Arbeloa will „zu so vielen Spielern wie möglich ungerecht sein“
Real Madrid: ÁLVARO ARBELOA über …
… das 3:2 gegen Atlético: „Ich bin glücklich. Wir haben gemacht, was wir tun mussten: das Spiel gewinnen. Ein weiterer Sieg. Wir erleben eine gute Phase. Es war überhaupt kein leichtes Spiel, uns stand ein Top-Gegner gegenüber, der es uns sehr schwer gemacht hat und in Führung gegangen ist. Wir mussten eine sehr starke Mentalität zeigen, sie haben dann ausgeglichen und wir mussten wieder Druck machen. Aber mir hat das gefallen. Über den Fußball hinaus ist die Mentalität dieser Mannschaft das, was uns so groß macht. Der Charakter war dem Wappen und dem Trikot würdig, das hat mir heute am meisten gefallen.“
… sein erstes Derby als Trainer: „Das war sehr emotional. Ich sage immer, dass die Atmosphäre der Derbys für mich die besonderste ist, die es in der Liga gibt. Jetzt habe ich das als Trainer erlebt und nachdem wir hier einige Jahre gegen Atlético nicht gewonnen haben, war es wichtig, das heute zu tun. Auch wegen der Tabelle, damit wir weiterhin um die Liga kämpfen. Ich freue mich für die Jungs, weil sie sich den Erfolg verdienen.“
… die glatte Rote Karte für Federico Valverde in der 77. Minute: „Das hat niemand verstanden, ist schwierig zu verstehen. Ich bedanke mich dafür, dass der Schiedsrichter an die Seitenlinie kam, um mir das zu erklären. Ich sehe das anders als er. Er sagte mir, es sei übermäßig gewaltvoll gewesen. Für mich war das ein Einsteigen, das oft vorkommt. Es gab keine Möglichkeit, den Gegner zu verletzen. Das ist meine Sicht, seine ist natürlich anders. Aber wenigstens kam er zu mir, um das zu erklären, dafür danke ich ihm. Wir wären dankbar dafür, wenn das die generelle Einstellung der Schiedsrichter ist, auch wenn das nichts ändert. Live wirken die Spielzüge manchmal so und dann, wenn ich es noch mal sehe, werde ich meine Meinung womöglich ändern. Es waren dann wieder 15 Minuten, in denen wir viel Charakter, Stärke, Kameradschaft und Solidarität gezeigt haben. Gott sei dank ist nichts mehr passiert.“
… Doppelpacker Vinícius Júnior: „Eine weitere Top-Partie von Viní. Eine weitere Demonstration seines Talents, Muts, Charakters, seiner Furchtlosigkeit. Ein Traumtor hat uns in einem sehr schwierigen Moment den Sieg beschert. Für mich ist es wegen seines Talents und seiner Lust, die Mannschaft zu tragen, ein riesiges Glück, ihn zu haben. Ich weiß nicht, ob es seine beste Phase der Karriere ist, aber ihm wird wenig dazu fehlen.“
… Kylian Mbappé, der nach seinem Comeback in Manchester nicht in der Startelf stand, sondern erneut eingewechselt wurde: „Ich versuche jedes Mal, die beste Elf aufzustellen. Wenn du den Besten der Welt, versuche ich, das zu nutzen, indem er so viel wie möglich auf dem Platz steht. Ich denke, nach fast einem Monat, den Mbappé außen vor war, ist es normal, es etappenweise anzugehen. Das mag ich und das ist aus meiner Sicht das Beste für die Mannschaft, dass auf dem Platz immer Leute stehen, die bei 100 Prozent sind. Es waren sehr gute Minuten von Kylian. Er war eine ständige Gefahr, wie zuletzt schon. Jetzt kann er bei seiner Nationalmannschaft mehr Minuten sammeln und dann bereiter zurückkehren.“
… die Position von Jude Bellingham: „Das werden wir in den nächsten Spielen sehen. Bellingham war länger außen vor und wir gehen es bei ihm Schritt für Schritt an, wie bei Mbappé. Mal schauen, ob er auch ein paar Minuten bei seiner Nationalmannschaft spielt. Es liegt an mir, für ihn einen Platz zu finden, ihn dort mit Mitspielern zu umgeben, wo er ein gutes Gefühl, eine gute Chemie hat. Bellinghams Problem ist, dass er vieles sehr gut kann. Daher musst du auswählen, was das Beste für die Mannschaft ist.“
