Hier regiert der TVS
Handball NLB: Der TV Solothurn erwischt im Derby gegen den HS Biel einen Sahnetag und dominiert das Duell gegen den Lokalrivalen über die gesamte Spieldauer. Mit dem klaren Sieg in Höhe der Solothurnerzahl klettern die Ambassadoren in der Tabelle auf einen Podestplatz.
200 Sekunden, oder anders gesagt 3 Minuten und 20 Sekunden! In dieser Zeit schafft es das Licht, die Erde 1500 Mal zu umrunden und so lange dauert es ungefähr, ein Funksignal von der Erde zum Mars zu schicken. Und exakt so lange war am Samstag auch die durchschnittliche Wartezeit des HS Biel bis zum nächsten Treffer. Im Endeffekt ergibt das lediglich 18 erzielte Tore und diese Zahl verdeutlicht, was den TV Solothurn zurzeit so stark macht. Insgesamt hat Solothurn die zweitbeste Verteidigung der NLB, nur gerade der TV Möhlin lässt hinten weniger zu. Im Derby gegen Biel war genau diese Abwehr vor allem in der Anfangsphase gefordert und sie wurde den Erwartungen gerecht.
An dieser Stelle muss man einem TVS-Spieler ein Kränzchen winden, der sonst nicht so im Rampenlicht steht, da er nicht mit Toren glänzt: Mit Abwehrchef Martin Beer hat Solothurn den zurzeit vermutlich besten Abwehrspieler der Nationalliga B in seinen Reihen. Was der 1.97-Meter-Hühne diese Saison in der Solothurner Hintermannschaft leistet, ist schlicht Extraklasse. Das Sahnehäubchen auf dem sonst schon süssen Solothurner Kuchen lieferte er nun im Derby gegen Biel ab. Zusammen mit seinen Nebenmännern hatte Beer die starke Bieler Angriffsachse um Beni Steiger (Ex-BSV Bern) und den slowakischen Nationalspieler Erik Loch nicht nur im Griff, die beiden wurden schlicht neutralisiert. Nur gerade drei Tore gelangen dem ehemaligen NLA-Spieler und dem Kreisläufer aus der Slowakei. Im Stile eines Didier Dinart organisierte Verteidigungsminister Martin Beer den Solothurner Abwehrwall und räumte in der Mitte alles weg, egal ob Kreisläufer, Rückraum oder einlaufende Flügel. Und dies abgesehen von der gelben Karte immer mit fairen Mitteln.

