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Supernova Redstream Pro – Ausprobiert: Ultra-Rücklicht mit Akku-Heizung

Die Supernova Redstream Pro ist das erste Akku-Rücklicht der deutschen Marke und wartet gleich mit langer Leuchtdauer auf. Das kleine Kraftpaket wartet mit Ultracycling-Ambitionen und einzigartiger Bikepacking-Montage auf. Unsere Kollegen von Rennrad-News haben es uns für unsere Artikelserie „Ausprobiert“ praktisch getestet.

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Supernova Redstream Pro: kurz und knapp

Mit bis zu 100 Stunden Leuchtdauer im Flash-Mode (verboten in Deutschland) und 20,5 Stunden bei Dauerlicht nach StVZO (von uns getestet) verspricht das neue Supernova Redstream Pro Fahrradrücklicht echte Langstreckenqualitäten. Wie immer ist es „Made in Germany“ und setzt zusätzlich konsequent auf Langlebigkeit. Das zeigt sich besonders am austauschbaren Akku, der in die großzügige Garantie von 5 Jahren einbezogen ist. Möglich macht die lange Lebensdauer unter anderem die integrierte Akku-Heizung, die für optimale Ladebedingungen sorgt. Clever ist auch die optionale Lösung für die Montage an Bikepacking-Satteltaschen aller Couleur, die ein Anpassen des Winkels erlaubt. Wir haben genau dieses Set-up für unseren Supernova Redstream Pro Test auch ausprobiert. Doch zunächst die Fakten:

  • Hochleistungs-Rücklicht mit Nachhaltigkeitsanspruch
  • Bremslicht und Notbremslicht
  • Austauschbarer Akku, Akku-Heizung, 5 Jahre Garantie
  • Kompatibel zu Bikepacking-Satteltaschen mit optionalem Saddle Bag Mount und Winkelverstellung
  • Sattelstützen-Montage: werkzeuglose Spannhilfe, optionaler Aero-Einsatz
  • Material: Aluminium-Gehäuse, CNC-gefräst
  • Akku: 2,78 Wh Li-ION
  • Leuchtstufen: 3
  • Leuchtdauer: bis 100 Std. Flash, bis 20,5 Std. Dauerlicht (StVZO, eigener Test)
  • Gewicht: 66 g
  • Maße: 42 x 40 x 22 mm
  • Herstellung: Made in Germany
  • Schutzklasse: IP67 (wasserdicht)
  • www.supernova-lights.com
  • Preis (UVP): 129 Euro (UVP)
# Der Supernova Redstream Pro ist das erste Akku-Rücklicht der deutschen Marke. – Zu seinen Stärken zählen das vielseitige Befestigungs-System ebenso wie die lange Leuchtdauer und das aufwendige Akku-Management. Preis: 129,00 Euro (UVP).
# Die Verarbeitung ist Supernova typisch exzellent. – Sogar der Spannhebel ist CNC-gefräst.
# Der Akku ist austauschbar und wird beim Laden geheizt. – Er kann auch bei bis -20° Celsius laden.
# Über einen optionalen Adapter mit Garmin-Mount kann der Redstream Pro auch an Bikepacking-Taschen sicher angebracht und exakt ausgerichtet werden.

In der Hand

Schon beim ersten Kontakt wird klar, dass Supernova haptisch wie gewohnt überzeugt. Der Redstream Pro liegt kalt und glatt wie ein Kiesel in der Hand. Das Gehäuse wird aus Aluminium gefertigt und wirkt wie für die Ewigkeit gemacht. Die Verarbeitung ist tadellos, der Knopf zum Einschalten ist auch mit dünnen Handschuhen gut zu ertasten und gibt definiertes Feedback bei Betätigung.

# Über einen austauschbaren Halter dockt das Rücklicht an der Sattelstütze an. – Der Sitz und die Ausrichtung sind absolut rüttelfest.
# Über einen soliden und fest sitzenden Gummi-Einsatz kann der Halter für Aero-Stützen angepasst werden.
# Die Batterie-LED zeigt beim Einschalten und auf Knopfdruck den Ladestand farblich an.
# Unser Redstream Pro leuchtete auf kleinster Stufe 20,5 Stunden (nach 2 vollen Ladezyklen).

Sehr gut ausgeformt ist die CNC-gefräste Spannhilfe, bei der Supernova zu wertigem Metall greift. Sie schnappt unter Spannung ein und sitzt wie angegossen. Im Lieferumfang findet sich das Rücklicht samt Grundhalterung für eine runde Sattelstütze. Zusätzlich mitgeliefert wird ein Gummi-Einsatz, um das Licht an D-förmigen Stützen anzubringen (für schmale Aero-Stützen ist dieser aber nicht geeignet, erprobt am Cinelli Aeroscoop).

