Zurück in der Erfolgsspur
Handball NLB: Lange sah es so aus, als ob der TV Solothurn sich die zwei Punkte mühsam erkämpfen muss. Doch dank einer furiosen zweiten Halbzeit siegen die Einheimischen letztlich hoch mit 36:25. Mit diesem Sieg klettern die Solothurner in der Tabelle aufs Treppchen.
Mit einem Blitzstart eröffnete der TV Solothurn die Partie gegen den letztjährigen Meisterschaftszweiten. Von Beginn weg spielte das Heimteam konzentriert und gut organisiert, und konnte das zielstrebige Angriffsspiel auch gleich in Zählbares ummünzen. Nach den beiden schnellen ersten Treffern hielten die Ambassadoren die Differenz konstant und gaben sie nur Mitte der ersten Halbzeit kurz ab. Nicht selten in dieser Spielzeit darbte das Solothurner Spiel genau daran, dass die Mannen von Trainer Marco Kurth die ersten Minuten brauchten, um sich zuerst zu finden. Nicht so gegen die Lakers Stäfa, das vor der Saison noch viele als Aufstiegsaspiranten gesehen haben.
Sinnbildlich für den guten Start der Solothurner steht dabei Andri Tatarinoff. Der Rückraum Mitte rückte für die verletzten Stammspieler Sven Schafroth und Dario Lüthi (beide verletzt) in die Mannschaft und hatte die anspruchsvolle Aufgabe als Spielmacher. Nicht nur diese erledigte er tadellos, er war selber auch noch gefährlich und erzielte zwei der ersten vier Solothurner Treffer. «Normalerweise bin ich bei solchen Spielen nervös, weil ich mir selber viel Druck mache. Heute habe ich mich aber befreit gefühlt, da ich als Ergänzungsspieler nichts zu verlieren habe», so Tatarinoff, der normalerweise bei Biberist aktiv in der 2. Liga spielt. Dass niemand erwartet habe, dass er das Spiel entscheiden müsse, sei da sicherlich hilfreich gewesen.
Zu passive Deckung
Tatarinoff war es denn auch, der jeweils in den Angriffen die richtige Mischung zwischen Tempo und Ruhe finden musste. Auch dieser Aufgabe zeigte sich der ehemalige TVS-Junior an diesem Tag gewachsen: «Es ist ja nicht so, dass ich ganz neu bin in der Mannschaft. Ich kenne die Jungs alle und trainiere nach wie vor mindestens einmal pro Woche mit dem NLB-Team.»

