Rhein-Neckar Löwen: Ein Debakel für den Tabellenführer aus Berlin (Update)
Mannheim. (dpa) Die Rhein-Neckar Löwen haben die Machtverhältnisse in der Handball-Bundesliga vorerst klargestellt und eindrucksvoll die Tabellenspitze zurückerobert. Der deutsche Meister besiegte am Donnerstagabend den bisherigen Spitzenreiter Füchse Berlin überraschend deutlich mit 37:23 (18:9).
Bester Werfer der überragenden Mannheimer war Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson mit zehn Treffern. Bei den enttäuschenden Berlinern überzeugte lediglich Nationalspieler Fabian Wiede, der sieben Tore erzielte. Die Füchse rutschten nach ihrer dritten Saisonpleite auf den zweiten Rang ab.
«Das war von Anfang bis Ende, egal ob Abwehr oder Angriff, eine absolute Offenbarung, teilweise auch eine Frechheit», sagte Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter im Anschluss bei Sky.
Rekordmeister THW Kiel hat den nächsten Dämpfer dagegen abgewendet. Gegen GWD Minden setzte sich der THW mit 30:27 (16:15) durch. Beste Torschützen waren die Schweden Lukas Nilsson und Niclas Ekberg mit jeweils fünf Treffern. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason stellte nach ihrem dritten Bundesliga-Sieg in Serie den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga zumindest vorerst wieder her.
Trainer Nikolaj Jacobsen hat Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied von den Rhein-Neckar Löwen beendet. «Ich bleibe hier bis 2019, zu 100 Prozent», sagte der Däne nach dem deutlichen 37:23 am Donnerstag im Topspiel gegen die Füchse Berlin bei Sky. Der Coach des deutschen Handball-Meisters trainiert parallel die dänische Nationalmannschaft. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, wonach der 46-Jährige die Löwen aufgrund der Doppelbelastung schon im nächsten Sommer verlassen könnte, obwohl er noch einen Vertrag bis 2019 hat. Er habe aber sein Wort dem Verein und den Fans gegeben, versicherte er. «Und ich werde mein Wort nicht brechen.»

