WM 2026: Fifa setzt Spiele zu 17 verschiedenen Anstoßzeiten an
0
13
Bei der WM 2026 starten die Spiele zu 17 verschiedenen Uhrzeiten. Was leicht chaotisch wirkt, folgt einer bestimmten Logik. 18 Uhr, Mitternacht oder sogar 6 Uhr morgens: Wer in Deutschland auf den Spielplan der WM 2026 blickt, sieht auf den ersten Blick ein ziemliches Durcheinander. Insgesamt gibt es laut offiziellem Fifa-Spielplan im Laufe des Turniers 17 unterschiedliche Anstoßzeiten. Der Grund dafür liegt vor allem in den zahlreichen Austragungsorten und den drei verschiedenen Zeitzonen des Turniers. Die Weltmeisterschaft findet 2026 erstmals in drei Ländern statt: in den USA, Kanada und Mexiko. Gespielt wird in 16 Städten, verteilt über mehrere nordamerikanische Zeitzonen. Eine Anstoßzeit, die vor Ort sinnvoll ist – etwa am Nachmittag oder am Abend –, kann deshalb in Deutschland völlig unterschiedlich ankommen. Ein Abendspiel an der US-Ostküste läuft hier um Mitternacht, ein Abendspiel in Los Angeles erst mitten in der Nacht. Spielplan soll weltweit gut funktionieren Hinzu kommt: Die Fifa richtet den Spielplan nicht allein nach einem deutschen oder europäischen Fernsehfenster aus. Nach Angaben des Weltverbands wurden die Anstoßzeiten so festgelegt, dass sie für Mannschaften, Fans im Stadion und Zuschauer weltweit möglichst gut funktionieren. Berücksichtigt wurden unter anderem Reisewege, Ruhetage, Temperaturen, Stadion-Infrastruktur, öffentlicher Verkehr, Sicherheit und TV-Übertragungen. t-online-Service: Der WM-Spielplan als PDF zum Ausdrucken WM-Debatte um Anstoßzeiten : DFB-Fans droht Nachtschicht Der offizielle Fifa-Spielplan wird zwar in Eastern Time (ET) veröffentlicht. Umgerechnet auf deutsche Sommerzeit zeigt sich jedoch ebenfalls eine große Bandbreite: Einige Partien beginnen für Fans in Deutschland zur besten Abendzeit, etwa um 18, 19, 20, 21 oder 22 Uhr. Andere werden erst nachts oder am frühen Morgen angepfiffen – beispielsweise um 0 Uhr, 1 Uhr, 2 Uhr, 3 Uhr, 4 Uhr, 5 Uhr oder 6 Uhr. Auch in der K.-o.-Runde kommen weitere Anstoßzeiten hinzu, darunter 22.30 Uhr, 23 Uhr und 23.30 Uhr. WM ist größer und globaler als je zuvor Die große Zahl unterschiedlicher Anstoßzeiten ist dabei kein Planungsfehler, sondern die Folge eines Turniers, das über einen ganzen Kontinent verteilt ist. Die Fifa muss nach eigenen Angaben die drei verschiedenen Zeitzonen, klimatische Bedingungen, Reisewege der Mannschaften, Stadionverfügbarkeit, Sicherheitskonzepte und die weltweite TV-Übertragung miteinander in Einklang bringen. Für Fans in Deutschland hat das eine klare Konsequenz: Diese WM ist kein Turnier mit verlässlichem Abendrhythmus. Mal läuft Fußball zur besten Sendezeit, mal mitten in der Nacht, mal in den frühen Morgenstunden. Was im Spielplan wie Willkür aussieht, ist am Ende der Preis für eine Weltmeisterschaft, die größer und globaler ist als jede zuvor.

