Im Afrika-Cup-Finale: Brahim wird mit Panenka-Fail zum tragischen Helden
Der große Traum des Brahim Díaz ist geplatzt. Und das auf die vermutlich höchst dramatische Art und Weise. Denn der 26-jährige Madrilene hatte die Chance im Finale des Afrika-Cups, sein Team in letzter Minute zum Titel zu schießen. Doch er vergab nicht nur aus elf Metern, nachdem er selbst einen leichten Kontakt verspürt hatte, er scheiterte sogar kläglich mit einem Panenka-Versuch, den Edouard Mendy bereits geahnt hatte und entsprechend stehen blieb.
Das war in der 24. Minute der Nachspielzeit, davor wurde ein Treffer des Senegals durch Niakhaté (90.+2) aufgrund eines angeblichen und eher soften Fouls aberkannt, ehe Brahim fünf Minuten später im gegnerischen Strafraum zu Fall kam. Eine fast 20-minütige Unterbrechung später inklusive heftigster Proteste sowie eines teilweise Boykotts, bei dem einige Senegal-Spieler in die Kabine gingen, kam es dann zum Elfmeter-Fail. Und zur Verlängerung. Und dann doch zum ersten Tor des Abends: Pape Gueye brachte den Senegal in der 94. Minute in Führung. Und Marokko eben nicht nur in Rückstand, sondern auch auf die Verliererstraße.
So blieb es dabei: Senegal gewann das Finale und Gastgeber Marokko konnte bisher nur 1976 das Turnier gewinnen. Die Senegalesen dagegen feiern nach 2022 zum zweiten Mal bei dem Turnier. Dabei hatte es Brahim Díaz in der Hand, eine völlig andere Geschichte zu schreiben vom Endspiel im Stade Moulay Abdallah. Aber nachdem er schon in den ersten fünf Turnierspielen getroffen und insgesamt drei Elfmeter bei diesem Turnier rausgeholt hatte, wollte er es eben besonders schön machen. Ein Fehler, der den Traum eines ganzen Land platzen ließ.
Brahim Díaz.
The @PUMA Top Scorer with 5 goals. ????????????#TotalEnergiesAFCON2025 | @pumafootball pic.twitter.com/fibA20EaKf— TotalEnergies AFCON 2025 (@CAF_Online) January 18, 2026
Immerhin ist die Abstellung für Brahim jetzt beendet. Seit dem 15. Dezember fehlt er den Merengues, hat also die letzten sieben Partien seines Klubs verpasst und möglicherweise kommt noch ein achtes Spiel dazu. Denn nach den anstrengenden Wochen beim Afrika-Cup dürfte er noch zumindest ein paar freie Tage Pause bekommen und so gegen Monaco am 20. Januar fehlen, sodass er idealerweise beim Duell mit dem FC Villarreal am 24. Januar zurück ist. Und dann zwar mit der Enttäuschung aus dem Finale, aber immer noch mit dem Selbstvertrauen als zum besten Torjäger des Turniers ausgezeichneten Spielers.
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