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Spiel des Jahres endet mit Überraschung der Saison

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Zum Heimspiel am letzten Samstag begrüßten wir unsere eigene Zweite in der Oberlübber Sporthalle. Von vielen als Aufstiegsaspirant (unter anderem auch von uns) getippt, ging unsere Zweite als klarer Favorit in dieses Spiel. Einzig unsere Vertrautheit mit den heimischen Gefilden konnte unser Vorteil sein. Aber trotz der weiten Anreise und den ungewohnten Umständen fand auch unsere Zweite, genauso wie wir, gut ins Spiel. Über die Zwischenstände 1:2 und 5:6 entwickelte sich in der Anfangsphase ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften tasteten sich an die ungewohnte Aufgabe heran. Unser Trainerfuchs Marcel Bekemeier hatte sich auch diesmal etwas Besonderes einfallen lassen. Einer der stärksten Spieler der Gegner wurde 60 Minuten manngedeckt und unsere Abwehrikone Christian „Barney“ Volkmann hielt den restlichen Laden in einer 5-0 Deckung zusammen. Nach dem anfänglichen Abtasten passierte aber unglaubliches in der Oberlübber Kampfarena. Ausgelöst durch einige technische Fehler von Oberlübbe II und gestützt auf eine starke Abwehr im Zusammenspiel mit einem immer besser werdenden Torhüter, konnten wir uns auf 11:6 absetzen. Dies sorgte nicht nur bei uns, sondern auch auf der voll besetzten Tribüne für erstaunte Gesichter. Hier hatten wir das erste Mal das Gefühl: „Heute ist was drin!“ Aber die Zweite ließ sich natürlich nicht so leicht abschütteln. Bis zur Pause hatten sie den Anschluss auf 14:12 wieder hergestellt.

Nach der Pause ging es erstmal Tor um Tor. Das zweite Tor unseres Goalgetters Gerrit Haake sorgte dann aber für einen 4-Tore-Vorsprung (20:16). Verunsichert durch Gerrits Treffsicherheit musste der Gästetrainer Henrik Finke dann auch direkt im Anschluss eine Auszeit nehmen. Diese bevorteilte uns allerdings eher. Wir setzten uns auf 24:18 (46. Spielminute) ab. Angeführt vom sehr dynamischen Andreas Laroche spielten wir unsere Angriffe konzentriert und in aller Ruhe zu Ende. Eine gute Trefferquote und die weiterhin bärenstarke Abwehr inklusive Torwart machten diesen unfassbaren Zwischenstand möglich.

Dieser Zwischenstand führte dazu, dass wir uns ein wenig zu sicher fühlten. Und dann drehte Thomas „Oevi“ Oevermann richtig auf. Fast im Alleingang gelang es ihm unsere bis dahin so gute Abwehr aus dem Konzept zu bringen. Egal ob als Anspieler, Vollstrecker oder sicherer Siebenmeterschütze, er versuchte alles um seine Mannschaft doch noch zum Sieg zu treiben. Aber seine Bemühungen und auch seine 7 (!) Tore in der Schlussviertelstunde waren nicht genug, um unseren Sieg nochmal in Gefahr zu bringen, da wir nah am Zeitspiel immer wieder Lösungen fanden, um unsere eigenen Angriffe erfolgreich abzuschließen. Auch eine Manndeckung gegen unseren stärksten Angreifer brachte uns nicht aus dem Konzept, so dass am Ende ein vollkommen unerwartetes, aber leistungsgerechtes 28:26 auf Anzeigetafel auftauchte.

Die oben erwähnten Zwischenstände (1:2; 5:6) sollten die einzigen Führungen für unseren Gegner an diesem Tag bleiben, so dass der Gästetrainer Henrik Finke dann auch zugeben musste: „Ihr habt verdient gewonnen. … Ihr hattet mehr Biss und Tempel im Tor.“ Aber die starke Aufholjagd unserer Zweiten fand ebenfalls Anklang, dazu unser Angriffskoordinator Andreas Laroche: „Das Spiel hätte keine 5 Minuten länger dauern dürfen.“ Ob er damit seine eigene Kondition oder auch die seiner Mitspieler meinte ist unbekannt. Das letzte Wort hat aber unser Trainer Marcel Bekemeier: „Das hätte uns vor der Saison keiner zugetraut. Das wir schon so viele Punkte haben und dann auch noch die Zweite schlagen. Unfassbar!“ Somit kann das Spiel getrost als Riesenüberraschung verbucht werden. Wir freuen uns auf das Rückspiel in 2018.

Nebenbei führte dieses Spiel noch fast zur Pleite eines nicht näher genannten Fans des Oberlübber Handballs. Seine Vorliebe für Wetten und die Riesenüberraschung resultierte in der ein oder anderen verlorenen Wette…

Zu erwähnen ist noch, dass sich beide Mannschaften ein Riesenlob verdient haben. Trotz hoher Intensität und hart geführter Zweikämpfe war das Spiel jederzeit fair.

Für die „Dritte“ spielten: S. Grannemann (1. – 60.), Neudorf (bei einem Siebenmeter) – T. Grannemann 4/4, Thamm 3, Haack, 2, Füner 1, Haake 2, Kölling 6, Cremonke 1, Höinghaus 7, Laroche 2, Zanardo, Volkmann, Lipka.

Nun steht erstmal die Herbstpause an. Unser nächstes Spiel steigt erst am 12.11.2017 um 18:45 Uhr gegen GWD Minden III.

Bis dahin

Die „Dritte“

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