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31:27-Erfolg gegen Wisla Plock: Die Löwen krallen sich zwei Punkte

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Von Hasso Waldschmidt

St. Leon-Rot. Nur drei Tage nach dem Handballfest der Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Champions League mit einer grandiosen Aufholjagd zum 31:31 gegen den ruhmreichen FC Barcelona, musste der Deutsche Meister gestern bereits wieder auf internationalem Parkett antreten - zum dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen. Diesmal allerdings nicht in der SAP Arena, sondern im St. Leon-Roter Harres. Eine ganze Nummer kleiner schien mit Orlen Wisla Plock dort auch der Gegner.

Doch diese Einschätzung wehrte Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen nach einem mühsamen 31:27 (13:13)-Sieg vehement ab. "Plock hat eine sehr gute Mannschaft, mit vielen Nationalspielern. Wir wussten, dass es schwer wird. Die sind gelaufen wie die Hasen," sagte der Däne, "ich wusste nicht, ob meine Spieler das durchstehen."

Das Tempospiel der Polen tat den Rhein-Neckar Löwen vor allem in der ersten Halbzeit richtig weh. "Wir hatten müde Beine, haben es aber hingekriegt," sagte der fünffache Torschütze Harald Reinkind. "Es war ein harter Kampf. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht, in der zweiten haben wir besser gespielt und sind viele Gegenstöße gelaufen."

Am erfolgreichsten in dem ausgeglichenen Spiel war neben Jerry Tollbring aber Rafael Baena Gonzales, dem sechs Treffer am Kreis gelangen. "Die haben eine gute Mannschaft und haben eine gute Abwehr gespielt," sagte der Spanier, "wir hatten einige Fehler, aber das kann passieren, die hatten die anderen auch."

Die Polen hatten es dem Deutschen Meister richtig schwer gemacht. Nur bis zum 3:0 in der 5. Minute hatten die Löwen Oberwasser und einen optimalen Start ins Spiel. Und schon in dieser frühen Phase folgte eine Auszeit des Gästetrainers Piotr Przybecki - und schon war es vorbei mit der Überlegenheit der Hausherren. Ganz im Stil des FC Barcelona am vergangenen Sonntag, zog Plock sogar mit bis zu vier Toren davon, ehe sich dann auch Nikolaj Jacobsen veranlasst sah, eine Auszeit zu nehmen - und auch er hatte Erfolg, bis zur Halbzeit kamen seine Löwen immerhin wieder bis zum 13:13-Ausgleich heran.

Nach dem Seitenwechsel folgte erneut ein Blitzstart, die Löwen gingen in Führung und ließen sich nun nicht mehr beirren. "Wir haben beide Anfangsphasen verschlafen, das wird auf diesem Niveau brutal bestraft", sagte Plocks Trainer Piotr Przybecki, der in der Bundesliga als ehemaliger Spieler bekannt ist und auch beim Rekordmeister THW Kiel am Ball war.

Bereits am Sonntag zur ungewohnten Zeit um 12.30 Uhr, geht es für die Löwen in der Bundesliga gegen den TuS N-Lübbecke in der SAP Arena weiter.

Rhein-Neckar Löwen: Tollbring 6, Baena Gonzalez 6, Reinkind 5, Mads Mensah Larsen 4, Schmid 4/1, Groetzki 3, Pekeler 1, Guardiola 1, Petersson 1.

Wisla Plock: Daszek 6/3, M. Gebala 4, Mihic 4, T. Gebala 3, Ivic 3, Obradovic 2, de Toledo 2, Ghionea 1/1, Krajewski 1, Duarte 1.

Stenogramm: 3:0, 3:2, 4:4, 5:6, 6:8, 8:12, 12:12, 13:13 (Halbzeit), 14:13, 16:14, 19:19, 22:19, 24:20, 28:23, 31:27 (Endstand).

Zuschauer: 1152.

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