Da wäre mehr möglich gewesen…
Handball NLB: Es war eine klare Leistungssteigerung, die der TV Solothurn im Vergleich zur Niederlage gegen den Tabellenletzten nun gegen das zweitplatzierte Baden zeigte. Dennoch bleiben die Ambassadoren beim 19:23 zum zweiten Mal in Folge punktelos.
Probleme sind nichts Schönes. Sie hemmen, sie verursachen Stress und sie lassen einen gedanklich nicht in Ruhe. Umso schöner ist es, Probleme zu lösen oder wenn sie von alleine wieder verschwinden. Egal welche der beiden Varianten es beim TVS war, wichtig ist nur, dass von den letzthin doch ärgeren Problemen in der Verteidigung gegen den STV Baden nichts mehr zu sehen war. Im Gegenteil: Bröckelte das Solothurner Bollwerk vor wenigen Tagen in Steffisburg noch arg und drohte fast einzustürzen, so wirkte der Wall gegen Baden wieder so stabil und unverwüstlich wie die chinesische Mauer. Der TV Solothurn scheint defensiv wieder zu seiner Vorrunden-Form gefunden zu haben. Denn wer gegen den zweitbesten Angriff der Liga nur 23 Gegentore kassiert, kann tatsächlich eine zuverlässige Feste sein eigen nennen.
Pausenrückstand wegen vieler Fehlschüsse
Aber wie es so ist im Leben: Ist ein Problem gelöst, kommt bereits das Nächste. Im Falle des TV Solothurn war dies im Spiel gegen Baden der Angriff. Eigentlich nicht der Angriff als Ganzes, denn mal um mal konnten sich die Gastgeber in erfolgsversprechende Abschlusspositionen spielen und Lücken in der Aargauer Defensive aufreissen. Jedoch versagten den Solothurnern die Nerven gleich reihenweise. Ob Gegenstoss, Kreisabschluss, freier Wurf oder Fernwurf, die Aarestädter vergaben so ziemlich alles an Chancen, die sich ihnen boten.

