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Landesturnfest Weinheim: Heidelberger überzeugen bei den Landesmeisterschaften im Geräteturnen

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Von Elena Auer

Weinheim. Es war der turnerische Höhepunkt des Landesturnfestes: Vor ausverkauften Rängen zeigten die Kunstturner beim Gerätefinale der Baden-Württembergischen Meisterschaften ihr Können. Am Samstagnachmittag durften die Besten nochmals ihre Übungen präsentieren. Bei den Herren standen Sprung, Barren, Reck, Boden, Pferd und Ringe auf dem Programm. Die Damen durften am Sprung, Stufenbarren, Balken und Boden ran. Trotz tropischen Temperaturen in der Halle wurde den Kampfrichtern und Zuschauern Kunstturnen auf höchstem Niveau präsentiert.

Zuvor hatten die Turner der KTG Heidelberg beim Mehrkampf überzeugt. Thorben Krebs erwischte einen tollen Tag und wurde Meister in der Altersklasse 17/18. Bei den Erwachsenen sicherte sich Daniel Morres die Silbermedaille hinter dem für die KTG in der Bundesliga startenden Mike Hindermann vom TSG Öhringen. Des Weiteren gewann der Heidelberger Nachwuchs zwei Bronzemedaillen durch Leon Wendt und Shimon Aoki. Eliah Beckenbach verletzte sich während des Wettkampfs und verpasste den Finaleinzug.

Die Erfolgssträhne konnten die Heidelberger auch im Gerätefinale weiter fortsetzen. In der Altersklasse 13-16 sicherte sich Leon Wendt gleich drei Silbermedaillen am Sprung, am Pferd und an den Ringen. Shimon Aoki fügte seiner Bronzemedaille aus dem Mehrkampf noch zwei Goldene am Reck und Pferd hinzu. Ferdinand von Strachwitz beendete seine Reckübung unsauber, es reichte aber dennoch für den dritten Platz. Am Boden erreichte er ebenfalls den Bronzeplatz vor seinem Teamkollegen Joel Schauwienold. Dieser hatte einen schlechten Tag am Pferd und musste gleich mehrmals absteigen, hier reichte es für ihn nur für Platz vier. Am Sprung lief es jedoch deutlich besser und er konnte die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen. Goldjunge Thorben Krebs konnte sich einen weiteren ersten Platz im Pferdfinale sichern.

Am Parallelbarren konnte Daniel Morres nicht die gewohnte Stärke zeigen und musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben. An seinem Paradegerät, dem Reck, lief es deutlich besser und er nahm Bronze mit nach Hause. Trainer und Betreuer Christoph Haase war mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden: "Es gab natürlich Höhen und Tiefen, wie in jedem Wettkampf, aber die Jungs haben sich noch mal angestrengt und sind alle mit einem Erfolgserlebnis heimgefahren. Wir haben auch unerhoffte Medaillen abgestaubt."

Auch für die Heidelberger Damen war das Turnfest sehr erfolgreich. Naomi Schachner gewann die Bronzemedaille im Mehrkampf und konnte sich gleich für drei von vier Finals qualifizieren. Im ersten Durchgang startete sie am Stufenbarren und Boden und erreichte jeweils Platz vier. Im zweiten Durchgang zeigte sie zwei schöne Sprünge und konnte ihre zweite Bronzemedaille mitnehmen. Victoria Enns startete in der Altersklasse 15-16 und älter. Sie beendete den Mehrkampf mit einem guten vierten Platz und konnte sich durch ihre sehr gute Bodenkür an diesem Gerät für das Finale qualifizieren. Dort musste sie sich knapp gegen die starke Konkurrenz geschlagen geben und belegte Platz fünf.

Die Meisterschaften im Rahmen des Landesturnfest sind für Trainer, Turner und Zuschauer etwas ganz Besonderes. Die Stimmung ist ausgelassen und das Publikum unterstützt die Athleten ganz unabhängig ihres Vereins. "Wir haben generell das Problem, dass wenig Zuschauer zu den Wettkämpfen kommen. Beim Turnfest ist die Halle aber immer voll, super", sagt Christoph Haase. Auch für die Mädchen sind die Baden-Württembergischen Meisterschaften etwas Besonderes, weiß Naomi Schachner: "Gerade die, die nicht Deutsche Meisterschaften turnen, haben hier die Chance dabei zu sein."

Auch die Nähe zu Heidelberg kam dem Turnteam zugute. Die kurze Anreise und vor allem das Schlafen im eigenen Bett schaffte optimale Voraussetzungen. Der kurze Weg wurde von Christoph Haase auch genutzt, um mit seinen Jungs noch einmal zu trainieren vor dem Finale: "Gerade bei den Älteren konnten wir noch mal in der eigenen Halle trainieren, wenn etwas Zeit war. Das war deutlich entspannter als beispielsweise am Bodensee."

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