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Handball Supercup: Rhein-Neckar Löwen gegen "Zebras"

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Von Daniel Hund

Heidelberg. Dortmund und Bayern haben es vorgemacht. Die Münchner gewannen den Supercup, jubelten in Dortmund. Das war Fußball, heute ist Handball: In Stuttgart steigt der Supercup. Zwischen den Kreisen der Porsche Arena geht es rund. Ab 19 Uhr heißt es Löwen gegen Kieler "Zebras", Meister gegen Pokalsieger. Spiel, Spaß und Spannung scheinen vorprogrammiert zu sein.

Niklas Landin, der Ex-Löwe und Jetzt-Kieler, sieht es ähnlich. Der Keeper freut sich, lächelt: "Solche Spiele sind immer richtig geil. Es sind viele Zuschauer in der Halle, es geht sofort um eine Trophäe. Da ist es ganz klar, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wolle."

Eine klare Ansage also. Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen wählt einen anderen Ansatz. Gewinnen will der Meistermacher auch, aber nicht um jeden Preis. Der Däne zur RNZ: "Natürlich würden wir diesen Titel gerne verteidigen, allerdings hat der Saisonstart am Sonntag in Lemgo Priorität."

Oder anders: Auch gegen die Riesen von der Ostsee wird Jacobsen nichts riskieren. Der Einsatz von Alexander Petersson, der im rechten Rückraum eine Macht ist, scheint erneut fraglich zu sein. Zuletzt war der Isländer bekanntlich nur Bankangestellter, drückte die Daumen statt den kleinen Harzball.

Laut Jacobsen eine reine Vorsichtsmaßnahme, nichts wildes. Beunruhigend ist es aber schon. Denn die Löwen ohne Petersson, das ist fast wie die Bayern ohne Arjen Robben. Beide sind kaum zu stoppen und beide haben das gleiche "Problem": das Alter. Robben ist 33, Petersson bereits 37. Da häufen sich die Verletzungen. Oder besser: Es dauert länger, bis sie wieder aus den Knochen geschüttelt sind.

Zurück zum tierischen Duell, zu den Löwen und den "Zebras". So richtig mögen tun die sich nicht. Die Rivalität ist groß. Mit Thorsten Storm wirbelt im hohen Norden einer als Manager, der lange auch bei den Löwen gewirbelt hat. Von 2007 bis 2014. Unter ihm blieben die großen Erfolge aus. Jetzt sind sie da.

Viele sagen, das wäre auch sein Verdienst, weil er die Vorarbeit geleistet hat. Andere sagen weniger nettes. Zum Beispiel, dass seit Storm weg ist, ein anderer Wind wehen würde, dass sich nun auch die Spieler wohler fühlen, dass alles viel familiärer sei.

Wie auch immer, heute möchten beide gewinnen. Wer ist eigentlich Favorit? Nimmt man den Etat als Maßstab, ist es Kiel. Finanziell hat der THW in Deutschland nach wie vor die Nase vorne. Dementsprechend groß ist aber auch der Druck auf die Mannschaft von Alfred Gislason. Eine weitere Saison ohne Meistertitel wäre ein verlorenes Jahr. Auch Trainer-Ikone Gislason dürfte dann nicht mehr zu halten sein. Erst kürzlich forderte Storm in einem Interview wieder Titel.

Den ersten können die Nordlichter bereits heute abstauben.

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