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Fußball-WM Katar, Tag 4: Belgien erkämpft Sieg gegen Kanada – Spanien schießt sich für Deutschland warm

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Fußball-WM Katar, Tag 4: Belgien erkämpft Sieg gegen Kanada – Spanien schießt sich für Deutschland warm

In ihrem ersten Spiel teilen sich die Kroaten um Topstar Luka Modrić und Außenseiter Marokko nach einem zähen 0:0 die Punkte. Deutschland unterlag Japan 1:2. Spanien zeigte sich gegen Costa Rica in Torlaune. Und Kanada macht Belgien das Leben schwer – verliert aber doch.

Routine schlägt Leidenschaft: Belgiens Alt-Stars haben Alphonso Davies' glücklosen Kanadiern eine schmerzhafte WM-Rückkehr beschert. Auch wegen eines verschossenen Handelfmeters des Bayern-Stars verlor Kanada am Abend 13.361 Tage nach dem zuvor letzten WM-Spiel 0:1 (0:1) gegen den WM-Dritten von 2018. Michy Batshuayi (44. Minute) von Fenerbahce Istanbul sorgte in Al-Rajjan für den glücklichen achten Vorrundensieg Belgiens in Serie bei einer WM.

Die jungen spielstarken Kanadier hingegen belohnten sich nicht für ihren beherzten Auftritt und blieben auch 36 Jahre nach dem zuvor letzten WM-Spiel 1986 in Mexiko punkt- und torlos bei einem Welt-Turnier. Die Chance zu einem Achtungserfolg wäre da gewesen, doch Bayerns Davies setzte einen Handelfmeter (10.) in die Arme von Belgiens Welttorhüter Thibaut Courtois. 

Die Eishockeynation machte vor 40.432 Zuschauern von Beginn an Dampf. Voller Leidenschaft setzte der WM-Rückkehrer Belgien unter Druck. Die in die Jahre gekommene, noch titellose Goldene Generation der Belgier fand erst mühsam ins Spiel und hatte beim Elfmeter Glück. Ein klares Handspiel von Atlético Madrids Yannick Carrasco erkannte der sambische Schiedsrichter Janny Sikazwe erst nach Intervention des Videoschiedsrichters. Courtois wurde durch den schwach geschossenen Strafstoß zum ersten belgischen Keeper seit 66 Jahren, der bei einer WM einen Elfmeter hielt.

Spanien – Costa Rica 7:0

Titelkandidat Spanien ist mit einem dominanten Auftritt in die Fußball-WM in Katar gestartet. Der Weltmeister von 2010 und nächste deutsche Gegner besiegte Costa Rica am Mittwochabend mit 7:0 (3:0). Vor den Augen des spanischen Königs Felipe VI. brachte RB Leipzigs Dani Olmo sein Team im Al-Thumama-Stadion mit einer technisch anspruchsvollen Aktion in der 11. Minute in Führung. Marco Asensio  (21.) von Champions-League-Sieger Real Madrid und Ferrán Torres per Foulelfmeter (31.) entschieden das Spiel noch in der ersten Halbzeit. Erneut Torres (54.), Gavi (74.), Carlos Soler (90.) und Álvaro Morata (90.+2) erhöhten gegen die völlig überforderten Lateinamerikaner.

Die Spanier unter Trainer Luis Enrique sind nun Tabellenführer der Gruppe E und treffen am Sonntag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) auf Deutschland.

Deutschland – Japan 1:2

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in Katar mit einer Niederlage ins Turnier gestartet. Gegen Japan unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick am Nachmittag mit 1:2 (1:0). Ilkay Gündogan (33. Minute/Foulelfmeter), Ritsu Doan vom SC Freiburg (76.) und der Bochumer Takuma Asano (83.) machten die Tore. Vor Anpfiff setzte die deutsche Auswahl ein Zeichen: Beim Mannschaftsfoto hielten sich alle Spieler eine Hand vor den Mund - ein Zeichen an den Weltverband Fifa, der die "One Love"-Kapitänsbinde von Manuel Neuer und sechs weiteren europäischen Mannschaftskapitänen unter Androhung von Sanktionen verboten hatte.FS Einzelkritik DFB-Elf 16.36

