SPL2: Überraschung im Cup gelungen
Dass der Cup seine eigenen Gesetze kennt, ist eine vor allem unter Trainer beliebte Floskel wenn David gegen Goliath spielt. Ob im Team Goliath als Warnung zu verstehen oder im Team David, um darauf aufmerksam zu machen, dass auch gegen einen vermeindlich Stärkeren ein Sieg durchaus möglich ist. Gestern Donnerstagabend kam es im Schweizer Cup zu so einer Partie. Das Heimteam, die zweite Mannschaft des LK Zug aus der SPL2, spielte dabei David und begrüsste zum Cupspiel Goliath, Yellow Winterthur aus der SPL1. Ob einer der beiden Trainer sich dieser Floskel bediente ist nicht bekannt, jedoch zeigte Team David von Beginn weg, dass es den Favoriten Goliath nicht einfach so in die nächste Runde ziehen lassen will. Der LKZ verteidigte aggressiv und liess Yellow Winterthur nur wenig Spielraum. Da in der ersten Viertelstunde das Heimteam jedoch im Angriff zu oft sündigte, konnte das SPL1-Team von Yellow Winterthur jeweils mit zwei, drei Toren vorlegen. Ab der 20. Minute erhöhte dann der LK Zug aber den Druck auf das gegnerische Tor, glich aus und konnte kurz vor der Pausensirene mit einem Gegenstosstreffer sogar noch in Führung gehen (12:11). Gewonnen war zur Pause noch nichts, aber mit der Gewissheit, dass ein Sieg durchaus möglich ist, gingen die Spielerinnen des Zuger SPL2-Teams in der zweiten Halbzeit von Beginn weg konzentriert zu Werke. Yellow bekundete in der Startphase immer mehr Mühe, die Zuger Defensive zu überwinden, womit der LKZ erstmals mit vier Toren davon zog. Strafen gegen den LKZ und eine zeitweilig erhöhte Fehleranfälligkeit im Angriff führten dazu, dass die Gelben aus Winterthur dem Heimteam wieder gefährlich nahe kamen. Bei noch einem Tor Vorsprung zog der Gastgeber sein Time-Out und wohl mancher Zuschauer musste zu diesem Zeitpunkt befürchten, dass am Ende doch noch Goliath über David siegen wird. Doch weit gefehlt: das Zuger Team fand nun in der Defensive wieder den Zugriff auf die Angriffe von Yellow Winterthur und holte sich dabei das nötige Selbstvertrauen zurück. Obschon im Angriff des Heimteams nach wie vor die Stilsicherheit etwas vermisst wurde, erkämpfte man sich im Kollektiv die wichtigen Tore. Team David hatte nun sichtlich den längeren Atem und baute die Führung bis zum 26:21 Schlussstand aus, womit der Einzug in die nächste Cuprunde Tatsache wurde.

