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MLP Academics Heidelberg: Gegen Kirchheim gibt's den ersten Rückschlag der Saison

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Von Michael Wilkening

Heidelberg. Vielleicht lag es daran, dass es gestern in der Halle am Olympiastützpunkt hohen Besuch gab. Vor den Augen von Ingo Weiss erlitten die MLP Academics Heidelberg den ersten Rückschlag der Saison. Der Präsident des Deutschen Basketballbundes (DBB) sah eine 69:80 (32:43)-Niederlage der Heidelberger gegen die Kirchheim Knights. Dadurch rutsche die Mannschaft von Branislav Ignjatovic in der Tabelle auf den fünften Rang ab.

Branislav Ignjatovic hatte vor der Partie davor gewarnt, der aktuellen Tabellenkonstellation viel Aufmerksamkeit zu schenken. Dort standen die Kirchheim Knights nämlich im Keller, allerdings stuft der Trainer der Academics das Team seines früheren Arbeitgebers deutlich besser ein. Die Spieler in den schwarzen Trikots stellten vor knapp 1000 Zuschauern unter Beweis, dass der Serbe etwas von dem Sport versteht, den er seit vielen Jahre lehrt. Die Knights zeigten eine reife Leistung und bestätigten den Eindruck, den sie im Vorbereitungsspiel Anfang September bereits hinterlassen hatten, als sie die Heidelberger schon einmal geschlagen hatten.

„Wir sind ganz lethargisch ins Spiel gestartet. Um nicht zu sagen, wir waren überheblich“, sagte Matthias Lautenschläger nach der Partie. Der Blick auf die Anzeigetafel nach den ersten zehn Minuten gab dem Manager der Academics Recht, denn die Kirchheimer hatten sich nach zehn Minuten einen 15-Punkte-Vorsprung (!) erspielt. Die Heidelberger, die mit einem souveränen Sieg aus Schwenningen im Hinterkopf ins Spiel gehen konnten, hatten der Intensität der Kirchheimer zu wenig entgegenzusetzen. Die Folge war der beinahe schon obligatorische Rückstand vor eigenem Publikum nach der Anfangsphase. Allerdings ließ das 10:25 erahnen, dass die Heidelberger einen schweren Weg vor sich haben würden, wenn sie noch würden gewinnen wollen.

„Das war eine Ohrfeige“, sagte Branislav Ignjatovic. Der Trainer meinte nicht nur die ersten zehn Minuten, sondern die Partie insgesamt. Als erste Reaktion strich der Trainer den freien Montag und wird seine Spieler heute wieder in der Trainingshalle um sich versammeln. „Wir können nicht davon ausgehen, immer 17 Punkte aufzuholen“, erklärte Lautenschläger. Im Heimspiel gegen Rostock war den Academics dieses Kunststück noch gelungen – gestern reichte es nicht mehr.

In einer Partie, die anschließend bei beiden Mannschaften viele Höhen und Tiefen bereithielt, war der klare Vorsprung nach dem ersten Viertel für die Kirchheimer der Schlüssel zum Sieg. Und die Tatsache, dass die Heidelberger gestern ihre Wurfstärke von außen abhandenkam. Die ersten sechs Versuche von jenseits der Dreierlinie gingen alle daneben, erst nach 17 Minuten versenkte Shyron Ely einen Wurf von draußen. Am Ende hatten die Academics, eigentlich das beste Team der Liga bei Würfen aus der Ferne, nur 25 Prozent der Drei-Punkt-Versuche verwandelt.

Dennoch hatten die Heidelberger die Chance auf eine Wende, denn am Ende des dritten Viertels war der Rückstand auf vier Punkte geschrumpft (53:57), in der spielentscheidenden Phase hatten die Ignjatovic-Schützlinge dann aber zu wenig Wurfglück – immer wieder sprangen die Versuche vom Ring ins Feld zurück. Der Umschwung blieb deshalb aus, die Academics hatten zu wenig getan, um das nötige Fortuna zu haben. Zudem bekamen die Academics DaJuan Graf und Jalan McCloud, die beiden pfeilschnellen Guards der Knights, nicht in den Griff.

MLP Academics Heidelberg: Ely 22 Punkte / 3 Dreier, Heyden 12, Würzner 9/1, Trtovac 7, Nixon 6/1, Teichmann 5/1, Jelks 4/1, Eberhard 4, Liyanage, Schmitt.

Kirchheim Knights: McCloud 21/2, Graf 17/2, Kronhardt 14, Hahn 11/2, Koch 5/1, Rendleman 5, Brauner 4, Wohlrath 3/1, Butler, Pape, Nicklaus, Haziri.

Spielverlauf: 7:10 (5.), 10:25 (10.), 22:37 (17.), 32:43 (Hz.), 38:43 (21.), 48:53 (27.), 53:57 (30.), 58:64 (34.), 60:73 (37.), 69:80 (Endstand). Zuschauer: 993.

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