3. Handball-Liga: SG Leutershausen und SG Nußloch feiern fröhliche Weihnachten
Leutershausen. (tib/hema/soz) Der SG Leutershausen ist zum Heimspiel-Jahresabschluss ein deutlicher Sieg gelungen. In der 3. Liga Ost besiegten die Roten Teufel den HSV Bad Blankenburg mit 33:18 (18:9) und festigten vor 500 Zuschauern den zweiten Tabellenplatz.
SGL-Trainer Marc Nagel sagte: "Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft. Der Gegner hat auch 60 Minuten lang versucht, Tore zu erzielen, das muss man respektieren. Bad Blankenburgs Unsicherheit hat uns in die Karten gespielt."
Zum letzten Hinrundenspiel gastierte der Tabellenvorletzte in der Heinrich-Beck-Halle und lag bereits nach acht Minuten mit 2:5 im Hintertreffen. Nagel konnte sich auf seine starke Abwehr verlassen. Nach gut 20 Minuten hatte die Nagel-Sieben sich eine 12:5-Führung herausgespielt. Immer wieder war es Rechtsaußen Sascha Pfattheicher, der den Blankenburgern die Bälle entlockte und per Gegenstoß verwandelte. Die SGL-Führung war bereits vor der Halbzeit so deutlich, das Nagel durchwechseln konnte. Lediglich neun Treffer gelang Bad Blankenburg in den ersten 30 Minuten, 18-Teufel-Treffer waren bereits verbucht.
Auch in der zweiten Spielhälfte ließen die Roten Teufel nichts anbrennen. Mit Daniel Zourek und Manel Cirac stand der Mittelblock kompakt, davor störte Niklas Ruß das Angriffsspiel der Gäste. Die Partie war entschieden, Nagel probierte viel aus: Er agierte mit zwei Kreisläufern, gab dem jungen Rechtsaußen Konstantin Gasser Spielzeit. Selbst dass Zourek nach einer unglücklichen Abwehraktion die Rote Karte sah, fiel nicht mehr ins Gewicht.
SG Leutershausen: Hübe, Garcia - Bauer 4, Jaeger 3, Ruß 7/3, Cirac 2, Pfattheicher 5, Zourek 2, Herbert 2, Mantek 4, Gasser 1, Karpstein 3/1, Kubitschek.
Mit der Hoffnung auf eine Überraschung startete der TV Germania Großsachsen am frühen Samstagmorgen Richtung Magdeburg. Trainer Stefan Pohl hatte aber nur neun Feldspieler und einen Torhüter an Bord. Was die RumpfMannschaft bei der 25:28-Niederlage auf das Feld brachte, war aller Ehren wert. So geht der TVG als Tabellenzehnter in die Weihnachtspause. Einige Fans hatten den weiten Weg nach Magdeburg angetreten und sahen von Beginn an eine bestens motivierte Mannschaft, die nie aufgab.
Nach dem 2:3 (7.) durch Johannes Kadel drehten die Heimsieben mit ihrer schnellen Spielweise die Partie zum 9:5 (18.). Pohl nahm eine Auszeit, und beim 12:10 (27.) durch Philipp Ulrich war Großsachsen dran. Zum Halbzeitpfiff war beim 14:12 alles offen.
"Saase" schaffte beim 15:15 (34.) erstmals den Ausgleich, aber der SCM II konterte zum 19:15 (37.). TVG-Torhüter Marius Fraefel hielt mit etlichen Paraden seine Sieben im Spiel und ermöglichte so, dass der TVG beim 21:20 (49.) wieder im Spiel war. Magdeburg konterte zum 25:21 (55.). Auch eine Auszeit Pohls bewirkte nichts mehr. Näher als drei Treffer kam Großsachsen nicht mehr an Magdeburg II heran. "Wir haben eine Supermoral bewiesen, Marius Fraefel hat sehr gut gehalten. Leider sind wir mit unzähligen freien Würfen am Magdeburger Torhüter gescheitert. Die Big points haben wir leider nicht gemacht. Doch angesichts der Personalsituation bin ich mit der Hinrunde zufrieden", wertete Pohl.
TVG Großsachsen: Fraefel - Triebskorn 1, Schulz 6, Strub, Reisig 2, Spilger 3, Ulrich 8, Unger, Buschsieper 2/1, Kadel 3.
Die SG Nußloch gewann das letzte Spiel des Jahres mit 32:26 beim Zweitliga-Absteiger Neuhausen und liegt auf dem zweiten Tabellenplatz. Nachdem die Titelverteidigung für den Meister noch vor einem Monat außer Reichweite schien, hat die Mannschaft von Christian Job wieder alle Chancen.
Die Entscheidung fiel in der zweiten Halbzeit, als sich Nußloch vom 17:17 auf 17:20 absetzte (42.). Beim 22:27 (51.) war der Sieg sicher. Trainer Job: "Wir haben stark gedeckt, Marco Bitz im Tor tat ein Übriges. Auch die abgeklärte und disziplinierte Angriffsleistung gefiel mir sehr gut." Überragend: Rechtsaußen Christian Buse und Linksaußen Sebastian Körner, die zusammen 14 Tore erzielten.
SG Nußloch: Buse 8, Körner 6, Müller 4, Pauli 4/4, Crocoll, Kuch je 3, K. Bitz 2, Gerdon 1, Trifanovs 1.
Die Rhein-Neckar-Löwen II haben sich im Derby gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen überraschend deutlich durchgesetzt. Die Mannschaft der Trainer Michel Abt und Andre Bechtold gewann mit 34:23 (18:12) in der Schwetzinger Nordstadthalle vor 650 Zuschauern. Nach sieben Minuten führten die Gäste mit 3:0, das erste Tor der Hausherren fiel erst nach acht Minuten durch Lukas Sauer. Die Auswärtsführung zog sich durch das gesamte Derby, die HGO schaffte es nicht mehr, die Partie ausgeglichen zu gestalten - am Ende gewannen die Junglöwen mit elf Toren Abstand. Bester Werfer war Maximilian Haider. Er traf neunmal in Schwarze. In der Tabelle ziehen die Junglöwen damit an der HGO vorbei und schieben sich mit 20:12 Punkten auf den dritten Tabellenplatz der Südstaffel.
HG Oftersheim/Schwetzingen: Gabel, Unser - Barthelmeß, Messerschmidt 1, Jansen 5, Rudolf, Förch, Zipf, Sauer L. 6/3, Krämer, Mehl 3, Sauer A. 1, Körner 1, Hideg 4.
Rhein-Neckar Löwen II: Boudgoust, Bauer - M. Trost 6, Haider 9, Zweigner, Braun 4, Bolius 3, S. Trost 1, Röller, Meyer, Kirchenbauer 4, Ganz 7/3, Keller, Kessler.

