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MAZ: Adler unterliegen beim Saisonauftakt

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Beim Auftakt in die dritte Handballliga stand gleich ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm – das Brandenburgderby zwischen Oranienburg und Potsdam. Am Ende gewann der OHC die Begegnung der Staffel Nord mit 32:24. Den Ehrenanstoß der Partie in Oranienburg hatten zwei prominente Brandenburgerinnen vorgenommen.

Oranienburg. Noch einmal wuchtete sich Ivan Szabo dem Ball entgegen, noch einmal brachte der Schlussmann seinen Körper zwischen Spielgerät und Tor. Die Sirene dröhnte durch die Arena, dann war die Partie vorbei und das Ensemble des Oranienburger HC versammelte sich zu ersten Jubelritualen.

Wenig später gab Szabo, der stark gespielt hatte, ein Statement nach dem 32:24 (14:12)-Heimerfolg im Landesderby der dritten Handball-Liga Nord gegen den 1. VfL Potsdam ab. „Das war ein sehr schöner Abend für uns“, sagte der OHC-Keeper breit grinsend wie ein Neunmeter-Raum, der ganze Druck der Auftaktpartie war Erleichterung gewichen, „wir sind sehr froh, dass uns der Auftakt gelungen ist und dass es nach der Vorbereitung nun wieder losgeht.“

Auf der anderen Seite galt es, eine Niederlage aufzuarbeiten, die vielleicht um ein paar Treffer zu deutlich ausgefallen war – Oranienburg hatte aber vor 936 Zuschauern in der heimischen MBS-Arena einen ungefährdeten Sieg erkämpft. „Wir haben sicher den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht, aber im Großen und Ganzen haben wir gegen die heute viel bessere Mannschaft verloren“, befand Trainer Daniel Deutsch, „vielleicht ist der Sieg um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen, aber wenn man den gesamten Spielverlauf sieht, spiegelt das Ergebnis auch das Spiel wider. Leider.“ Der VfL hatte das Spiel in der ersten Hälfte offen gehalten. Bei einem Zwischenspurt des OHC in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs musste die Potsdamer Equipe auch wegen einiger Unkonzentriertheiten abreißen lassen. Beim 21:14 (41.Minute) war die Partie vorentschieden. In der Schlussphase feierten sich die OHC-Fans oben auf den Rängen bereits dem Derbysieg entgegen, während die Vertretung aus Oberhavel unten auf dem Parkett mit einem komfortablen Sieben-bis-acht-Tore-Polster auf der Zielgeraden dem Sieg in der Partie entgegensteuerte, die längst in den Rang eines landesweiten Highlights aufgestiegen ist: Mit Ehrenanwurf – den die beiden Fußball-Olympiasiegerinnen Svenja Huth und Tabea Kemme vom 1. FFC Turbine vorgenommen hatten – Derby-Atmosphäre und Hotspot-Wirkung.

Der OHC knüpfte an die vergangene Saison an. Das Team präsentierte sich in der Offensive sogar noch eine Spur variantenreicher als beim Derbysieg gegen den 1. VfL im vergangenen Frühjahr. „Nach der langen Vorbereitung war es schön, mit einem Heimsieg zu starten“, sagte Oranienburgs Trainer Christian Pahl auf der Pressekonferenz, „besser geht es nicht. In der ersten Halbzeit haben wir in der Defensive nicht gut gestanden, wir waren zu passiv. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ins Spiel reingebissen, in der Abwehr stark gespielt und vorne sehr effektiv geworfen. Wir sind einfach nur glücklich über diesen Start.“

Der VfL befindet sich dagegen weiter auf der Suche nach dem Rezept, um den enormen Substanzverlust, der durch den Umbruch und Abgänge wie Nils Gugisch oder Julius Dierberg, die beide zum aufstrebenden Zweitligisten HC Elbflorenz gewechselt sind, zu kompensieren. Einige Tage bleiben noch, um einen geeigneten Schlüssel zu finden, dann wartet die nächste Herausforderung in der dritten Liga: Am kommenden Sonnabend, 2. September, empfängt das Team in der heimischen MBS-Arena den DHK Flensborg (Start: 19 Uhr). Der OHC empfängt zu Hause den TSV Burgdorf II (Anwurf: 18.30 Uhr).

Von Lars Sittig

http://www.maz-online.de/Nachrichten/Sport/Adler-unterliegen-beim-Saisonauftakt

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