Elfmeterschießen trotz Chancenwucher: Real Madrid gewinnt Youth-League-Finale
Yáñez vergibt, Navarro pariert
Real Madrid ist 2025/26 doch in einem Europapokal-Finale dabei – wenn auch „nur“ die Juvenil A, nicht die Profis. Aber nachdem die Juvenil A bereits in der Ligaphase als auch der K.o.-Phase der UEFA Youth League für Furore sorgte, war sie auch im Finale dabei – und schnappte sich dabei den zweiten Titel in Real Madrids Historie!
So gab es im Endspiel gegen die Junioren des Club Brügge einen verdienten Sieg nach Elfmeterschießen, auch wenn es am Ende viel spannender wurde, als der Spielverlauf eigentlich aussah. Denn Daniel Yáñez hatte schon in den ersten 20 Minuten bei drei guten Aktionen kein Glück und scheiterte jeweils am gegnerischen Torhüter. Also versuchte sich Yáñez eher als Vorarbeiter, bediente in der 25. Minute Jesús Fortea, der wiederum im Strafraum auf Jacobo Ortega ablegte und über dessen Hacke ging der Ball doch ins Netz zum 1:0. Direkt danach hätte Ortega noch zwei Tore nachlegen können, aber auch er scheiterte erneut. So ging es trotz der totalen Dominanz nur mit einem 1:0 in die Kabinen, in der der mit Gelb verwarnte Fortea dann blieb. Und über dessen Seite entwickelte sich in der 64. Minute dann der Ausgleichstreffer, als sich ein Belgier außen durch kombinierte und im Strafraum den eingelaufenen Koren fand. 1:1 statt 3:0!
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— Cantera Real Madrid (@lafabricacrm) April 20, 2026
Wie im Halbfinale: Sieg im Elfmeterschießen
Die Spieler von Álvaro López Bermejo versuchten sich davon nicht beirren zu lassen, aber auch die nächste Top-Gelegenheit wurde nicht genutzt: Diego Villalba fand nach einer Ecke seinen Meister im gegnerischen Torhüter. Und so wurde trotz eines Chancenverhältnisses von 21:5 (4:3 aufs Tor) kein Sieger in der regulären Spielzeit gefunden und es ging direkt ins Elfmeterschießen – wie am Freitag. Und so wie im Halbfinale gegen PSG (1:1) blieb die königliche A-Jugend auch diesmal vom Punkt aus das bessere Team. Und erneut war Torhüter Javi Navarro zur Stelle, als er sowohl den zweiten als auch dritten Schuss parierte, während seine Mitspieler alle vier verwandelten. So jubelten nach dem 4:2 die Spanier – und das zum zweiten Mal in der 2013 gegründeten Youth League. Diese ging bereits 2020 nach Madrid, als Raúl González Blanco den Titel als Interimstrainer gewann mit Spielern wie Miguel Gutiérrez, Antonio Blanco und Sergio Arribas. Jetzt heißen die Nachwuchshelden Jesús Fortea, Joan Martínez, Jorge Cestero, Daniel Yáñez und vor allem: der 19-jährige Navarro, der in zwei Elfmeterschießen gleich fünf Schüsse parierte.
Dabei ist die Youth League nicht mal der erste Titel in dieser Saison der Juvenil A, denn in ihrer regionalen Meisterschaft krönte sich die U19 bereits vorzeitig zum Meister, wartet jetzt noch auf die Copa de Campeones gegen andere regionale Meister. All das, obwohl es im Januar den Trainerwechsel gab, als Julián López de Lerma in die Castilla aufstieg und dort Álvaro Arbeloa ersetzte. Aber auch unter Álvaro López lief es weiter, auch dank Aushilfen aus der Castilla, so erlebten sowohl Fortea als auch Yáñez ihre dritte Youth-League-Saison. Und können sich jetzt freuen auf eine idealerweise ähnlich erfolgreiche Karriere wie ihre Vorgänger wie Gutiérrez oder Arribas.
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