SC Preußen Münster tritt als 60. Mitglied der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ bei
Der deutsche Profifußball steht auf einem starken wirtschaftlichen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Fundament. Volle Stadien, viele gewachsene Fußballstandorte und eine lebendige Fankultur zeigen das enorme Potenzial unseres Sports. Dieses Potenzial sollte die Grundlage für eine zukunftsorientierte Strukturdiskussion sein. Der SC Preußen Münster tritt deshalb der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ bei, welche im Februar 2025 in Chemnitz gegründet wurde. Sie versteht sich als überregionale Initiative für mehr Fairness, Planungssicherheit und sportliche Gerechtigkeit im deutschen Ligasystem. Ziel ist es, gemeinsam mit Clubs sowie regionalen und bundesweiten Verbänden tragfähige Reformansätze zu entwickeln.
Die zentrale Forderung „Meister müssen aufsteigen“ entspricht dem Prinzip sportlicher Fairness hinter der sich auch der SC Preußen Münster versammelt. Zugleich verbinden wir unseren Beitritt ausdrücklich mit der Erwartung eines sachlichen und ergebnisoffenen Diskurses, der nicht von Partikularinteressen geleitet wird. Aus unserer Sicht braucht der deutsche Fußball eine erweiterte Strukturreform, die sich konsequent an den Potenzialen und Bedarfen des Sports orientiert. Insbesondere im Übergangsbereich zwischen Regionalligen, 3. Liga und 2. Bundesliga zeigen sich strukturelle Engpässe, die wirtschaftlichen Druck erhöhen, nachhaltige Entwicklungen erschweren und die sportliche Durchlässigkeit begrenzen.
Aus sportlicher Sicht ist die Spielzeit der entscheidende Faktor für Talententwicklung. Die große Mehrheit der deutschen Clubs – und auch wir – sprechen uns aus Überzeugung für 50+1 aus. Damit dieses Modell langfristig erfolgreich bleibt, werden wir unsere Topspieler künftig verstärkt selbst entwickeln müssen. Dieser Weg ist ein attraktiver, identitätsstiftender Weg für den Fußball in Deutschland. Es braucht aber die entsprechenden Rahmenbedingungen, um auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten zu können.
Eine organische Weiterentwicklung der Ligenstruktur kann ungenutzte sportliche Potenziale realisieren, wirtschaftliche Stabilität fördern und bestehende Infrastruktur effizienter auslasten. Eine Weiterentwicklung hin zu einer pyramidalen, durchlässigeren Struktur würde mehr Raum für leistungsstarke Standorte schaffen sowie zusätzliche Spielzeit für junge Spieler auf Profiniveau generieren und damit die Talententwicklung stärken. Außerdem trägt eine solche Struktur der wachsenden regionalen Identifikation mit abnehmender Ligazugehörigkeit – bei Fans wie bei Sponsoren und Partnern – Rechnung. Auf dem Weg einer pyramidalen Struktur näher zu kommen, könnte auch eine Aufstockung der 2. Bundesliga diskutiert werden. Wir verstehen dies ausdrücklich als Diskussionsbeitrag innerhalb eines offenen Prozesses.
Der SC Preußen Münster versteht eine offene, transparente Diskussion darüber als Chance. Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ kann hierfür ein wichtiger erster Schritt sein. Der Club bringt sich gerne konstruktiv in diesen Prozess ein – mit dem Ziel, im Sinne von Fairness und Nachhaltigkeit die bestmöglichen Rahmenbedingungen für den deutschen Fußball zu schaffen.
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