: together everybody achieves more!“
Die gesamte spusu HLA bedankt sich bei Christian Kropf für seine aufopfernde Tätigkeit und wünscht alles Gute für die Zukunft!
Am 21. Mai 1998 wurde die HLA aus der Taufe gehoben. Was war der Grund, dass man sich dazu entschied, die Liga zu gründen?
Christian Kropf: „In den 90er Jahren feierte das Nationalteam einige Erfolge. WESTWIEN und Linz setzten auf den eigenen Nachwuchs und brachten viele gute Spieler hervor. Zusätzlich wurden gute Legionäre eingebürgert. Trotzdem waren sich ÖHB und die Liga im Hinblick auf die sportliche und finanzielle Entwicklung nicht einig, daher wollte man ein Gegengewicht zum Verband schaffen. Federführend war dabei damals mein Vater, Alfred Kropf. Die Liga war zu der Zeit zerstritten, die Terminplanung gestaltete sich schwierig. Nach dem Vorbild anderer internationaler Organisationen wollte man diese Schwachstellen beseitigen. Zudem herrschte eine akute Geldnot, daher stand bei der Gründung auch das Thema Vermarktung mit im Vordergrund.“
Wie gestaltete sich die Anfangszeit?
„Der Weg war kein einfacher. Es war zunächst wenig harmonisch, vor allem der Prozess, dem Gesamtinteresse der Liga berechtigte Einzelinteressen unterzuordnen und die Vereinsbrille abzusetzen, hat lange gedauert.“
Aber man feierte auch rasch erste Erfolge!
„Ja. Aus Vermarktungssicht war die Gewinnung von Samsung 2002 als Ligasponsor ein großer Erfolg. Zudem wurden regelmäßige Generalversammlungen eingeführt und die Administration der Liga hat gut funktioniert.“
Wie überstand man die Zeit, in der kein Ligasponsor zuhanden war?
„Wenige Jahre später stieg Samsung als Sponsor aus, aber man konnte zuvor einige Rücklagen bilden und hat sich bemüht einen neuen Ligasponsor zu finden. Bis 2007 hat die Liga sehr gut gearbeitet. Im Marketing konnten aber keine wesentlichen Erfolge verbucht werden. Wir haben in der Folge versucht, uns im Marketing weiter zu entwicklen. Die Idee war eine zentrale Vermarktung der Liga. Da haben wir unter Marcel Weigl erste Schritte gemacht und eine Linie hineingebracht. Diese Linie wurde unter Ronald Maier fortgesetzt und man konnte deutliche Schritte zur Verbesserung des Livestreams setzen. Boris Nemsic übernahm die Präsidentschaft von Johannes Hammer und es gab erste Konzepte für ein einheitliches Hallenbranding und die ersten Livestreams wurden ausgestrahlt.“
Wo steht die Liga heute?
„Thomas Berger hat vor zwei Jahren von Ronald Maier übernommen und dabei die Themen Hallenbranding, Livestream und Vermarktung mit übernommen. In den vergangenen drei Jahren ging es für die Liga steil bergauf. Der Vorstand wurde verbreitert und professionalisiert. Letztes Jahr konnte mit dem Mobilfunkanbieter spusu auch wieder ein Ligasponsor gewonnen werden. Weitere Sponsoren und Partnerschaften folgten. Ich sehe die Liga aktuell in trockenen Tüchern, solange auch Thomas Berger die Geschicke weiterführt.“
Ein Abschied ist meistens mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden. Wie kam es überhaupt dazu, dass du deine Funktion als Vize-Präsident aus eigenen Stücken niedergelegt hast?
„Ich habe meine Tätigkeit in der Liga gerne und mit großer Leidenschaft gemacht, musste mir zuletzt aber eingestehen, dass meine zeitlichen Ressourcen in Anbetracht der dynamischen Entwicklung der Liga nicht ausreichen, um mein Amt so zu führen, wie ich es von mir selbst erwarte. Der Abschiedsschmerz ist da natürlich groß, aber ich weiß die Liga in guten Händen. Der Vorstand und insbesondere Tom Berger haben hervorragende Arbeit geleistet, es wurden viele wichtige Akzente gesetzt. Der neu formierte und erweiterte Vorstand startet somit unter besten Voraussetzungen und ich weiß die Finanzagenden der Liga bei Christoph Gattermayr in besten Händen. So gesehen passt der Zeitpunkt für die Übergabe gut und ich freue mich gemeinsam mit meiner Familie über ein wenig mehr Freizeit“.
Wie sieht dein ganz persönliches Resümee von 20 Jahren HANDBALL LIGA AUSTRIA aus?
„Wir haben gemeinsam und mit geballter Leidenschaft viel bewegt, auch wenn viele leere Kilometer dabei waren. Aber es gibt noch viel zu tun. Daran arbeiten die richtigen Leute und ich wünsche dem neuen Vorstand und der Liga viel Erfolg bei der Umsetzung der weiteren Schritte auf unserer Roadmap, getreu dem Motto: together everybody achieves more!“
Die gesamte spusu HLA bedankt sich bei Christian Kropf für seine aufopfernde Tätigkeit und wünscht alles Gute für die Zukunft!