Sportlich zeigte die deutsche Mannschaft in Al-Rajjan zu Beginn eine solide Leistung. Gündogan (60.) hätte sich dabei zum Doppeltorschützen krönen können, scheiterte allerdings am Pfosten. Dann schlug Japan zu: Die Bundesligaprofis Doan und Asano drehten das Spiel in der Schlussviertelstunde. Durch die Niederlage steht Deutschland im zweiten Spiel gegen Spanien am kommenden Sonntag bereits unter Druck.

Marokko – Kroatien 0:0

Vize-Weltmeister Kroatien ist mit einem Stotterstart seinen Titelambitionen bei der Fußball-WM in Katar noch nicht gerecht geworden. Das Team um Superstar Luka Modric kam am Mittwoch gegen Marokko in Al-Chaur nicht über ein 0:0 hinaus. Damit müssen sich die Kroaten in den nächsten Gruppenspielen gegen Kanada und Mitfavorit Belgien schon steigern, sonst droht bei der sechsten Endrunden-Teilnahme zum vierten Mal das Vorrunden-Aus. Stadien Fußball-WM 2022 Katar 9.48

Außenseiter Marokko darf - auch dank der vielen Fans im Rücken - auf weitere Überraschungen hoffen. Ob Bayern-Profi Noussair Mazraoui aber in den nächsten Spielen mitwirken kann, ist fraglich. Der Außenverteidiger verletzte sich bei einem Kopfball offenbar an der Hüfte und musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden.

Der WM-Titel sei ein Grund zurückzutreten, hatte Modric vor dem WM-Auftakt noch durchblicken lassen. Bis dahin ist es für das kroatische Team aber noch ein gutes Stück Arbeit. Zwar versuchte der 37-jährige Ausnahmefußballer mit seiner feinen Technik und den millimetergenauen Pässen das Spiel seiner Mannschaft anzukurbeln, vor 59.407 Zuschauern fehlte es den Kroaten gegen die robuste Defensive der Marokkaner aber an Durchschlagskraft. Auch der Hoffenheimer Andrej Kramaric trat kaum in Erscheinung und wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Iran-Proteste WM Katar 2022 16.00

Die beste Chance im ersten Durchgang besaß noch Nikola Vlasic kurz vor der Pause, doch nach Zuspiel des Stuttgarters Borna Sosa scheiterte der Angreifer aus kurzer Distanz an Marokkos Keeper Bono (45.). Neben Sosa und Kramaric stand auch der Leipziger Josko Gvardiol, der wegen seines Nasenbeinbruchs mit einer Maske spielte, in der kroatischen Startelf. Ein wenig Gefahr ging auch durch zwei Distanzschüsse von Ex-Bayern-Spieler Ivan Perisic (16.) und Modric (45.+2) aus.

Rote Ränge: 20.000 marokkanische Fans bereiten ihrem Team ein Heimspiel

Auf den Rängen war die Rollenverteilung eine andere. Mehr als 20.000 marokkanische Fans bereiteten ihrem Team ein Heimspiel. Jeder Angriffsversuch wurde lautstark begleitet. Allzu oft kamen die Nordafrikaner aber nicht zu Torabschlüssen. Eine Flanke von Chelsea-Angreifer Hakim Ziyech verpasste Youssef En-Nesyri (18.) knapp. Im zweiten Durchgang tauchte dann mal Mazraoui gefährlich vor dem Tor auf. Nach seinem Kopfball musste er aber verletzt runter. Dazu prüfte der frühere Dortmunder Achraf Hakimi (65.) den kroatischen Schlussmann Dominik Livakovic mit einem wuchtigen Freistoß.

Mitte der zweiten Halbzeit erhöhten die Kroaten den Druck und sorgten für einige brenzlige Situationen. Doch immer wieder waren die Marokkaner mit einem Bein dazwischen, was Modric zunehmend nervte.

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