Dritte Handball-Liga: SG Leutershausen mit makelloser Startbilanz
Heidelberg. (tib/hema/soz) Die SG Leutershausen hat das Spiel beim SC Magdeburg II mit 35:27 (17:11) gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Marc Nagel hat eine lupenreine Bilanz und steht in der 3. Handball-Liga Ost mit 8:0 Punkten an der Tabellenspitze.
Von Müdigkeit durch die lange Anreise war bei den "Roten Teufeln" nichts zu merken. Die Partie begann ausgeglichen, Felix Jaeger brachte Leutershausen nach sieben Minuten erstmals in Front: 4:3. Die Bergsträßer spielten offensiv konzentriert - auch Neuzugang Daniel Zourek konnte sich bei seinem Debüt in die Torschützenliste eintragen. Der 2,06 Meter große tschechische Rückraumspieler traf zum 11:9 (21.), stabilisierte aber vor allem die Abwehr. In den letzten Minuten vor der Halbzeitpause legte die SGL einen Zwischenspurt hin: von 13:11 (26.) zog man auf 17:11 weg.
Auch in der zweiten Spielhälfte ließ die Nagel-Sieben nichts anbrennen. Philipp Bauer leitete das Angriffsspiel der SGL, setzte seine Nebenleute gut in Szene und traf selbst nach Belieben. Am Ende war er neunmal erfolgreich und damit bester Schütze auf Seiten der Leutershausener. Auch Rechtsaußen Sascha Pfattheicher war gut drauf und sorgte mit dem 26:19 eine Viertelstunde vor Schluss für die Vorentscheidung. Er trug sich wie Felix Jaeger sieben Mal in die Torschützenliste ein. "In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel unter Kontrolle. Im Angriff haben wir das spielerisch sehr gut gelöst, dazu kam ein starker Alexander Hübe im Tor", freute sich Nagel.
SG Leutershausen: Hübe, Döding - Jaeger 7, Rolka 2, Stippel, Zourek 1, Ruß 5/4, Bauer 9, Gasser, Cirac, Pfattheicher 7, Kubitschek 3, Mantek 1, Karpstein.
Der TVG Großsachsen kassierte beim Tabellennachbarn HSC Coburg II eine 32:24 (17:13)-Niederlage und ist am Tabellenende angelangt. War das Problem in Bruchköbel der Angriff, so leistete man sich in Coburg in der Defensive mehrere Auszeiten. Marius Fraefel, Philipp Ulrich und Jan Triebskorn kehrten ins Team zurück und nährten Hoffnungen. Dafür war Marius Jörres geschäftlich verhindert und fehlte vor allem in der Defensive. Nach Treffern von Jan Triebskorn und Philipp Ulrich kam Großsachsen gut aus den Startlöchern, doch führten die Bergsträßer letztmals mit 6:7 (11.) durch Philipp Ulrich. Der Kreisläufer schied mit einer Schulterverletzung aus. Bis zum 20:18 (40.) blieb der TVG in Schlagdistanz, doch beim 25:19 (45.) war die Partie entschieden.
TVG Großsachsen: Fraefel, Sitter - Triebskorn 10/1, Schulz 3, Straub, Reisig 3, Spilger, Ulrich 3, Purucker, Unger 3, Buschsieper 1, Hildebrandt 1.
In Nußloch sind sie angefressen. Nicht nur über die erste Niederlage, das 33:37 bei der HBW Balingen-Weilstetten II, sondern viel mehr über die Art, wie der Drittliga-Meister sich zum zweiten Mal in Folge präsentierte: Nämlich ohne die bitter nötige Kampfkraft in der Abwehr. "Wir konnten in der Abwehr nicht überzeugen", analysiert Trainer Christian Job: "Der Zusammenhalt, die Aggressivität haben gefehlt, jeder hat für sich selbst vor sich hingekämpft." Das das überrascht, da die Abwehr zu Beginn der Saison wie in den vergangenen Jahren das Prunkstück der SGN war.
Nach dem 8:12-Rückstand kam Nußloch besser in die Partie, ging mit einem 17:16-Vorsprung in die Halbzeit. Bis zum 33:33 fünf Minuten vor Schluss blieb das Spiel ausgeglichen, ehe ein verschossener Siebenmeter es vorentschied. Job warnte in den Tagen vor dem Spiel inständig vor den gefährlichen Balinger Anspielen an den Kreis - es nutzte nicht viel, die Gastgeber erzielten neun Treffer aus kürzester Distanz.
Job will mit Gesprächen in den nächsten Tagen erreichen, dass sich Nußloch im Spitzenspiel beim Mitfavoriten TGS Pforzheim anders präsentiert: "Die haben einen sehr starken Angriff. So jedenfalls wie in den vergangenen beiden Spielen kann es nicht gehen." Die Statistik gibt ihm Recht: In der vergangenen Saison kassierte die SG Nußloch 25,6 Gegentore im Schnitt, in dieser Saison sind es bereits 29,2.
SG Nußloch: K. Bitz 8, Herrmann 8/2, Gordon 5, Kuch 4, Müller 2, Geppert 3, Buse 2, Pauli 1.
Für die Rhein-Neckar Löwen II gab es am Samstag die nächste Punkteteilung. Dreißig Sekunden vor dem Spiel-ende erzielte Patrick Zweigner noch die 30:29-Auswärtsführung für das Team von Cheftrainer Michel Abt, acht Sekunden vor dem Abpfiff konnte Gastgeber Hochdorf noch zum umjubelten 30:30-Endstand ausgleichen.
Rhein-Neckar Löwen II: Boudgoust, Bauer, M. Trost 5, Schneibel, Zweigner 2, Braun, Haider 4, Bolius 8/4, S. Trost 5, Röller 2, Meyer, Ganz 2, Keller, Kessler 2.
Die HG Oftersheim/Schwetzingen hatte das glücklichere Ende für sich. Die Truppe von Chefcoach Holger Löhr entschied das Duell bei der TSG Haßloch mit 25:24 für sich - Lino Messerschmidt sorgte für den Siegtreffer in der Schlussminute und die damit verbundenen zwei Auswärtspunkte. Überragender Akteur auf Seiten der HGO war mal wieder Rückraumschütze Daniel Hideg mit zehn Treffern.
HG Oftersheim/Schwetzingen: Gabel, Unser - Barthelmeß, Messerschmidt 3, Rodolf 1, Förch 3, Zipf 1, Sauer 3, Krämer, Fritsch 1, Mehl, Sauer 3, Körner 1, Hideg 10.

