Handball
News melden
Nachrichten

Rhein-Neckar Löwen: Ein unglaublich starker Meister feiert ein Schützenfest

0

Von Daniel Hund

Mannheim. Erster gegen Dritter, Überraschungsteam gegen Meister. Bei den Rhein-Neckar Löwen jagt ein Spitzenspiel das nächste. Am Sonntag wurde der ruhmreiche THW Kiel in der SAP Arena in die Schranken gewiesen. Am Dienstag sollte nun auch der TSV Hannover-Burgdorf, der Favoritenschreck der Handball-Bundesliga, dran glauben. Und nach Kiel wurde auch der Tabellenführer entthront, erlegt von bissigen Löwen, die Hannover mit einer niederschmetternden 23:35 (9:17)-Niederlage aus dem "Ufo" jagten und nun selbst Spitzenreiter sind. "Was die Mannschaft heute gezeigt hat, war unglaublich", jubelte Oliver Roggisch, der Sportliche Leiter der Löwen, "man hat schon in der Kabine gemerkt, dass wir heute Großes vor haben."

Am Donnerstag kommt Hüttenberg

Die Löwen begannen meisterlich. Hinten stand das Bollwerk. Gedeon Guardiola und Hendrik Pekeler, die zwei Abwehr-Riesen der Badener, machten hinten dicht. Und vorne spielte Regisseur Andy Schmid wieder in seiner eigenen Welt. Drei Versuche, drei Tore: 3:0 (4.). Als wenig später Flügelmann Patrick Groetzki auf 4:0 erhöhte, knallte Gäste-Trainer Antonio Carlos Ortega entnervt die "Grüne Karte" auf den Zeitnehmertisch: Auszeit - und das schon in der fünften Minute!

Er wollte wachrütteln, die Wende einleiten, aber es ging weiter mit Einbahnstraßen-Handball. So dauerte es bis zur neunten Minute, ehe Mait Patrail den Anschlusstreffer zum 1:6 erzielte. Längst war es eine gelbe Macht-Demonstration, die sich da zwischen den Kreisen abspielte. Ein weiterer Zwischenstand gefällig? 18. Minute: Löwen 12, Hannover 3.

Ortega nahm es fassungslos zur Kenntnis. Der spanische Trainerfuchs strich sich immer wieder durch die Haare und zuckte mit den Schultern. Ratlos in Mannheim, das war er. Dann ging er volles Risiko: Keeper raus, sieben Feldspieler rein. Ein Schachzug, der aufging, nun schlug der Harzball häufiger im Tornetz hinter Mikael Appelgren, dem bärenstarken Löwen-Torhüter, ein. Die Halbzeitführung der Badener war aber komfortabel. Mit 17:9 ging es in die Kabine.

Was sollte da noch schief gehen? Nichts! Angeführt von Mads Mensah Larsen, der diesmal einen echten Sahnetag erwischte und acht Treffer zum Schützenfest beisteuerte, spulten die Löwen ihr Pensum runter. Sie taten nicht mehr, als sie mussten. Schließlich ist erst Halbzeit in der Monsterwoche: Morgen um 19 Uhr gastiert Hüttenberg in der SAP Arena und am Samstag ab 17.30 Uhr ist mal wieder Champions-League-Time. In Kristianstad, bei den trickreichen Schweden. "Für uns zählt jetzt nur Hüttenberg", sagt Roggisch, "und das ist ein Gegner, der nicht unterschätzt werden darf. Sie laufen und laufen."

Falls die Löwen aber erneut ähnlich groß aufspielen, dürfte auch Hüttenberg chancenlos sein. Vor allem Mads Mensah Larsen. Roggisch nickt: "Mads hat heute gesehen, was bei ihm alles möglich sein kann. Ich bin richtig stolz auf ihn."

Spielfilm: 6:0, 11:314:5, 17:9 (Halbzeit), 20:13, 26:17, 28:18, 30:20, 35:23 (Endstand).

Löwen: Appelgren 2, Schmid 4/1, Sigurdsson 5/1, Mensah Larsen 8, Groetzki 3, Reinkind 1, Guardiola 1, Petersson 2, Baena 6, Radivojevic 1, Taleski .

Hannover: Johannsen 2, Mortensen 2, Patrail 2, Pevnov 3, Häfner 3, Böhm 4, Olsen 6, Brozovic 1 - Zuschauer: 7784.

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

Andere Sportarten

Sponsored