Gipfelstürmer oder nur Alpintouristen?
Handball NLB: Der TV Solothurn ist ein kleiner Verein, aber er will hoch hinaus. Mit dem dritten Tabellenplatz nach neun Spielen überraschen die Ambassadoren auch in dieser Spielzeit wieder positiv. Nun wartet im nächsten Spiel auswärts der Ligakrösus RTV Basel.
8848 Meter ist er hoch, gemessen ab Meereshöhe. Seine Entstehung verdankt er viel Zeit und der Konvergenz, dank der sich die indische Kontinentalplatte mit einer Geschwindigkeit von rund drei Zentimetern pro Jahr unter Eurasien schiebt. Er ist der höchste Berg der Welt und hört auf den Namen Mount Everest, benannt nach seinem ersten Vermesser. Und eben dieser Mount Everest ist die nächste Hürde für den TV Solothurn. Zumindest wenn man das Ganze metaphorisch auf die NLB im Handball bezieht. Vermutlich hat der RTV Basel nicht die gleiche mythische Bedeutung wie der Mount Everest und er gehört auch nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe, aber in der NLB ist er mit Sicherheit der höchste Berg.
Die Basler weisen bisher nach neun Spielen eine makellose Bilanz auf. Der RTV hat jedes Spiel gewonnen, meist sogar deutlich, im Schnitt sind es fast acht Treffer Differenz pro Spiel. Das ergibt das mit Abstand beste Torverhältnis (+71). Es versteht sich von selbst, dass Basel mit 288 erzielten Treffern auch die potenteste Offensivabteilung der Liga stellt (im Schnitt 32 Tore pro Spiel).

