Ladenburg: Naturrasen im Römerstadion unbespielbar
Ladenburg. (stu) Die Vereine haben ein Problem, weil die beiden Naturrasenplätze im Römerstadion in einem nicht akzeptablen Zustand sind. Weder kann hier trainiert noch gespielt werden. Bürgermeister Stefan Schmutz berichtete im Gemeinderat über eine Begehung im Stadion, an der viele Ratsmitglieder teilnahmen.
Sie erkannten vor Ort Handlungsbedarf. "Wir haben festgestellt, dass die Plätze nicht bespielbar sind", sah Schmutz sogar einen "Handlungszwang". Die erforderliche Sanierung der beiden Rasenplätze sei aber nicht "über Nacht" möglich. Hohe Kosten kommen auf die Stadt zu, und die Mittel hierfür sind im aktuellen Haushaltsplan nicht eingestellt.
Die Probleme wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten der Fußballer sprach Ilse Schummer (SPD) an. An sie sei herangetragen worden, dass die Fußballabteilung der Ladenburger Sportvereinigung (LSV) 50 Spieler des Spiel- und Sportvereins Mannheim Vogelstang (SSV) aufgenommen habe. Wie die Verwaltung den Vorgang sehe, dass auswärtige Sportler nun das Römerstadion nutzen werden, wollte Schummer von Schmutz wissen.
Der Bürgermeister wusste davon im Detail nichts, es spreche aber formell nichts dagegen, wenn sich Fußballer aus einem anderen Verein der LSV anschließen würden. Stadtrat und LSV-Abteilungsleiter Günter Bläß klärte auf, dass die Spieler der zwei LSV-Senioren-Mannschaften den Verein komplett verlassen hätten.
Dafür kämen nun Spieler vom SSV Vogelstang, so dass wieder zwei Mannschaften in der kommenden Verbandsrunde für die LSV antreten werden. "Ich kommentiere nicht, ob ich das gut finde", sagte der Abteilungsleiter der Leichtathleten und Triathleten, der wegen dem Vorgang ebenfalls schon mehrfach angesprochen wurde.
Lob für den Greenkeeper
Stadtrat Sven Ruster (FWV) lobte noch den Platzwart im Römerstadion: "Die Vereine sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit", sagte Ruster. "Die FWV haben die Einstellung des Platzwartes zwei mal abgelehnt - und ausgerechnet von euch kommt jetzt das Lob", erwiderte SPD-Fraktionschef Steffen Salinger.

