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Rhein-Neckar Löwen: Trainer Jacobsen hakt den Titel ab

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Von Daniel Hund

Heidelberg. Es ist noch gar nicht so lange her, da war wohl ganz Handball-Deutschland felsenfest davon überzeugt, dass die Rhein-Neckar Löwen spätestens am kommenden Sonntag das Double feiern würden. Mittlerweile glaubt daran so gut wie niemand mehr. Denn der Wind hat sich gedreht: Flensburg ist vorne, hat vor dem letzten Spieltag einen Punkt Vorsprung auf die Badener.

Rein rechnerisch ist demnach aber eigentlich noch alles drin. Das weiß auch Nikolaj Jacobsen, doch der rechnet nicht, der trauert schon: "Ganz ehrlich", sagt der Däne zur RNZ, "wenn überhaupt, dann gebe ich uns noch eine Restchance von zwei Prozent."

Schaut man sich den letzten Spieltag mal etwas genauer an, wird klar, was er meint: Während die Löwen ab 15 Uhr in der SAP Arena auf den DHfK Leipzig treffen, kann Flensburg zuhause gegen Frisch Auf Göppingen mit einem Sieg den Meister-Sack zu machen.

Also gegen eine Mannschaft, die als Zehnter jenseits von Gut und Böse steht, für die es um nichts mehr geht. "Ich denke, dass das eine klare Sache für Flensburg werden wird. Und die haben diesen Titel dann eben einfach auch verdient."

Leicht fallen Jacobsen diese Worte nicht. Denn die Löwen hätten das Happy End erst recht verdient gehabt. Es war eine Saison der Superlative. Mit bärenstarken Leistungen und einer Dominanz, die so manchen Konkurrenten nach den direkten Duellen sprachlos zurückließ. Doch das ist eben nur die halbe Wahrheit, denn eine Saison dauert im deutschen Oberhaus 34 Spieltage - keine 29. Seit dem 30. Spieltag ist nämlich irgendwie die Luft raus. Berlin, Erlangen und Melsungen waren Spiele zum Vergessen. Mit Löwen außer Rand und Band, verunsichert und ohne Biss.

Sei’s drum, eine gelungene Saison war es dennoch. Mit dem Supercup und dem DHB-Pokal konnten zwei Titel eingefahren werden. Die werden am Sonntag sicher nochmals gefeiert. Doch es wird wohl vor allem getrauert werden. Denn es heißt Abschied nehmen - und das gleich sechsmal: Hendrik Pekeler, Harald Reinkind (beide THW Kiel), Kim Ekdahl du Rietz (Paris Saint-Germain), Rafa Baena (Bergischer HC), Kristian Bliznac und Monir Rnic (Ziele unbekannt) werden den Klub verlassen.

"Wir wollen schauen, dass wir diesen Jungs einen schönen Abschied bescheren", erklärt Jacobsen, "und dazu müssen wir unser letztes Heimspiel in dieser Saison natürlich auch gewinnen."

Klar ist aber auch: Mit einem Auge werden die Löwen-Macher den Liveticker in Flensburg verfolgen. Denn wie heißt es doch so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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