Enttäuschte Gesichter nach dem nächsten Remis, doch „die Einstellung stimmt“
Wie schon beim torlosen Remis in Kiel verpasst es der SC Preußen, sich für eine konzentrierte Abwehrleistung zu belohnen. Das 0:0 gegen den Tabellenvorletzten SpVgg Greuther Fürth hinterließ am Samstagmittag viele enttäuschte Gesichter im LVM-Preußenstadion – zumal der SCP mit 12:6 Torschüssen dem Dreier deutlich näher war als die Franken.
„Die Möglichkeiten, das Tor zu machen, waren da. Jetzt haben wir 180 Minuten hinten zu Null gespielt – vorne aber auch. Zwei Punkte aus den beiden letzten Spielen sind für die aktuelle Situation zu wenig. Letztendlich muss ich trotzdem sagen: Die Einstellung stimmt, wir waren eine Mannschaft auf dem Platz, die bis zum Schluss gekämpft hat. Mit ein bisschen mehr Ruhe machen wir vielleicht das entscheidende Ding“, ordnete Cheftrainer Alois Schwartz das Remis ein.
Vor 10.279 Zuschauern (Heimbereich ausverkauft) setzte Schwartz erneut auf eine Fünferkette, wechselte bei seinem Heimdebüt allerdings auf zwei Positionen: Im Mittelfeld ersetzte Yassine Bouchama den gelbgesperrten Marvin Schulz, zudem besetzte Rico Preißinger die Sechs. Dafür rückte Joshua Mees aus dem Zentrum in die Doppelspitze neben Etienne Amenyido vor. Der unter der Woche angeschlagene Oliver Batista Meier nahm auf der Bank Platz.
Die Hausherren knüpften an die stabile Defensivleistung der Vorwoche an und ließen in der ersten Halbzeit lediglich zwei Abschlüsse der Gäste zu, wobei Kapitän Branimir Hrgota mit seinem Distanzschuss den gefährlichsten Versuch von sich gab (25.). Offensiv brauchte der SCP lange, um in Erscheinung zu treten. Nach 32 Minuten war es schließlich Jannis Heuer, der als erster Adlerträger in Richtung Fürther Tor zielte. Sein Freistoß aus 25 Metern segelte aber gut zwei Meter über den Kasten von Silas Prüfrock. Deutlich gefährlicher waren hingegen die Angriffe zur Schlussphase des ersten Durchganges, wobei weder Amenyido noch Mees nach scharfer Vorarbeit von Babis Makridis bzw. Jano ter Horst den Ball aufs Tor bringen konnte (40. & 41.).
Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten und drängten auf das 1:0. Erst lenkte Prüfrock einen Heuer-Kopfball noch gerade so über den Querbalken (52.), bei der anschließenden Ecke setzte der völlig freistehende Mees das Leder aus kurzer Distanz über das leere Tor (53.). Der SCP war jetzt drauf an dran, die Führung zu erzielen und erspielte sich die Chancen praktisch im Minutentakt. Doch sowohl Mees (54.), Makridis (60.) als auch Bouchama, der per Volleyabnahme sogar das Aluminium traf (63.), ließen beste Möglichkeiten ungenutzt. Auf der Gegenseite waren zwei Distanzschüsse (58. & 60.) sowie der Freistoß von Felix Klaus (67.) allesamt sichere Beute für Preußen-Schlussmann Johannes Schenk.
In der Folge neutralisierten sich beide Teams wieder etwas, bis zur 82. Minute fand das Spielgeschehen vor allem zwischen den Strafräumen statt. Da aber auch die Abschlüsse der eingewechselten Tobias Raschl (82.) und Lars Lokotsch (83.) zu harmlos waren, blieb es bei der torlosen Punkteteilung, durch die der SCP weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz stagniert.
Spieldaten
Aufstellung SCP: Schenk – ter Horst, Heuer, Koulis, Jaeckel, Makridis – Bouchama (Paetow, 90.+5), Preißinger (Raschl, 76.), Hendrix – Amenyido, Mees (Lokotsch, 68.)
Aufstellung SGF: Prüfrock – Reich (Dehm, 78.), Elvedi, Bjarnason, Münz – Dietz (John, 64., Green, 78.), Will – Klaus (Arifi, 87.), Hrgota, Ltaief (Keller, 64.) – Futkeu
Tore: –
Gelbe Karten: –
Schiedsrichter: Jarno Wienefeld
Zuschauer: 10.279
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