1. FC Köln gegen Werder Bremen: Der FC von Wunsch-Fußball weit entfernt
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Der 1. FC Köln lässt gegen Bremen eine große Chance liegen. Der FC verliert zu einfach seine Linie. Noch ist vom geplanten Fußball wenig zu sehen. Der 1. FC Köln ist mit einer Ansage in die neue Saison gegangen: Die Mannschaft wollte unter René Wagner offensiver, risikoreicher, aggressiver und aktiver Fußball spielen lassen. Die ersten vier Pflichtspiele zeigen: Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Am Samstagabend vergab der FC eine große Chance. Gegen schwache Bremer war ein Sieg nicht nur möglich. Vom Spielverlauf her hätte er eigentlich Pflicht sein müssen. Früher Elfmeter, frühe Führung und vor allem ein spielerisch ganz schwaches Werder: Der FC befand sich nach 30 Minuten auf der Siegerstraße. Passiver FC bettelt um das Gegentor Und dann hatte Trainer Wagner ja noch zwei Geheimwaffen auf der Bank: Ragnar Ache als bisherigen Stamm-Stürmer und vor allem Said El Mala, nach einer Erkältung noch etwas geschwächt. Doch wer solche Joker auf der Bank hat und dann gegen einen fußballerisch einfallslosen Gegner auch noch im heimischen Müngersdorf führt, der muss dieses Spiel gewinnen. Von Overath bis El Mala: Eine große Nummer mit Zoffpotenzial Mikey Moore: Der aufregendste FC-Transfer des Sommers Doch der FC zeigte nach gutem Start eine erschreckende Passivität, verfiel in eine Verwaltungs- statt Gestaltungsmodus, machte nur noch das Nötigste. Und wenn man böse ist, muss man es so formulieren: In der zweiten Hälfte bettelten die Geißböcke dann um den Ausgleich. Niklas Füllkrug tat dem FC den Gefallen nur zu gerne. Rückfall in alte Zeiten Die Chance war da, nach drei Spieltagen auf sechs Punkte zu stellen und mit Ruhe und Selbstvertrauen in die nächsten, ebenso spannenden Spiele beim HSV und zuhause gegen den Erzrivalen aus Mönchengladbach zu gehen. Stattdessen fehlen nun Punkte. Vielmehr muss Wagner beantworten, warum sein Team gegen den SV Werder zwischenzeitlich die Arbeit einstellte. Es war ein unnötiges 1:1, das sich fast wie eine Niederlage anfühlte. Genau solche Spiele wollte beim FC eigentlich nicht mehr sehen. Es war ein Rückfall in alte Zeiten, die es auch unter Vorgänger Lukas Kwasniok regelmäßig gab. Dabei ist der Kader heute besser und soll noch mehr zu dem Fußball passen, für den der FC stehen will. Das Problem: Diesen Fußball hat man in dieser Saison erst in ganz wenigen Augenblicken zu sehen bekommen. Bislang ist das also eindeutig zu wenig.

