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Champions League: FK Bodø/Glimt schreibt weiter Fußball-Geschichte

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Die Champions League steht vor einer weiteren Sensation. Der größte Außenseiter-Klub steht vor dem Einzug ins Viertelfinale. Das Fußballmärchen vom Polarkreis wird weitergeschrieben. Der FK Bodø/Glimt setzt mit dem klaren 3:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Sporting Lissabon ein weiteres Ausrufezeichen. Dabei waren die Norweger im heimischen Aspmyra-Stadion die spielbestimmende Mannschaft. "Bodø/Glimt machte aus Sporting im Aspmyra am Mittwochabend Bacalhau", schrieb der dänische Fernsehsender TV2 in Anspielung auf das Nationalgericht der Portugiesen: "Die gelbe Dampfwalze hatte während des größten Teils des Spiels die volle Kontrolle." Folgt der Gipfel gegen Bayern? Real Madrid führt Guardiola-Team vor Torfestival in Paris: Überraschungsteam setzt CL-Märchen fort Schon eine Runde zuvor war dem Team von Trainer Kjetil Knutsen eine Überraschung gelungen, die keiner erwartet hatte. Denn kein geringerer Klub als Inter Mailand hatte das Nachsehen gegen das Überraschungsteam. Im Anschluss an den historischen Erfolg in Mailand kam selbst Bodøs Trainer aus dem Staunen nicht mehr heraus. "Könnt ihr das glauben? Ein Team aus einer kleinen Stadt im Norden. Das ist unglaublich", sagte Knutsen. Und weiter: "Wir sind im Achtelfinale. Ich kann es eigentlich nicht glauben." Über seine Mannschaft geriet der Coach regelrecht ins Schwärmen. "Die Spieler sind fantastisch. Sie gehen die Schritte, sie glauben daran, sie arbeiten hart. Ich bin so stolz." Bodø war in der aktuell laufenden Spielzeit das erste Mal überhaupt in der Gruppenphase der Champions League vertreten. Der Achtelfinaleinzug von Bodø – und jetzt vielleicht noch der Sprung ins Viertelfinale – kommen deshalb einem kleinen Wunder gleich. Wie es Bodø überhaupt gelungen ist, sportlich mit Europas Spitzenmannschaften mitzuhalten? Der Verein setzt auf Kontinuität und heimische Spieler. Trainer Knutsen ist bereits seit 2018 im Amt und hat seiner Mannschaft einen attraktiven Offensivstil eingeimpft. Seit Knutsens Amtsantritt hat Bodø vier Meistertitel in Norwegen eingefahren. Zuvor hatte der Verein die "Eliteserien", der ersten norwegischen Liga, in den mehr als hundert Jahren seit seiner Gründung kein einziges Mal gewonnen. Dass Bodø gerade auf internationalem Parkett regelmäßig Top-Teams ärgert, hat aber nicht nur mit dem langjährigen Trainer und der hohen Dichte an sich in ihrer Heimat nachweislich wohlfühlenden Profis zu tun. In die Karten spielen dem Team wohl auch das lokale Wetter und die eigene Heimspielstätte. Die Stadt Bodø liegt nördlich des Polarkreises. Minusgrade sind bei den Partien im Aspmyra-Stadion also keine Seltenheit. Beim ersten Duell mit Inter Mailand zeigte das Thermometer zwischenzeitlich minus sechs Grad an. Und mit dieser Kälte schienen die Norweger deutlich besser zurechtzukommen als ihre Gegner. Kommt es zum Duell gegen Bayer Leverkusen? Hinzu kommt: Im eigenen Stadion ist aufgrund der speziellen Wetterverhältnisse vor Ort zudem kein Natur-, sondern Kunstrasen ausgelegt. Auf diesem rollt der Ball tendenziell schneller, besonders bei Nässe. Bodøs Profis kennen sich mit dem Belag bestens aus. Zwar ist das nicht der einzige Grund für die Heimstärke des Teams, aber durchaus ein unterstützender Faktor. Nun muss Bodø/Glimt aber erst einmal zum Rückspiel in der kommenden Woche nach Lissabon. Offensivspieler Jens Petter Hauge sprach von einem "langen Weg vor uns, aber das Ergebnis ist fantastisch". Der ehemalige Frankfurter fügte an: "Es wird eine spannende Woche." Sollten es die Norweger übrigens wirklich noch eine Runde weiter schaffen, würden sie auf den FC Arsenal oder Bayer Leverkusen treffen. Egal, wer es am Ende werden würde – gewarnt sein dürften beide Vereine.

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