Malschenberg: Im Portugieserdorf ist man gerne Gast
Malschenberg. (GW) Schönes Herbstwetter sorgte dafür, dass der Portugieserfestsonntag in diesem Jahr zu einem Erfolg für die beteiligten Vereine wurde. Im Weindorf am unteren Malschenberger Ortseingang boten die mitwirkenden Vereine das Beste aus Küche und Keller feil. Sowohl die Handballer vom TSV, der Gesangverein Klangfarben/Liederkranz, die Kooperation Los Amigos/Jugendkeller, der Sportschützenverein als auch der Musikverein und die Brunnenbergschule hatten alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Gäste zu bewirten.
Schon zum Frühschoppen füllte sich das Weindorf zusehends und viele nutzten die Gelegenheit zum Mittagessen. Am frühen Nachmittag stand dann der sonntägliche Höhepunkt auf dem Programm. Der große Festumzug schlängelte sich durch die Malschenberger Straßen. Angekündigt wurde das bunte Treiben von der Freiwilligen Feuerwehr Malschenberg, die sozusagen die Umzugsspitze bildete. Für einen ersten Stimmungskracher sorgten das Rauenberger Fanfarencorps unter Leitung von Hans-Peter Menges. Mit ihren fetzig vorgetragenen Liedern sorgten die Musiker für ersten Applaus am Straßenrand.
Egal, ob als kleine Herbstler oder mit Säcken als Waldbewohner (des Waldkindergartens) verkleidet - die kleinen Malschenberger von den Kindergärten lernen schon früh, sich am Umzug zu beteiligen. Ihnen folgten die Schüler der Brunnenbergschule, die in hübschen Schürzen handgemachte Sonnen und Portugieserflaschen durch den Ort trugen. Eine Augenweide war wieder einmal mehr der Erntewagen des Liederkranzes Malschenberg. Alles, was auf der Malschenberger Gemarkung wächst, war hier zu sehen. Der Musikverein Malsch kündigte die Mannen vom TSV Malschenberg an. Diese waren in diesem Jahr mit einer Fußgruppe vertreten und huldigten "ihrem besten Wein, dem Portugieserwein". Den Wagen aus Rauenberg stellte heuer die KJG, die Werbung machte für das eigene Kerwezelt in Rauenberg. Der Frohsinn Rotenberg war ebenfalls mit einem Wagen vertreten, auf dem sich eifrige Sänger tummelten, ganz nach dem Motto: "Wer singt, bleibt fit".
Bevor der Musikverein Rauenberg die Kurpfälzische Weinkönigin Patricia mit ihren Prinzessinnen ankündigten, gab es bei der Jugendfeuerwehr von ihrem "Durstlöschzug" herunter für das Publikum am Wegesrand Wein "fer umme". Die Kooperation Los Amigos/Jugendkeller war mit abgasfreien Bobby-Cars im Umzug vertreten, und Malschenbergs Perkeo Jürgen Keilbach und sein Mundschenk Thomas Müller ließen sich dazu herab, den einen oder anderen guten Tropfen Portugieserwein an die Besucher am Wegesrand auszuschenken.
Für mächtig Stimmung bei den Besuchern des 60. Portugieserfestumzugs sorgte dann die Trachtenkapelle Harmonie Malschenberg unter Dirigent Erich Merklinger. Spontanen Beifall gab es für die schmissigen Weisen. Diesen erntete ebenso Portugieserkönigin Annika, die in einem schmucken Cabriolet von Bianca Illa durch Malschenbergs Straßen chauffiert wurde. Vom Wagen der Stadtverwaltung schenkten Bürgermeister Peter Seithel, Malschenbergs Ortsvorsteher Ludwig Schäffner, Hauptamtsleiterin Nina Gellert und Ordnungsamtsleiterin Meike Längle köstlichen Wein an das froh gelaunte Publikum aus. Den Abschluss des bunten Lindwurms bildete das örtliche DRK.
Anschließend wurde dann im Weindorf das 60. Portugieserfest mit großer Feierlaune begangen. Die Malschenberger Gastfreundschaft veranlasste so manchen, länger dort zu verweilen als geplant: Hier ein köstlicher Schluck Wein, dort etwas Gutes aus der Vereinsküche und hier ein kleiner Schwatz, die Zeit verging wie im Flug.
Am Montag öffnete das Weindorf dann schon am Vormittag. Der zünftige Frühschoppen ging nahtlos ins Mittagessen über, Schlachtplatte, Wildgulasch und vieles mehr verwöhnten die Gaumen. Am Nachmittag sorgten die Kindergärten für Unterhaltung bei den kleinsten Malschenbergern. Die Besucher vergnügten sich bis in den Abend hinein an den Ständen der Vereine oder bei den von den Schaustellern dargebotenen Attraktionen.
Mit einsetzender Dunkelheit nahte dann auch der Höhepunkt am Montag. Ein grandioses Feuerwerk bildete den würdigen Abschluss des Jubiläums-Portugieserfestes. Zufrieden mit dem Festverlauf zeigte sich Ortsvorsteher Ludwig Schäffner. "Vor allem am Sonntag und Montag hatten wir einen guten Besuch. Die Vereine haben wieder ihr Bestes gegeben, um die vielen Gäste zu verwöhnen. Ihnen gilt mein Dank, ebenso wie der Stadtverwaltung, dem Bauhof sowie Feuerwehr und DRK", erklärte Ludwig Schäffner abschließend.

