3. Handball-Liga: Nach zwei Ausfällen war Großsachsen chancenlos
Heidelberg. (hema/tib/soz) Eigentlich dauert ein Handballspiel 60 Minuten, aber für den TVG Großsachsen war es nach spätestens 9 Minuten beendet. Robin Unger erhielt nach einem Foul bei einem erweiterten Gegenstoß die Rote Karte, über die sich zumindest streiten lässt. Bis zu diesem Zeitpunkt war es eine knallharte Partie in die die "Saasemer" gut gestartet waren, aber dann auch schnell nachließen. Mitentscheidend war das Rückraumakteur Philipp Schulz sich in der 7. Minute das Knie verdrehte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Als dann noch die Rote Karte von Unger dazu kam war es um Großsachsen geschehen und es setzte eine 17:28 (6:13)-Niederlage.
Großwallstadt setzte sich auf 3:11 (21.) ab. Blieb Großsachsen einmal nicht in der Defensive des TVG hängen, war spätestens beim starken Torhüter Artus Kurgis Endstation. Hätte Marius Fraefel nicht noch etliche gute Chancen der Gäste pariert das Ergebnis wäre noch höher ausgefallen. Aber auch so war die Vorentscheidung beim 6:13 zur Halbzeit gefallen. Großsachsen konnte bis zum Schlusspfiff noch etwas Ergebniskosmetik betreiben so das die Niederlage, wenigstens einigermaßen, im Rahmen blieb.
Großsachsen: Triebskorn 2, Spilger 2, Straub 2, Reisig 2, Buschsieper 6/5, Hildebrandt 1, Unger Roger 1, Ulrich 1.
Als Lars Crocoll eine Sekunde vor dem Ende mit einem Unterhandwurf den 30:30-Ausgleich erzielte und so der SG Nußloch bei den Rhein-Neckar Löwen II einen Punkt rettete, rannte er gemeinsam mit seinen Mannschafts-Kameraden jubelnd durch die Halle. Doch die Freude währte nicht allzu lange, denn der letztjährige Meister hatte eine 16:10-Führung verspielt. "Wir haben eine große Chance gehabt, dichter an Tabellenführer Kornwestheim heranzurücken", schüttelte Trainer Christian Job den Kopf, "die haben wir vertan."
Eine halbe Stunde hatte Nußloch alles im Griff. In der Abwehr packten die Gäste kräftig zu, unterbanden auch die gefürchtete zweite Welle des Bundesliga-Nachwuchses. Die 200 mitgereisten Fans unter den 600 Besuchern in der Östringer Stadthalle waren begeistert. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit schnell. Zwar führte Nußloch noch nach 36 Minuten mit 14:20, doch schon da war zu erkennen, dass die Abwehr-Arbeit völlig vernachlässigt wurde.
Die Folge: Die Löwen erzielten ausgerechnet durch Sebastian Trost, einem aus Nußloch stammenden Talent, den Ausgleich. Auch sein Bruder Maximilian spielte groß auf, war mit sieben Treffern der erfolgreichste Spieler des Spiels. Kein Wunder, dass es in Nußloch schon seit Jahren Gedankenspiele gibt, die beiden großen Talente zu ihrem Heimat-Verein, bei dem ihr Vater in den 1990ern bereits im Rückraum aktiv war, zurück zu holen.
Nußloch fing sich zwischendurch wieder, lag 24:22 und 26:24 vorne. Doch nun scheiterte die SG vor allem an Torwart Lucas Bauer. Die letzten Minuten - dramatisch: Beim Stand von 29:29 verwarf Leon Bolius einen Siebenmeter für die Löwen. Trotzdem gingen die Gastgeber 27 Sekunden vor dem Ende durch Keller in Führung. Der Schluss ist bekannt.
Löwen II: M. Trost 7, Bolius 5/1, Haider, Braun je 4, S. Trost, Kirchenbauer je 3, Ganz 2/1,Keller 1/1.
SG Nußloch: K. Bitz, Buse je 5, Geppert 4, Pauli 4/4, Crocoll, Kuch, Körner, Herrmann je 2, Müller, M. Bitz, Herbert, Gerdon je 1.
Die SG Leutershausen hat ihre gute Form in der 3. Liga Ost bestätigt. Die Roten Teufel gewannen knapp beim TV Gelnhausen mit 29:28 (16:15) und bleiben damit in der Spitzengruppe der Oststaffel. Trainer Marc Nagel: "Das war für uns ein wichtiger Schritt nach vorne. Natürlich war das jetzt ein Lernprozess - wir haben gezeigt, dass wir nun auch die engen Spiele am Ende für uns entscheiden können."
Niklas Ruß, Linksaußen und Kapitän der Roten Teufel, eröffnete die Partie mit zwei schnellen Toren, Philipp Bauer legte nach: früh führten die Heisemer mit 3:0 (3.). In der zwölften Minute baute man die Führung auf 9:4 aus. Gelnhausen nahm die erste Auszeit. Und diese zeigte Wirkung: Die Hausherren zogen innerhalb von fünf Minuten auf 9:9 gleich (16.). Bis zur Halbzeit waren es dann vor allem Regisseur Bauer, Rückraumschütze Felix Jaeger und Rechtsaußen Sascha Pfattheicher, die im Angriff für Torgefahr sorgten. In die Kabinen ging es mit einer 16:15-Führung für die Roten Teufel.
Nach dem Seitenwechsel blieb es eine offene Begegnung. Für kurze Zeit zogen die Gäste mit vier Toren weg (18:22), entscheidend absetzen konnte sich die SGL aber nicht. Als Max Bechert fünf Minuten vor Spielende den 27:27-Ausgleich erzielte, war das Spiel völlig offen. Für die letzten zwei Teufel-Tore sorgte dann wieder Kapitän Ruß: Beim 28:28 behielt der Linksaußen 15 Sekunden vor Schluss beim Siebenmeter die Nerven und erzielte den umjubelten Siegtreffer.
SG Leutershausen: Jaeger 5, Ruß 12/4, Bauer 7, Cirac 1, Pfattheicher 4.
Die HG Oftersheim/Schwetzingen surft weiterhin auf einer Erfolgswelle. Am Samstag besiegte die Mannschaft von Trainer Holger Löhr den TuS 04 Dansenberg mit 33:30 (16:13). Bester Werfer der HGO war wieder einmal Daniel Hideg, der sechsmal traf.
HG Oftersheim/Schwetzingen: Barthelmeß 1, Messerschmidt 5, Jansen 2, , Zipf 2, Sauer L. 4/3, Krämer 1, Mehl 4, Sauer A. 5, Fendrich 3, Hideg 6.

