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Allmendäcker Weinheim: Platz für eine Million Liter - so viel, wie ins "HaWei" passt

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		Allmendäcker Weinheim:  Platz für eine Million Liter - so viel, wie ins

Weinheim. (RNZ) Überschwemmungen und vollgelaufene Keller sind derzeit überall in Deutschland ungebetene Begleiter des Sommers mit seinen Gewittern und heftigen Regenfällen. Klar ist: Die immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse stellen die Tiefbauingenieure landauf, landab vor große Aufgaben.

Nun können die künftigen Häuslebauer und Anwohner des Weinheimer Neubaugebietes "Allmendäcker" ziemlich beruhigt sein. Die Entwässerung war bei der Erschließungsplanung des Gebietes mit seinen rund sieben Hektar Bauland im Südwesten der Stadt von Anfang an eine Herausforderung. Denn wie fast die gesamte Weststadt, befindet sich das Gebiet dort, wo einst der Rhein verlief. Der Untergrund nimmt kein Wasser auf; das Grundwasser steht hoch. Hier versickert nichts.

Dafür gibt es aber einen gewaltigen Stauraumkanal, der im Moment gerade verlegt wird. Auf 133 Meter Länge war vor Wochen schon ein Graben gezogen worden, seit Anfang der Woche wird in 2,30 Meter tiefen Fertigbauteilen Stück für Stück ein Betonbauwerk aufgestellt, das später wieder unter der Erdoberfläche verschwindet und künftig exakt unter der Haupterschließungsstraße verläuft. Die gewichtigen Einzelteile werden mit einem Kran eingesetzt und dann aneinandergerückt und mit einer Dichtung verbunden.

Das längliche Rückhaltebecken kann dann bei Starkregen bis zu einer Million Liter Wasser aufnehmen, um es nach und nach kontrolliert dem Hauptkanal zuzuführen – das ist etwa so viel wie beide Becken im Hallenbad "HaWei" zusammengenommen. Die Straßen und Grundstücke des Gebietes sind daran angeschlossen, ein Pumpwerk ist dazwischengeschaltet. Innerhalb der Tiefbauarbeiten kostet alleine diese Maßnahme rund eine Million Euro; das Geld sei aber angesichts immer weniger berechenbarer Regenereignisse gut angelegt, betonten jetzt Arno Linder von der Erschließungsgesellschaft GKB und Ronny Dahl vom Planungsbüro BIT Ingenieure. Ihr nächster wichtiger Termin ist der Samstag, 21. August. Da rückt das Technische Hilfswerk an, um das Becken mit Wasser aus dem Waidsee zu fluten – das ist der Dichtigkeitstest.

Die Ingenieure konnten bestätigen, dass die Erschließungsarbeiten der "Allmendäcker", dem Baugebiet mit klarer sozialer Ausrichtung, grundsätzlich gut im Plan liegen – trotz des nassen Sommers. Es wird mit Hochdruck gearbeitet, zeitweise sei die Firma Hauck mit fünf Trupps und bis zu 30 Mitarbeitern auf der Baustelle. Die Gehwegeinfassungen sind überwiegend verlegt, dann wird gepflastert. Eine asphaltierte Baustraße sorgt dafür, dass die Staubbelästigung für die Anwohner nicht schlimmer wird. "Wir achten sehr auf die Verträglichkeit unserer Baustelle", verspricht Arno Linder, "manche Beeinträchtigungen für die Nachbarn sind aber leider nicht zu vermeiden".

Vor der Frostperiode sollen die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein. Im nächsten Jahr kann in den "Allmendäckern" gebaut werden. Dort entstehen rund 300 neue Wohneinheiten, einige davon sozial abgefedert. Und trocken.

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