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Saisonvorbereitung: Rhein-Neckar Löwen "biegen auf die Zielgerade ein"

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Von Daniel Hund

Heidelberg. Zwei Testspiele binnen 24 Stunden - hinter den Handballern der Rhein-Neckar Löwen liegt ein ereignisreiches Wochenende: Freitags erlegte der deutsche Meister die eigene Reserve mit 52:28 (28:18), ehe am Samstag auch die MSG Groß-Bieberau/Modau mit 47:17 (19:8) geschlagen wurde.

In beiden Partien wechselte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen munter durch. Gegen Groß-Bieberau war der spanische Kreis-Bär Rafa Baena am treffsichersten. Der 130-Kilo-Mann erzielte acht Tore. Gegen die Löwen II - so heißt die Reserve seit dieser Saison - brannten die Flügelspieler ein Feuerwerk ab: Patrick Groetzki auf rechts und Neuzugang Jerry Tollbring auf links trafen jeweils sieben Mal.

Nikolaj Jacobsen, wie zufrieden sind Sie denn bislang mit der Vorbereitung?

Bis jetzt bin ich mit ihr sehr zufrieden. Wir sind gut dabei. Die Jungs geben im Training Gas und laufen viel. Die Sachen mit Ball klappen ebenfalls bereits sehr gut. Positiv ist natürlich auch, dass wir bislang kaum ernsthafte Verletzungen hatten. Lediglich Andy Schmid hat zuletzt pausiert.

Er hat sich am Fuß verletzt. Wie ist das denn eigentlich genau passiert und droht er möglicherweise zu Saisonbeginn auszufallen?

Nein, Andy hätte auch schon in den Testspielen gegen unsere zweite Mannschaft oder in Groß-Bieberau wieder mitspielen können, aber wir wollten da auf keinen Fall ein Risiko eingehen. In dieser Woche wird er wieder voll bei uns mit trainieren können. Passiert ist es bei einer Spielform im Training. Es ging darum Gegenstöße zu laufen, dabei ist Andy umgeknickt, weil er auf einen anderen Fuß getreten ist.

Die Bundesliga scheint an der Spitze immer ausgeglichener zu werden. Aus dem Dreikampf der letzten Jahre könnte nun ein Sechskampf werden. Magdeburg, Berlin und Melsungen haben mächtig aufgeholt.

Das stimmt. Ich tippe auch auf eine Art Sechskampf. Deshalb wird es auch ein sehr interessantes und sicher auch ein sehr spannendes Jahr. Ich kann wirklich kaum sagen, wer diesmal denn den besten Kader hat. Wir müssen hier die ersten Spieltage abwarten und schauen, wie sich das alles so entwickelt.

Wie wichtig sind denn solche Testspiele gegen unterklassige Mannschaften wie zuletzt?

Die sind für mich sehr wichtig. In diesen Spielen können wir das anwenden, was wir im Training üben. Das geht in solchen Spielen einfach besser. In unserer aktuellen Phase macht es keinen Sinn gegen Topteams zu testen. Denn dadurch verlierst du einen wichtigen Trainingstag, weil du dich nach starken Gegnern erst einmal erholen musst. Und Drittligisten können außerdem auch recht gut Handball spielen. Nächste Woche treten wir dann ja beim Turnier in Gummersbach gegen den Gastgeber, Vardar Skopje und Flensburg an. Da wissen wir dann genau, wo wir stehen und wo wir noch nachlegen müssen.

Wie groß ist die Vorfreude denn auf den Start der Bundesliga und der anderen Wettbewerbe?

Die ist natürlich groß. Wir biegen auf die Zielgerade ein. Ab Montag werden wir auch die Laufeinheiten reduzieren. Es geht jetzt verstärkt um taktische Dinge.

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