… den Umgang mit den Profis, wenn die zuletzt Verletzten wieder Startelf-Kandidaten werden: „Das ist mein größtes Ziel als Trainer: zu so vielen Spielern wie möglich ungerecht sein. Mir würde es gefallen, wenn ich jeden Spieltag die Aufstellung bekanntgebe und mir dann diejenigen anschaue, die nicht starten, dass ich dann spüre, dass ich zu allen unfair bin. Ich habe jetzt schon das Gefühl bei vielen, die sich mehr verdienen würden. Mein Ziel ist, dass alle 25 Spieler es sich verdienen, zum Einsatz zu kommen, dass alle das Selbstvertrauen haben, um das umzusetzen, was ich von ihnen fordere. Hoffentlich erreiche ich das eines Tages.“
… die Wirkung seiner Erfolge gegen José Mourinho, Pep Guardiola und nun Diego Simeone: „Das lässt die Top-Mannschaft, die ich habe, in einer sehr guten Position zurück. Wenn du die Besten hast, ist alles viel einfacher, wenn sie so eingebunden sind, wenn sie diese Mentalität an den Tag legen. Sie können leiden, eine großartige Mannschaft sein. Das Bernabéu unterstützt uns auch immer mehr. Ich sage den Spielern immer: ‚Nutzt das, denn wenn das Bernabéu Druck macht, ist alles einfacher.‘ Ich danke allen Spielern dafür, dass sie sich reinhängen. Denen, die von Anfang an spielen und denen, die es nicht tun, wie sie arbeiten. Ich will, dass sie so geeint wie möglich und eine Familie sind, das die Kraft der Freundschaft zum Vorschein kommt, dass eine gute Stimmung herrscht und wir weiterhin erfolgreich sind, was das Wichtige ist.“
… seine Antwort auf all jene, die an ihm zweifelten: „Dass sie nicht wussten, was für Spieler ich habe.“
… Brahim Díaz: „Er versteht sehr gut, was ich von ihm auf dieser Position verlange. Als Verbindungsspieler, als falsche Neun – nennt es, wie ihr wollt. Er hilft uns im Aufbau sehr und hat viel Freiheit, um sich zwischen den Linien zu bewegen. Er ist ein Spieler, der ins Risiko, ins Eins-gegen-Eins gehen, aufs Tor schießen und wie heute Elfmeter provozieren muss. Das ist der Brahim, den wir brauchen.“
… Éder Militão: „Militão hat schon angefangen, mit der Mannschaft zu trainieren und wird für das Mallorca-Spiel zur Verfügung stehen.“
… seine bisherige Zusammenarbeit mit den Profis: „Ich lerne sie immer mehr kennen. Als ich kam, hatte ich praktisch keine Zeit, um mit ihnen zu arbeiten, um zu sehen, wo sie sich wohl fühlen. Es ist nicht einfach für mich, mitten in einer Saison zu kommen und zu schauen, wie die Mannschaft besser funktioniert. Nach zwei Monaten weiß ich jetzt, wie meine Spieler sind – persönlich und beruflich. Wie ich die beste Leistung aus ihnen herausholen kann, wo ich ansetzen kann. Wir haben noch viel Steigerungspotential und einen herausfordernden Terminplan, in dem wir alle drei Tage eine Feuerprobe haben. Wir müssen unser Bestes geben.“
… seinen Anteil an den Veränderungen in den vergangenen Wochen: „Das muss man die Spieler fragen. Mein Job ist, zu versuchen, das Maximum an Leistung aus ihnen herauszuholen, wie wir jedes Mal eine kompaktere Mannschaft sein können. Dass ihr die Ideen klarer werden, damit wir wissen, was wir zu tun haben, wenn wir angreifen. Oft hatte ich nämlich das Gefühl, dass wir rausgehen und dann von dem Talent jedes Einzelnen abhängig sind – und davon, was demjenigen, der den Ball hat, dann einfällt. Wir müssen die Schwächen des Gegners suchen und unsere Stärken nutzen, eine Spielidee haben.“
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