Real Madrid kassiert mit: Bournemouth bestätigt Jiménez-Transfer
Jiménez über Real zu Mailand nach Bournemouth
Ein weiteres Eigengewächs ohne einzigen Profieinsatz im weißen Trikot beschert Real Madrid einen insgesamt zweistelligen Millionenbetrag: Durch den nun feststehenden Transfer von Álex Jiménez zum AFC Bournemouth fließen den Königlichen angeblich um die neun Millionen Euro in die Kasse – ein weiteres Paradebeispiel für die clevere Transferpolitik des spanischen Rekordmeisters.
He’s officially ours ????@alexjime_2 is now a permanent #afcb player ???????? pic.twitter.com/gdQPSHO8Tg
— AFC Bournemouth ???? (@afcbournemouth) February 12, 2026
Über 23 Mio. in die königlichen Kassen
Der englische Premier-League-Klub hat offiziell bestätigt, dass die im Leihvertrag mit der AC Mailand verankerte Kaufpflicht ausgelöst wurde. Der Spanier hatte in der laufenden Saison ausreichend Einsätze absolviert, um die vertraglich festgelegte Klausel automatisch zu aktivieren. Damit wechselt der 20-Jährige nun also endgültig auf die Insel. Für die Blancos ist dieser Transfer aus wirtschaftlicher Sicht ein voller Erfolg. Als man den Außenverteidiger für circa 14,2 Millionen Euro im Sommer 2024 nach Mailand verkaufte (nach vorher einjähriger Leihe), sicherte man sich eine Weiterverkaufsbeteiligung von 50 Prozent. Diese greift nun beim festen Wechsel nach Bournemouth. Laut übereinstimmenden Medienberichten liegt die Gesamtablöse bei 18,5 Millionen Euro, wovon die Hälfte, also etwa 9,25 Millionen, direkt nach Madrid fließt. Bemerkenswert: Jiménez kam in seiner Zeit bei Real Madrid (2012 bis 2024) nie für die erste Mannschaft zum Einsatz.
Dieser Fall unterstreicht ein bekanntes Muster in Reals Transferpolitik. Statt jedes Talent zwangsläufig selbst bis in die erste Mannschaft zu führen, setzt der Klub verstärkt auf frühe Verkäufe junger Spieler mit hohen Weiterverkaufsbeteiligungen bei langfristiger finanzieller Absicherung. So bleiben die sportlichen Risiken gering, während die wirtschaftlichen Chancen maximiert werden. Ähnliche Konstruktionen gab es bereits bei mehreren Ex-Talenten aus der Nachwuchsakademie La Fábrica, so wurde beispielsweise erst Miguel Gutiérrez an Girona verkauft (ca. 11 Mio.) und dann an Neapel weiter verkauft (ca. 18. Mio, Hälfte davon an Real). Bei Talenten wie Nico Paz, Álvaro Rodríguez, Rafa Marin oder Sergio Arribas hält der Klub ebenfalls noch rund die Hälfte der Rechte.
Jiménez galt in der Jugend als eines der spannendsten Außenverteidiger-Talente seines 2005er-Jahrgangs. Bei den Königlichen reichte es jedoch nicht für den Durchbruch. Unter Trainer Andoni Iraola etablierte sich Jiménez, wie schon Dean Huijsen, schnell als Stammspieler, sammelte über 20 Pflichtspieleinsätze und erzielte sogar sein erstes Tor in Englands höchster Spielklasse. Ob man den Rechtsverteidiger, wie seinen Landsmann, bald ebenfalls wieder bei den Blancos sehen wird, bleibt abzuwarten.
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