Fußball-Bundesliga: Nach frühem Verletzungsschock: Frankfurt besiegt Freiburg
Eine Verletzung in der Anfangsphase trübt die Stimmung beim 2:0-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg. Ein Einwechselspieler wird zum Matchwinner.
Überschattet von einer Verletzung von Torwart Kauã Santos hat Eintracht Frankfurt einen wichtigen Sieg im Rennen um die Europapokal-Qualifikation bejubelt. Die Mannschaft von Coach Albert Riera bezwang den SC Freiburg zu Hause 2:0 (0:0), bangt jetzt aber um das Knie ihres brasilianischen Keepers.
Matchwinner war Farès Chaïbi, der in der 64. Minute wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zum 1:0 traf. In der Schlussphase erzielte Jean-Mattéo Bahoya nach Vorlage von Chaïbi mit einem feinen Schlenzer das Tor zum Endstand (81.). Durch den verdienten Heimerfolg verdrängten die Frankfurter die Freiburger am 24. Spieltag vom siebten Platz in der Fußball-Bundesliga.
Sollte der DFB-Pokalsieger unter den besten sechs Teams der Bundesliga landen oder sich Deutschland über die UEFA-Wertung einen fünften Champions-League-Platz sichern, würde der siebte Rang immerhin die Qualifikation für die Conference League bedeuten. Sollte beides eintreten, wäre Platz sieben gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Europa League.
Burkardt mit Startelf-Comeback
Frankfurts Angreifer Jonathan Burkardt machte gegen Freiburg sein erstes Spiel von Anfang an seit dem 26. November des vergangenen Jahres, als er sich beim 0:3 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo an der Wade verletzt hatte.
Auf der Gegenseite stürmte der Ex-Frankfurter Igor Matanovic, der von 2023 bis 2025 bei der Eintracht unter Vertrag stand. Nach einer glücklosen Zeit in der Main-Metropole wechselte er im vergangenen Sommer in den Breisgau.
Santos-Verletzung nach wenigen Sekunden
Nach 17 Sekunden stand eben jener Matanovic im Fokus, als er in einem Zweikampf gegen Kauã Santos zu spät kam. Der Keeper verletzte sich dabei unglücklich am rechten Knie und musste nach einer Behandlung unter Applaus der Eintracht-Fans ausgewechselt werden. Für ihn kam Michael Zetterer, der in dieser Saison Kauã Santos zwischenzeitlich schon einmal als Nummer eins abgelöst hatte, in die Partie. Santos, der sich im vergangenen Jahr einen Kreuzbandriss im rechten Knie zuzog, droht ein langer Ausfall.
Nach dem Verletzungsschock tasteten sich beide Teams zunächst ab. Richtig gefährlich wurde es erstmals in der 24. Minute, als Freiburgs Schlussmann Noah Atubolu einen wuchtigen Distanzschuss von Nathaniel Brown nur nach vorne parieren konnte. Beim Abpraller von Burkardt rettete Atubolu dann aber mit einer Glanztat.
Atubolu zur Stelle, Matanovic im Pfostenpech
Die Eintracht blieb vor 59.000 Zuschauern am Drücker und wurde vor allem über die rechte Offensivseite mit Brown und Arnaud Kalimuendo gefährlich. Der Franzose scheiterte mit einem Abschluss aus vielversprechender Position jedoch erneut an Atubolu (29.).
Von Freiburg war offensiv lange überhaupt nichts zu sehen. Kurz vor der Pause setzte Matanovic einen Kopfball nach einer Flanke von Christian Günter an den Pfosten (45.+2). Es war die erste und einzige Chance der Gäste in Durchgang eins.
Grifo scheitert an Zetterer, dann trifft Chaïbi
Nach der Pause blieb das Spiel umkämpft. Die erste Gelegenheit hatten die Gäste, doch Zetterer wehrte einen strammen Schuss von Vincenzo Grifo stark ab (49.). Ansonsten verzettelten sich beide Mannschaften immer wieder bei ihren Offensivaktionen.
Das änderte sich kurz nach der Einwechslung von Chaïbi für Oscar Højlund. Der algerische Nationalspieler erzielte mit einem platzierten Schuss das 1:0. Vorausgegangen war ein Fehlpass von Freiburgs Matthias Ginter. Bahoya sorgte in der Schlussphase dann für die Entscheidung.

