Entscheiden wieder Kleinigkeiten?
Dritte Bundesliga 13.10.2017
Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo
HANDBALL Groß-Bieberau im Drittliga-Derby bei der heimstarken HSG Nieder-Roden gefordert
GROSS-BIEBERAU - Schwere Aufgabe im Rodgau. Um bei der heimstarken HSG Nieder-Roden erfolgreich zu sein, muss für Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau an diesem Freitag alles passen.
Die Vorzeichen für das Derby heute Abend (20 Uhr, Sporthalle Wiesbadener Straße) sind aus Sicht der MSG gar nicht so schlecht, wie es der Saisonstart mit 2:8 Zählern hätte vermuten lassen. Mit zwei Siegen in Folge hat sich das neuformierte Team um Trainer Thorsten Schmidt an das Mittelfeld der starken Staffel herangeworfen. Die heimstarken Rodgauer erleben nach einem guten Saisonauftakt gerade eine Berg- und Talfahrt. Erst schlug die HSG in eigener Halle mit einem Tor in letzter Sekunde den Altmeister aus Großwallstadt, um dann nur eine Woche später bei der HSG Hanau mit 20:25 zu scheitern. Dabei spielte das Team von Trainer Jan Redmann lethargisch und ohne Biss.
- ENDE EINER ÄRA
Nieder-Rodens neuer Trainer Jan Redmann hatte im Sommer Alexander Hauptmann abgelöst. Damit ging eine Ära zu Ende. Hauptmann war ein Jahrzehnt für den Aufschwung der Spielgemeinschaft verantwortlich. Der Kirchzeller bildete viele Akteure wie Michael Weidinger oder Phillipe Kohlstrung zu Leistungsträgern aus. Redmann übernahm den Kader, der sich personell kaum verändert hat. Abgänge gab es keine, dafür wurde mit Sandro Friedrich ein Keeper mit Drittliga-Erfahrung geholt.
Darauf können die Falken nicht hoffen. Die MSG erwartet in Nieder-Roden also ein heißer Tanz – eigentlich wie in jedem Jahr. Bei den meisten Vergleichen der Nachbarn waren Kleinigkeiten ausschlaggebend. 2016 gewannen die Odenwälder in einem Herzschlag-Finale glücklich mit einem Tor. Entscheidend dürfte die Defensivarbeit der beiden Kontrahenten sein. Welche Abwehr bekommt den Gegner besser in den Griff, welcher Torhüter erwischt den besten Tag. Mit Marco Rhein (HSG) und Martin Juzbasic (MSG) stehen herausragende Akteure zwischen den Pfosten. Bis auf Kris Jost, der am 16.Oktober an der Schulter operiert wird, ist der Kader der Falken komplett.

