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Medienecho auf Mbappé: „Real Madrid sagt uns, dass es stimmt“

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Um Kylian Mbappé herrscht derzeit viel Wirbel – Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images

Große Unruhe: Kylian Mbappé und die Knie

MADRID. Ein 3:0 und ein 2:1 gegen Manchester City, ein 3:2 gegen Atlético: Drei zuletzt bedeutende Erfolge in der Champions League und im LaLiga-Derby haben bei Real Madrid wieder Hoffnung aufkeimen lassen – und eine Länderspielpause der ruhigeren Art versprochen. Doch man hat die Rechnung ohne Daniel Riolo gemacht.

Der renommierte Journalist aus Frankreich, tätig für den Radiosender RMC Sport, enthüllte am Dienstag: Als Kylian Mbappé in der ersten Dezember-Hälfte per Magnetresonanztomographie untersucht wurde, sollen sich die Blicke beim medizinisch zuständigen Personal des Klubs auf das falsche Knie gerichtet haben. Und zwar auf das rechte, dabei war es das linke, das ihm Probleme machte. Ein – so er denn tatsächlich wahr ist – peinlicher, amateurhafter Fauxpas, der dem Weltverein international dieser Tage reichlich Spott einbringt.

Weil das falsche Knie eben keine Verletzungen aufwies, sei dem Angreifer dem Vernehmen nach mitgeteilt worden, er könne weiterhin spielen. Dass das Unheil durch die berichtete Panne seinen Lauf nahm, wird wohl auch daran gelegen haben, dass Mbappé zunächst nicht am Knie abgetastet und händisch behandelt wurde. Für den 27-jährigen Franzosen ging es zum MRT in die Röhre, es entstanden die entsprechenden Aufnahmen und er ging offensichtlich davon aus, dass das richtige Knie unter die Lupe genommen wird. Gleichzeitig sollte klar sein: Mbappé dürfte früher oder später erzählt haben, welches Knie ihm denn zu schaffen macht. Und selbst wenn nicht, hätte man ihn das fragen müssen. Hinter der internen Kommunikation steht ein großes Fragezeichen.

„Kommunikationsstrategie ist katastrophal“

Der Superstar war am Mittwoch darum bemüht, das Thema mit vermeintlich klärenden Worten möglichst schnell ad acta zu legen. „Das ist falsch“, dementierte Mbappé in einer Pressekonferenz der Nationalmannschaft im US-amerikanischen Boston die vorangegangene Berichterstattung. Spaniens Medienlandschaft brauchte daraufhin nicht lange, um Mbappé Kontra zu geben. Als Frankreichs PK stattfand, war es in Europa bedingt durch die Zeitverschiebung abends – und gegen Mitternacht gehen im Land des Weltmeisters von 2010 diverse Fußballprogramme auf Sendung. Im Fernsehen und im Radio.

Interessant: Radiosender SER sprach direkt mit Riolo, der den Stein ins Rollen gebracht hatte. „Ich denke, das ist eine sehr schwierige Angelegenheit für Real Madrid und für Mbappé. Im Moment kennt jeder die Wahrheit. Er hat sich heute in den USA entschieden zu lügen, indem er sagt, die Information sei falsch. Jeder weiß, dass sie wahr ist. Die Kommunikationsstrategie von Mbappé ist katastrophal. Ich glaube, dass Real Madrid ihn darum gebeten hat, denn der Verein hat diese Information seit anderthalb Monaten verborgen – und das ist auch verständlich. Denn es ist ein unglaublicher, außergewöhnlicher und schockierender Fehler. Und jetzt, da es jeder weiß, ist es verheerend. Real Madrid ist gedemütigt worden. Und Mbappé wollte seinen Klub nicht in Schwierigkeiten bringen. Zum Glück hat sich seine Verletzung nicht verschlimmert und alles läuft gut“, so der 55-Jährige.

„Wir weichen kein bisschen davon ab“

Spanische Reporter hatten sich seine Meldung verifizieren lassen – von Real selbst. Antón Meana, Reporter bei SER: „Es gibt Quellen von Real Madrid, die Kylian Mbappé klar widersprechen. Sie sagen, dass Mbappé nicht die Wahrheit sagt. Daher glaube ich ihnen. Es ist besser, wenn man es so formuliert, dass er nicht die Wahrheit sagt. Denn das Wort ‚Lüge‘ ist sehr hart. Es gibt nicht die eine oder die andere Version. Real Madrid sagt uns, dass es stimmt, was in Frankreich veröffentlicht wurde. Demzufolge hat Mbappé heute gemäß der Quelle, auf die wir uns berufen, nicht die Wahrheit gesagt. Auf der anderen Seite erkennt Real Madrid an, dass es bei der Diagnose einen Fehler gab und im Januar deshalb die medizinische Abteilung zum Teil verändert wurde.“ Moderator Manu Carreño: „Uns, mir und vielen weiteren Medien bestätigen sie vom Klub aus, dass diese Meldung stimmt.“

Miguel Ángel Díaz von COPE: „Wir weichen kein bisschen von dem ab, worüber wir gestern informiert haben. Heute haben wir dem hinzugefügt, dass Kylian Mbappé mit dieser falschen Diagnose im Dezember drei Spiele komplett absolviert hat. Dabei hat er vier Tore gemacht. Nach dem Weihnachtsurlaub wurde er nach einem öffentlichen Training in Valdebebas untersucht, weil die Schmerzen nicht aufhörten. Dann bemerkten sie erst, dass es das linke Knie war, das Kylian Mbappé Schmerzen bereitet hat. Ich rede über die letzten Tage im Jahr 2025, zufällig kehrte Niko Mihić in den ersten Januar-Tagen zu Real Madrid zurück.“ Der neue Chefarzt.

Vertraut Kylian Mbappé Reals Ärzten nicht mehr?

Dass ein Spitzenverein mitten in einer Saison Änderungen am medizinischen Personal der Profi-Mannschaft vornimmt, ist unüblich, lässt sich im Kontext der nun aufgekommenen Geschichte aber besser nachvollziehen. Stimmt sie wirklich, ist es ein blamabler Vorfall gegenüber dem höchsten Gut im Kader.

Mbappé soll daraus laut der französischen Sportzeitung L’ÉQUIPE die Konsequenz ziehen, sich künftig nicht mehr von den Real-Doktoren behandeln zu lassen. Darüber habe er Florentino Pérez persönlich unterrichtet. Sein Vertrauen in sie sei dahin, was nebenbei bemerkt auch seine zuletzt vorgenommene Reise zu einem Knie-Spezialisten nach Paris erklärt. Stattdessen möchte er fortan mit Christophe Baudot zusammenarbeiten, der für die marokkanische Nationalmannschaft tätig ist. Beide haben aber eine Vergangenheit bei Paris Saint-Germain.

Fauxpas auch bei Eduardo Camavinga?

Und noch ein Hammer: In der Zwischenzeit hat L’ÉQUIPE auch berichtet, bei Eduardo Camavinga sei bei einer Untersuchung etwas sehr Ähnliches geschehen. Auch hier: falsches Bein. Anfang Dezember seien nicht am linken Knöchel MRT-Aufnahmen angefertigt worden, sondern am rechten. Der Mittelfeldspieler habe angeblich zu hören bekommen, es sei alles in Ordnung, auch wenn er die nächsten vier Spiele nicht mitmachte.

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