Handball Dritte Liga: Die Drittligisten der Region wollen auswärts punkten
Hirschberg-Leutershausen. (tib/hema/soz) Die Stimmung an der Bergstraße ist gut. Nach dem Sieg der SG Leutershausen gegen die U23-Auswahl des HC Erlangen steht die Mannschaft von Trainer Marc Nagel alleine an der Tabellenspitze. Mit 6:0 Punkten aus drei Saisonspielen hat die SGL einen souveränen Start hingelegt. "Wir sind in der 3. Liga angekommen", urteilte Nagel. Dennoch ist man bei den "Roten Teufeln" nicht zufrieden: "Ich würde sehr gerne zwei Punkte in Magdeburg mitnehmen, das macht man nicht so oft."
Denn am Samstag um 19 Uhr gastiert die SGL in der 3. Liga Ost bei der U23 des SC Magdeburg in der Hermann-Gieseler-Sporthalle. "Bei Magdeburg wird kein Spieler dabei sein, der kein Handball spielen kann - das sind alles perfekt ausgebildete junge Spieler mit Perspektive - wir freuen uns auf diese anspruchsvolle Aufgabe." Die "Roten Teufel" gehen mit einem vollen Kader in die Begegnung. Lediglich Jonas Kupijai wird der SGL noch lange fehlen.
Nach dem guten Start mit dem Sieg in Baunatal geriet der Motor des TV Germania Großsachsen in den letzten beiden Spielen ins Stocken. Im Heimspiel gegen Nieder-Roden leistete man sich einen zehnminütigen Blackout und kassierte gegen einen starken Gegner im ersten Heimspiel die erste Niederlage. Nach der sorgfältigen Aufarbeitung sollte das Ruder beim Aufsteiger Bruchköbel herumgerissen werden. Dies gelang nicht. Trotz der vielen Verletzten schob TVG-Trainer Stefan Pohl nicht alles auf die Ausfälle: "Wir müssen einfach disziplinierter auftreten. Es kann nicht sein, dass wir im Angriff so viele technische Fehler machen. Auswärts nur 23 Tore zu bekommen, ist okay, aber nur 20 zu schießen, ist inakzeptabel."
Am Samstag fährt der TV Germania zur Reservemannschaft des HSC Coburg. Die Franken stehen wie der TVG mit 2:4 Punkten am Ende der Tabelle. Für die beiden Teams geht es also um viel. Will man nicht gleich am Ende der Tabelle hängen, heißt es für die Saasemer: Verlieren verboten. Wer beim TVG im Frankenland dabei sein wird, bleibt abzuwarten. Am Montag trainierten nur die vier Außenspieler voll und zwei Rückraumspieler stark reduziert. Der Rest des Teams war bei Rehamaßnahmen anzutreffen. "Doch wir schauen nach vorne, etwas anderes bleibt uns nicht übrig", sagte Pohl direkt nach dem Spiel in Bruchköbel: "Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat und werden in Coburg alles versuchen."
In der Südstaffel gastieren die Rhein-Neckar-Löwen II beim TV Hochdorf. Auch die Löwen sind noch ungeschlagen und rangieren auf dem zweiten Tabellenplatz hinter der SG Nußloch.
Und auch die HG Oftersheim-Schwetzingen muss auswärts antreten. Um 19.30 Uhr gilt es am Samstag für das Team von Trainer Holger Löhr bei der TSG Haßloch. Für die HG lief es nicht ganz so gut, von drei Spielen konnte man lediglich eines für sich entscheiden - zweimal ging man als Verlierer vom Parkett.
Der gegen Oppenweiler verlorene Punkt (30:30) tut der SG Nußloch weh. "Das darf uns nicht passieren", sagt der erfahrene Linksaußen Sebastian Körner: "Wir müssen cleverer sein." Trainer Christian Job fordert von seiner Mannschaft vor allem eine bessere Abwehrleistung: "Wir müssen uns verinnerlichen, dass wir immer 100 Prozent Einstellung und 100 Prozent Aggressivität an den Tag legen müssen. Vielleicht ist es aber auch ein Weckruf zur rechten Zeit."
Denn jetzt hat der Meister zwei schwere Spiele in Balingen und eine Woche später beim Mitfavoriten Pforzheim. Andrej Klimovets, der ehemalige Weltklasse-Kreisläufer der Rhein-Neckar Löwen, ist nun Trainer in Pforzheim und spionierte in der Olympiahalle. Er kam zu dem Schluss: "Nußloch hat eine unglaubliche Mannschaft. Ich traue ihr auch in dieser Saison die Meisterschaft zu."
Trotz der Selbstkritik und der verbesserungswürdigen Leistung gegen Oppenweiler hat der Meister immer noch eine glänzende Ausgangsposition. Nußloch steht nach dem dritten Spieltag an der Tabellenspitze. Und einen Trumpf hat die SGN auch noch in der Hinterhand: Der lettische Nationalspieler und Neuzugang Raimonds Trifanovs wurde von Christian Job im letzten Spiel noch nicht eingesetzt. Weil die Gegner seine Stärken noch nicht kennen, könnte er also in Balingen und Pforzheim für überraschende Momente sorgen.
3. Liga Ost Männer:
Samstag, 19 Uhr: SC Magdeburg II - SG Leutershausen
Samstag, 19 Uhr: HSC Coburg II - TVG Großsachsen
3. Liga Süd Männer:
Samstag, 18 Uhr: TV Hochdorf - Rhein-Neckar Löwen II (Sportzentrum)
Samstag, 19.30 Uhr: TSG Haßloch - HG Oftersheim/Schwetzingen (Sportzentrum)
Samstag, 19.30 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten II - SG Nußloch

