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Europapokal: Berliner Handball-Füchse tun es den Hertha-Fußballern gleich

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Für die Fußballer von Hertha BSC stand erst durch den Pokalsieg von Borussia Dortmund fest, dass sie den Sprung in die Gruppenphase der Europa League geschafft haben. Die Handball-Füchse aus Berlin erreichten diesen Erfolg bereits drei Spieltage vor Schluss der aktuellen Bundesliga-Saison durch den 29:27-Sieg beim TBV 1898 Stuttgart am 31. Spieltag. Drei Tage zuvor verhinderte der Hauptstadtklub durch das dramatische 25:25-Unentschieden noch, dass Magdeburg in der Tabelle vorbeizog. Das Prestigeduell um den 4. Platz wird aus Sicht der Berliner also die beiden letzten Spieltage prägen.


Die „Fuchsbau“ genannte Max-Schmeling-Halle in Berlin-Prenzlauer Berg ist die Heimspielstätte der Berliner Füchse. Bildquelle: 360b – 173193857 / Shutterstock.com

7.500 Zuschauer im Schnitt
Bei den Sportwettenanbietern im Internet ist Fußball natürlich die Sportart Nummer eins. Mehr als 50.000 Zuschauer sahen die Heimspiele der Hertha durchschnittlich pro Spiel. Aber auch die Handball-Bundesliga bietet spannende Spiele und erfreut sich bei den Sportwettern immer größerer Beliebtheit. Mit durchschnittlich knapp 7.500 Zuschauern pro Spiel belegten die Füchse Berlin in dieser Saison Platz drei im Zuschauerranking.

Sponsoring der Sportwettenanbieter im Handball
Auch die Sportwettenanbieter engagieren sich immer mehr im Handball. So ist zum Beispiel die Löwen-Gruppe mit ihrer Marke ADMIRAL Hauptsponsor der Rhein-Neckar Löwen. Als Teil der Novomatic-Gruppe gehört die Löwen-Gruppe zu Europas größtem integrierten Glücksspielkonzern und betreibt unter der Marke ADMIRAL Spielhallen und Sportwett-Shops.

Der Anbieter Bet90 ist Premium Partner beim THW Kiel und Smartbets ist Kooperationspartner beim TBV 1898 Stuttgart.


Die Erfolge der deutschen Handball-Männer haben den Sport in den letzten Jahren auch für Sponsoren interessant gemacht. Bildquelle: eigene Darstellung

Spannungsabfall nach Sicherung der Teilnahme am EHF-Cup
Nachdem feststand, dass die Berliner Füchse auch in der kommenden Saison international dabei sind, war bei der Mannschaft aus der Hauptstadt ein leichter Spannungsabfall zu verzeichnen. Das letzte Heimspiel der Saison ging gegen den abstiegsbedrohten VfL Gummersbach überraschend mit 27:28 verloren. Dadurch verpassten die Füchse die Chance, nach Punkten mit dem drittplatzierten THW Kiel gleichzuziehen und womöglich sogar noch die Teilnahme an der EHF Champions League zu schaffen. Kiel verlor am 32. Spieltag beim neuen Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen relativ deutlich mit 28:19.

Stattdessen gerät nun sogar Platz 4 noch einmal in Gefahr, da die nur einen Punkt dahinterliegenden Magdeburger durch das 24:24-Unentschieden in Leipzig nach Punkten gleichzogen. Am Sonntag, den 04. Juni legten die Magdeburger mit einem deutlichen Sieg von 41:29 vor und verringerten den Abstand in der Tordifferenz von 22 auf 10. Berlin legte am Montag gegen Minden mit einem 26:29-Sieg nach und behauptete Platz 4 in der Tabelle mit nun 13 Toren Vorsprung.

Fernduell am letzten Spieltag

Am 34. und letzten Spieltag fallen die letzten Entscheidungen um den Abstieg sowie um Platz 4 und 5. Während die Füchse Berlin nur etwa 200 Kilometer ins sächsische Leipzig reisen müssen, ist der Weg der Magdeburger etwa doppelt so lang und führt zum HC Erlangen. Theoretisch könnten beide Mannschaften nach Punkten noch zum THW Kiel aufschließen. Da die Ostseestädter aber zum bereits abgestiegenen HBW Balingen-Weilstetten reisen müssen und auch in der Tordifferenz einen komfortablen Vorsprung von fünfzehn Toren gegenüber Berlin haben, ist eine Überraschung ziemlich unwahrscheinlich.


Ausschnitt aus der aktuellen Tabelle der Handball-Bundesliga

Sechs Europapokalplätze für Deutschland

Läuft es so wie in der letzten Saison, werden auch in diesem Jahr wieder sechs internationale Startplätze an die Klubs der deutschen Handball-Bundesliga vergeben. Welcher Wettbewerb es sein wird, hängt von der Platzierung in der Meisterschaft oder des Gewinns eines internationalen Pokals ab:
  • Champions League Teilnehmer 1: Rhein-Neckar Löwen als Deutscher Meister
  • Champions League Teilnehmer 2: SG Flensburg-Handewitt als Deutscher Vizemeister
  • Champions League Teilnehmer 3: THW Kiel als Tabellendritter (Beantragung eines Upgrades bei der EHF nötig)
  • EHF Pokal-Teilnehmer 1 & 2: Füchse Berlin und SC Magdeburg als Tabellenvierter und -fünfter der Meisterschaft
  • EHF Pokal-Teilnehmer 3: FA Göppingen als Gewinner des EHF Pokals
Saisonziele erreicht

Alles in allem können die Füchse Berlin auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Saisonziele wurden mit der erneuten Europapokal-Teilnahme und dem Einzug ins Final Four des EHF-Pokals erreicht. Bei etwas mehr Konzentration zum Saisonende hin wäre vielleicht auch die Teilnahme an der Champions League drin gewesen. Das EHF Pokalfinale ging mit 30:22 relativ deutlich gegen Frischauf Göppingen verloren. Im DHB-Pokal war in diesem Jahr im Achtelfinale Schluss, als gegen SG Flensburg-Handewitt mit 36:34 n.V. verloren wurde.

Durch die Titelverteidigung beim Super Globe 2016, der offiziellen Klubweltmeisterschaft der IHF, sicherten sich die Berliner zudem die erneute Teilnahme am Super Globe 2017. Die Endrunde wird vom 25. bis 28. August 2017 voraussichtlich erneut in Katars Hauptstadt Doha stattfinden. Allerdings steht Katar im Verdacht der Terrorismusunterstützung, weshalb Anfang Juni zahlreiche Länder die diplomatischen Beziehungen zum Emirat Katar abgebrochen haben. Eine Verlegung des Austragungsortes durch die IHF ist durchaus möglich.

Füchse Berlin – Fakten und Zahlen

Abschließend noch eine Infografik zum Klub Füchse Berlin mit den Gründungsdaten, Informationen zur Max-Schmeling-Halle sowie den Erfolgen und den Saisonplatzierungen der letzten zehn Jahre:

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