Fifa: Erpressungsvorwurf gegen Gianni Infantino – Gelder vorenthalten?
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Auf Gianni Infantino prasselt seit Tagen Kritik ein. Nun formulierte ein Fußball-Funktionär eine besonders heftige Anschuldigung in Richtung Weltverband. In der aktuellen Fifa-Krise sieht sich der angezählte Präsident Gianni Infantino nun auch Erpressungsvorwürfen ausgesetzt. Der Chef des jordanischen Fußballverbandes, Prinz Ali bin al-Hussein, behauptet, dass seinen Auswahlspielern in den vergangenen Monaten von der Fifa Gelder vorenthalten worden seien. "Bis mir während der Weltmeisterschaft mündlich mitgeteilt wurde, dass es unserem Fußballverband sehr helfen würde, wenn ich Infantino unterstütze", schrieb al-Hussein dazu auf der Plattform X. "Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun", stellte der Prinz klar und ergänzte: "Aber die gesamte Situation läuft auf Erpressung hinaus und wir weigern uns, das zuzulassen." Heftiger Gegenwind für Infantino: Er soll einfach nur noch weg Nach wachsender Kritik: Infantino beruft wohl Krisensitzung ein Infantino-Zukunft unklar – wohl Krisensitzung einberufen Infantino steht in der Kritik, weil er zuletzt einen Teil der Rechte an Weltmeisterschaften an Investoren verkaufen und damit Milliarden verdienen wollte. Weltweit formierte sich prompt Widerstand – die Uefa kündigte einen Boykott aller Fifa-Wettbewerbe an. Der Weltverband verwarf die Pläne schnell wieder. Die Kritik an Infantino aber wird nicht leiser. Experten diskutieren, ob das Ende des Schweizers an der Fifa-Spitze bevorsteht. Medienberichten zufolge hat Infantino für diesen Mittwoch zu einer Krisensitzung des Weltverbandes nach Marokko geladen. Die englische "The Times" sowie der englische Sender Sky meldeten, dass der Weltverbandschef wichtige Mitarbeiter zu einem Treffen in die Hauptstadt Rabat beorderte. Den Meldungen zufolge sei allerdings unklar, was der Schweizer dann genau besprechen wolle. Al-Hussein einst Gegenkandidat von Infantino Prinz Al-Hussein war 2016 im Rennen um die Präsidentschaft des Weltverbandes gegen Infantino angetreten, hatte aber keine Chance. Schon im Jahr zuvor war er dem damaligen Boss Sepp Blatter bei der Wahl unterlegen. Von 2011 bis 2015 war er als Vizepräsident im mächtigen Exekutivkomitee der Fifa. Nun schilderte der Funktionär, dass der Weltverband den jordanischen Spielern noch Geld schulde. Als Zweitplatzierte des Fifa Arab Cups im Dezember 2025 stünde Jordanien noch ein Preisgeld zu, das Medienberichten zufolge 4,2 Millionen Dollar (gut 3,6 Millionen Euro) betrug. "Das Geld, das unser Team für das Erreichen des Finales bekommen sollte, wurde noch nicht ausgezahlt, und das, obwohl die Fifa gleichzeitig damit angibt, wie viele Milliarden sie noch in Reserve hat", schrieb al-Hussein bei der Nachrichtenplattform.

