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Fußball-WM 2026: In dieses Land reisen deutsche Fans am günstigsten

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USA, Kanada oder Mexiko? Die Kosten für einen WM-Besuch unterscheiden sich je nach Gastgeberland erheblich. Wer seine Route geschickt wählt, kann viel Geld sparen. Die Fußball-WM 2026 ist die erste Weltmeisterschaft, die gleichzeitig in drei Ländern stattfindet: den USA , Kanada und Mexiko . Sollten die deutschen Nationalspieler weit kommen, dürften viele Fans kurzfristig überlegen, doch noch über den Atlantik zu fliegen. Dann zählt vor allem eines: eine realistische Kostenplanung. Denn wer die Spiele live erleben möchte, reist nicht nur zwischen Stadien, sondern auch durch drei Währungsräume mit unterschiedlichen Preisniveaus. Wo bekommen Fußballfans also am meisten WM für ihr Geld? Mexiko punktet mit günstigen Wechselkursen "Für Zuschauer entscheidet nicht der Flugpreis allein darüber, wie teuer die WM wird, sondern auch die Summe aus Wechselkurs, Lebenshaltungskosten und lokalen Gepflogenheiten wie Trinkgeld", erklärt Analyst Jens Klatt vom Online-Broker XTB. Seine Analyse zeigt: Die Unterschiede zwischen den Gastgeberländern sind erheblich. Ein wichtiger Faktor ist der Wechselkurs. Während der Euro aktuell gegenüber dem US-Dollar (1,13 US-Dollar je Euro) und dem kanadischen Dollar (1,61 CAD je Euro) nur eine neutrale bis leicht schwächere Position einnimmt, reicht er in Mexiko deutlich weiter. Ein Euro entspricht rund 20 mexikanischen Pesos – ein spürbarer Vorteil für europäische Reisende. "Der Peso ist aus Sicht deutscher Fans klar der größte Hebel", sagt Klatt. "Nahezu alle alltäglichen Ausgaben fallen in Mexiko spürbar günstiger aus als in Nordamerika." Hotels treiben die Kosten – Mexiko bleibt dennoch günstiger Bei den Flügen unterscheiden sich die Kosten zunächst kaum. Hin- und Rückflüge aus Deutschland liegen je nach Ziel meist zwischen 550 und 950 Euro. Vor Ort gehen die Preise jedoch deutlich auseinander. Während der WM dürften Hotels und Ferienwohnungen je nach Spielort 200 bis 300 Prozent teurer sein als üblich. Trotzdem bleibt Mexiko die günstigste Wahl. In Städten wie Mexiko-Stadt, Guadalajara oder Monterrey lassen sich selbst während des Turniers vergleichsweise erschwingliche Unterkünfte finden. Metropolen wie New York oder Los Angeles spielen dagegen preislich in einer anderen Liga. Auch Toronto und Vancouver gehören zu den teureren Gastgeberstädten. Mobilität: USA mit Vorteilen, Mexiko beim Mietwagen günstiger Auch die Fortbewegung beeinflusst das Reisebudget. In den USA profitieren Fans von einem dichten Netz an Inlandsflügen, die durchschnittlich 300 bis 400 US-Dollar pro Strecke kosten – umgerechnet etwa 250 bis 340 Euro. Hinzu kommen vergleichsweise niedrige Spritpreise von rund 0,77 bis 0,85 Euro pro Liter. Dadurch lassen sich mehrere Spielorte gut miteinander verbinden. In Kanada und Mexiko ist das Flugnetz weniger dicht, und die Flüge sind häufig teurer. Dafür sind Mietwagen in Mexiko deutlich günstiger: inklusive Versicherung kosten sie umgerechnet etwa 17 bis 45 Euro pro Tag, hinzu kommen rund neun Euro für die obligatorische Vollkaskoversicherung. In den USA und Kanada liegen die Preise dagegen im Schnitt zwischen 50 und 68 Euro täglich. Beim Kraftstoff liegen Kanada und Mexiko mit etwa 0,95 bis 1,20 Euro pro Liter zwar über dem US-Niveau, aus deutscher Sicht aber weiterhin auf moderatem Niveau. Klatts Zwischenfazit: "Mexiko bietet den günstigsten Einstieg und Alltag, die USA haben die teuerste Mobilität an der Küste, aber dafür dank günstiger Flüge die besten Inlands-Optionen." Alltagskosten machen den größten Unterschied Den deutlichsten Preisunterschied spüren Fans im Alltag. Ausgaben für Essen, Getränke und spontane Einkäufe summieren sich oft stärker als Flug oder Unterkunft. Genau hier spielt Mexiko seine Vorteile aus. "Beim täglichen Konsum ist Mexiko den USA und Kanada klar überlegen", betont Klatt. "Das betrifft Restaurants genauso wie Bars oder Streetfood." Während in den USA und Kanada für ein einfaches Essen schnell zwischen 20 und 35 Dollar (18 bis 30 Euro) fällig werden, liegt das Preisniveau in Mexiko deutlich niedriger. Das gilt auch für Getränke: Für einen halben Liter Bier vom Fass zahlen Besucher dort umgerechnet zwischen 1,25 und 2,50 Euro. In den USA und Kanada kostet derselbe Ausschank meist rund 6 Dollar (rund 5,20 Euro). Hinzu kommt die Trinkgeldkultur. In den USA und Kanada gelten 15 bis 20 Prozent nahezu als Pflicht. In Mexiko sind etwa zehn Prozent üblich, allerdings deutlich weniger strikt. "Gerade über mehrere Tage hinweg kann dieser Unterschied mehrere Hundert Euro ausmachen", so Klatt. Kostenvergleich pro Tag und einzelner Person (in Euro): Kategorie USA Kanada Mexiko Unterkunft ca. 220 – 350 Euro ca. 180 – 300 Euro ca. 80 – 150 Euro Essen & Trinken ca. 70 – 110 Euro ca. 60 – 90 Euro ca. 30 – 50 Euro Mobilität ca. 40 – 70 Euro ca. 30 – 50 Euro ca. 15 – 30 Euro Trinkgeld ca. 15 – 25 Euro ca. 12 – 20 Euro ca. 5 – 10 Euro Gesamt (pro Tag) ca. 345 – 555 Euro ca. 280 – 460 Euro ca. 130 – 240 Euro Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Mexiko Unter dem Strich ergibt sich ein klares Bild: Mexiko bietet deutschen Fans das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Kanada liegt im Mittelfeld, während die USA – insbesondere die großen Küstenstädte – das teuerste Reiseziel darstellen. Gleichzeitig punkten die USA bei der Mobilität, was für Fans mit verschiedenen Spielorten interessant sein kann. "Fußballfans, die mehrere Spiele besuchen wollen, können mit der richtigen Planung erheblich sparen", sagt Jens Klatt. Ein sinnvoller Ansatz sei, den Großteil der Reise in Mexiko zu verbringen und gezielt einzelne Spiele in den USA oder Kanada zu besuchen.

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