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HC LINZ AG gibt Siebentorevorsprung aus der Hand

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Gar nicht nach Wunsch verlief die Anfangsphase des heutigen Spiels für die Heimmannschaft. Die Grazer spielten unbekümmert drauf los und legten gleich eine 2:0 Führung vor. Diesen Vorsprung hielten die Steirer bis zur 5. Spielminute (2:4) dann begann der Linzer Motor langsam zu laufen. Zur Pause führte der HC LINZ AG 16:10, baute diesen Vorsprung nach Seitenwechsel sogar auf 17:10 aus. Doch die HSG Graz kämpfte sich in einen wahren Speilrausch, erzielte in der 46. Minute den 19:19 Ausgleich und gewann am Ende sogar 27:26.

Srdjan Predragovic erzielte in der 8. Spielminute unter dem Jubel der Linzer Fans den erstmaligen Führungstreffer für die Stahlstädter (5:4), in der Defensive lief Goalie Nenad Mijailovic zu absoluter Topform auf. Der Oldie machte Chance um Chance zunichte, unter anderem entschärfte er zwei Siebenmeter im Gang. Die Linzer Angriffsmaschinerie kam ins Laufen, die Heimmannschaft setze sich bis zum Pausenpfiff sukzessive auf 16:10 ab.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhte der HC LINZ AG auf 17:10, die Zeichen standen auf Kantersieg. Aber es kam anders. Die Grazer holten Tor um Tor auf, kämpften sich in einen Spielrausch, den Linzern gelang kaum mehr etwas. Überhastete Angriffe, Schwächen in der Deckung und taktische Fehler ließen die Steirer in der 46. Spielminute zum Ausgleich kommen (19:19).

Die Stahlstädter waren in dieser Phase wie ausgewechselt, technische Fehler und Fehlwürfe prägten das Geschehen. Hoffnung kam noch einmal auf, als Klemens Kainmüller in der 57. Minute auf 26:24 stellte.

Das Linzer Publikum peitschte ihre Mannschaft nach vorne, die Stahlstädter konnten die fantastische Unterstützung allerdings nicht nutzen und mussten ein 3:0 der Grazer in den letzten Spielminuten zur Kenntnis nehmen. Nach einer tollen Aufholjagd sicherten sich die Grazer den knappen 27:26 Sieg.

Lukas Schweighofer, HSG Graz: „Die erste Halbzeit war abgesehen von den ersten Minuten so ziemlich das Schlechteste was wir in den letzten beiden Jahren abgeliefert haben. Da hat überhaupt nichts gepasst. Zur zweiten Halbzeit kann ich nicht viel sagen. Unglaublich und der Beweis dafür, dass man ein Spiel niemals aufgeben darf!“

Manuel Gierlinger, Trainer HC LINZ AG: „Die erste Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, Nenad Mijailovic hat uns mit tollen Paraden über die eine oder andere Abwehrschwäche hinweggeholfen. Unser Auftritt im zweiten Spielabschnitt ist mir ein Rätsel. 17 Tore darf man als Heimmannschaft in einer Halbzeit nicht bekommen. Wir haben uns leider um eine große Chance gebracht!“

3. Spieltag spusu HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2017/2018

HC LINZ AG vs. HSG Graz 26:27 (16:10)
Freitag, 15. September 2017, 19:00 Uhr
Spielprotokoll
Werfer HC LINZ AG: Srdjan Predragovic (12), Christian Kislinger (6), Klemens Kainmüller (3), Gojko Vuckovic (3), Philipp Preinfalk (1), Alen Bajgoric (1)
Werfer HSG Graz: Lukas Schweighofer (6), Nemanja Belos (5), Rok Simic (4), Matjaz Borovnik (3), Timo Gesslbauer (3), Filip Ivanjko (2), Ales Pajovic (2), Thomas Scherr (1), Otmar Pusterhofer (1)

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