Siegreich beim Pokalauftakt: Rhein-Neckar Löwen überspringen die ersten Pokal-Hürden
Von Daniel Hund
Darmstadt. Am Ende war es ein Spaziergang. Zwei Tage, an denen die Rhein-Neckar Löwen nichts anbrennen ließen: Beim Final-Four-Turnier in der ersten Runde des DHB-Pokals erspielten sich die Gelben zwei Siege: Samstags wurde Bundesliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten mit 41:28 (18:11) ausgeschaltet, sonntags musste dann auch noch der ThSV Eisenach dran glauben. 41:30 (21:13) hieß es da nach 60 einseitigen Handball-Minuten.
Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen freute das, wunschlos glücklich war der Däne aber nicht: "Aber das bist du ja nie", schmunzelte er im RNZ-Gespräch, "es gibt immer Dinge, die du besser machen kannst." Angetan war der Meister-Trainer vor allem von der eigenen Angriffsleistung. "Die erste und zweite Welle hat schon sehr gut geklappt", lobte er.
Aus dem Vollen schöpfen konnte der Taktikfuchs nicht: Alexander Petersson wurde das komplette Wochenende über geschont. Patrick Groetzki und Gudjon Valur Sigurdsson schauten gestern zu.
Los ging es in Darmstadt durchwachsen. Im Auftakt-Duell, war es zunächst Balingen, das den Ton angab. Auf 3:0 schossen die Schwabenpfeile davon. Drei Minuten waren da gespielt - und nun wachten auch die Löwen auf, dominierten, brillierten aber noch nicht: Erst gegen Ende der ersten Halbzeit zog der Deutsche Meister davon. Nach 25 Minuten stand es 16:9. Ein beruhigender Vorsprung, der auch nicht mehr schrumpfte.
Gesprächsbedarf herrschte danach trotzdem. Oliver Roggisch, der Sportliche Leiter der Badener, grummelte: "Am Anfang hatten wir schon ein paar Probleme." Und auch Kreis-Riese Hendrik Pekeler grübelte. Der Europameister: "Vielleicht waren wir einfach etwas müde nach der harten Vorbereitung."
Am Mittwoch will man nun ausgeruhter sein. Dann steht bereits der erste Titel auf dem Programm: Die Löwen treffen in der Stuttgarter Porsche Arena auf den THW Kiel. Es ist Supercup-Zeit. Pokalsieger gegen Meister. "Zebras" gegen Löwen. Anwurf ist um 19 Uhr.
"Unseren Titel würden wir gerne verteidigen. Aber oberste Priorität hat trotzdem der Bundesliga-Start am Sonntag in Lemgo", stellt Jacobsen klar.
Der Respekt vor Kiel ist jedenfalls groß. Jacobsen schätzt die Nordlichter stärker ein als in der Vorsaison. Auch wegen Miha Zarabec, dem neuen Spielmacher, dem Ersatzmann für den verletzten Domagoj Dunvjak. Aber die Löwen haben auch so einen - und der ist noch besser: Andy Schmid. Der Schweizer, der an einem guten Tag nicht zu stoppen ist.
Löwen gegen Balingen: Pekeler 7, Reinkind 7, Mensah 6, Rnic 5, Guardiola 4, Sigurdsson 3, Tollbring 3/1, Groetzki 2, Taleski 2, Schmid 1, Radivojevic 1
Löwen gegen Eisenach: Schmid 4, Radivojevic 4, Baena 6, Tollbring 6, Rnic 5, Mensah 2, Pekeler 2, Reinkind 9, Guardiola 3

