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Fußball WM in Katar: So lobt das Ausland das DFB-Team für seine Geste

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Fußball WM in Katar: So lobt das Ausland das DFB-Team für seine Geste

Vor ihrem WM-Auftakt hat die deutsche Mannschaft gegen die Fifa protestiert. Die Meinungen über ihre Aktion gehen aber auseinander.Die deutsche Nationalmannschaft hat vor ihrem WM-Auftaktspiel gegen Japan (1:2) ein Zeichen gegen den Weltverband Fifa und dessen Verbotspolitik gesetzt. Unmittelbar vor dem Abpfiff im Khalifa International Stadium von Ar-Rayyan stellte sich die deutsche Startelf zum Teamfoto auf – alle hielten sich dabei demonstrativ den Mund zu.Im Weltbild war die Aktion nur von der Seite zu sehen. Vorausgegangen war eine tagelange Diskussion um die "One Love"-Binde. Die Fifa hatte den europäischen Nationen, deren Kapitäne die bunte Armbinde tragen wollten, mit Sanktionen gedroht. Der DFB, Bundestrainer Hansi Flick und die Politik reagierten empört.Während die Geste in Deutschland kritisch gesehen wurde und umgehend einen Anlass zu aberwitzigen Kommentaren und dem Erstellen von Memes gab (mehr dazu lesen Sie hier), hat das DFB-Team international für Bewunderung gesorgt."Ein starkes Zeichen"In England sind sich die britischen Tageszeitungen "The Mirror" und "The Guardian" einig: "Eine mächtige Geste und ein klares Statement" wird unterstützt von "Deutschland sagt, wie es ist. Die Deutschen sind zwar langsam in das Spiel gestartet, waren aber schnell bei ihrem Statement vor dem Anpfiff."Auch europäische Länder wie die Schweiz und Österreich stehen hinter der deutschen Geste. "Beim Teamfoto halten sie sich die Hand vor den Mund. Ganz nach dem Motto: Unsere Meinung wird zensiert. Ein starkes Zeichen", schrieb die Schweizer Tageszeitung "Blick". Die Österreicher hielten sich etwas bedeckter, unterstützen aber die Aktion: "Mund zu! Deutsche setzen bei Mannschaftsfoto ein Zeichen", hieß es bei der österreichischen Tageszeitung "Krone Zeitung".Das Thema ist nicht beendetNeben der Hand-vor-den-Mund-Geste beim Mannschaftsfoto vor dem ersten WM-Gruppenspiel hat das DFB-Team international auch für modische Details Aufmerksamkeit bekommen. So berichteten die "Los Angeles Times" aus den USA und die englische Zeitung "The Guardian" nach dem 1:2 gegen Japan auch über die Regenbogenfarben an den Aufwärmjacken der Fußballer und auf einigen Schuhen."Sollte Fifa-Präsident Gianni Infantino gedacht haben, das Thema sei damit beendet, wurde er eines Besseren belehrt", schrieb die "Los Angeles Times" unter Verweis auf das Verbot der "One Love"-Kapitänsbinde. "Deutschlands Gesten waren nur ein Teil einer schnell eskalierenden Kampagne gegen Infantinos Dekret.""The Guardian" lobte das "in deutlichen Worten" formulierte Statement des DFB auf Twitter und hob hervor, dass Kapitän Manuel Neuer, Ikay Gündogan und die weiteren vier in Adidas-Schuhen spielenden Profis Regenbogenfarben an den Füßen trugen. Der Japaner Takefusa Kubo hatte das gleiche Schuh-Modell an.Die viel beachtete Mund-zu-Geste vor Deutschlands WM-Start wird keine Folgen für die Nationalspieler haben. Das teilte der Weltverband am Mittwochabend wenige Stunden nach der Begegnung mit, zuvor hatte die Disziplinar-Kommission darüber beraten.Die WM in Katar läuft. t-online ist mit vor Ort und berichtet über das brisanteste Turnier der Fußballgeschichte. Mit dem WM-Push verpassen Sie keine News mehr. Hier können Sie ihn abonnieren.

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