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Drittes Spiel in sechs Tagen: Rhein-Neckar Löwen glücklich über Sieg gegen Plock

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Von Rudolf Schiffmann

St. Leon-Rot. (dpa) Nach all den Strapazen zählte am Ende nur der Sieg. «Das war das dritte Spiel in sechs Tagen für meine Mannschaft», sagte Nikolaj Jacobsen. Der Trainer des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen sah angesichts der immensen Belastung über manch einen Fehler seines Teams hinweg, das in der Champions League am Mittwochabend mit 31:27 (13:13) gegen Wisla Plock gewonnen hatte.

«Bei dem Tempo, das der Gegner vor allem am Anfang angeschlagen hat, war ich nicht sicher, ob wir das überleben werden», meinte Jacobsen nach dem Duell mit dem polnischen Vize-Meister. Das beeindruckte auch den Sportlichen Leiter Oliver Roggisch: «Die sind gerannt wie die Hasen.»

Der 13:13-Pausenstand war aus Sicht der Nordbadener noch das Beste an einer ersten Halbzeit, in der nicht nur der Gegner extrem gut spielte, sondern in der sich auch die Löwen mehr Ballverluste als gewohnt leisteten. «Wir haben uns das Leben selbst schwergemacht», sagte Regisseur Andy Schmid. Und Torwart Andreas Palicka räumte ein, dass seine Mannschaft für die zwei Punkte 60 Minuten hart habe kämpfen müssen - aber am Ende stimmte ja das Ergebnis, was nicht zuletzt auch am Schlussmann lag.

«Andreas hatte einen richtig guten Tag. Das hilft natürlich im Angriff, wenn man weiß, dass man nicht immer ein Tor machen muss, weil hinten ein starker Keeper zwischen den Pfosten steht», lobte Schmid den Schweden, der zweifelsohne einer der Sieggaranten war. Hinzu kamen ein treffsicherer Kreisläufer Rafael Baena (6 Tore), der sonst hinter Europameister Hendrik Pekeler eher im zweiten Glied steht, und starke Rückraumschützen auf den Halbpositionen.

Genau dort lief in dieser Saison nicht immer alles nach Wunsch, nachdem Kim Ekdahl du Rietz die Meistermannschaft verlassen hat und der angeschlagene Alexander Petersson (Nackenprobleme) bislang nur sporadisch zum Einsatz gekommen war. «Harald Reinkind hat ein sehr gutes Spiel gemacht und von Mads Mensah Larsen kamen in der zweiten Halbzeit entscheidende Tore», freute sich Palicka über die zwei treffsicheren Distanzschützen, die zusammen neun Mal erfolgreich waren.

Mit 3:1 Punkten haben die Löwen zweifelsohne einen guten Start in die Champions League erwischt, zumal sie gegen den Titelanwärter FC Barcelona ein Unentschieden retteten - und das nur 48 Stunden nach dem Bundesligasieg in Gummersbach. Und schon am Sonntag geht es in der Bundesliga gegen TuS N-Lübbecke weiter. Der Aufsteiger ist bislang noch sieglos, doch Palicka warnt: «Bundesliga ist Bundesliga. Wenn man da nicht zu 100 Prozent konzentriert ist, verliert man.»

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