# Der Redstream Pro mit Halter wog exakt so viel, wie von Supernova angegeben.

Bikepacking Mount

Sehr interessant ist ein weiterer Halter aus dem Zubehörprogramm, der das Rücklicht für einen Garmin Mount adaptiert, für den es wiederum reichlich eigenes Montagezubehör gibt. Damit könnte man das Redstream Pro etwa auch an Saddle Mounts dritter Anbieter anbringen.

# Der Haltebügel mit Spannring…
# …kann gegen einen separat erhältlichen Bügel mit Garmin Quarter-Mount getauscht werden.
# Dazu gehört ein Gegenstück, mit dem der Redstream Pro auch an Bikepacking-Taschen andocken kann.

Supernova legt aber ein eigenes Gegenstück bei. Es lässt sich an der Daisy Chain der Bikepacking-Satteltaschen anschrauben, ohne die Wasserdichtigkeit zu beeinträchtigen. So kann der Redstream Pro sicher auf der Satteltasche fixiert werden, wenn an der Sattelstütze kein Platz mehr ist (ich habe übrigens schon 2 Rücklichter verloren, die an Daisy Chains angeclippt waren).

Tiefschlaf und Heizung für den Akku

Ein Highlight für Sommerfahrer ist der „Deep Sleep“-Modus mit minimalster Selbstentladung für lange Standzeiten. Durch die integrierte Akku-Heizung lässt sich das Licht zudem auch bei Minusgraden (bis -20° Celsius) ohne Kapazitätsverlust laden, nennen wir es den Extremsportler-Bonus.

# Supernova bietet 5 Jahre Garantie auf den Akku.

Montage und Bedienung

Die Montage der Redstream Pro ist so simpel wie nur irgendwas. Ansetzen, spannen, fertig. Über eine CNC-gefräste Spannhilfe lässt sich das Licht fest an der Sattelstütze „angurten“. Das gelingt auch mit dicken Winterhandschuhen problemlos. Gut, wenn man das Licht zwischen Rädern wechseln will oder mit klammen Fingern hantieren muss.

Satteltaschen-Adapter

Der Clou für Bikepacker ist der optionale „Saddle Bag Mount“ mit Garmin-Quarter-Turn. Je nach Daisy Chain Dicke geht der Anbau der Adapter-Platte allerdings nicht so geradeheraus von der Hand wie beim Licht selber. Ist der Halter einmal dran, kann er dranbleiben. Weil sich das Redstream Pro Rücklicht werkzeugfrei um bis zu 360 Grad drehen lässt, ist es völlig egal, ob die Tasche eher steil oder flach baut. Der Abstrahlwinkel lässt sich immer perfekt horizontal zur Fahrbahn ausrichten. Und er verbleibt auch auf Rüttelpisten so. Ich habe mich wegen ungünstiger Chain-Anordnung bei voller Tasche entschieden, das Redstream Pro Rücklicht einfach unterhalb der Tasche anzubringen und dafür ein paar Löcher eingebracht. Die Wasserdichtigkeit blieb auch so erhalten.

# Über den zentralen Schalter können alle Funktionen aufgerufen werden. – Auch die Programmierung läuft über ihn, Rückmeldung gibt die Zahnrad-LED-Leuchte.

Bedienung und Programmierung

Nach dem Anschalten (2x kurz Drücken) zeigt eine kleine LED den Ladestand 5-stufig farblich an. Blau entspricht 100 % Ladung. Blinkt die LED rot, ist der „Tank“ geringer als 10 % gefüllt. Über einen kurzen Druck auf den On/Off-Schalter kann man den Ladestand und die Leuchtstufe jederzeit abrufen.

Im angeschalteten Zustand schaltet man mit nochmaligem kurzem Druck die 3 Leuchtstufen durch, die sich schon anhand der Helligkeit unterscheiden lassen.

# Für den Test habe ich die Adapterplatte direkt an der Satteltasche statt an der Daisy Chain befestigt.

Über den zentralen Taster lassen sich verschiedene Leuchtprofile wählen – in der internationalen Version ist hier auch zwischen Dauerlicht nach StVZO und zwei Blinkmodi umschaltbar. Interessant sind daher vor allem zwei andere Optionen:

  • Bremslicht anpassen Nur Bremslicht, nur Licht oder beide „an“ sind hier die Wahlmöglichkeiten.
  • Akku steuern Endurance für lange Leuchtdauer oder lange Lebensdauer mit Laden bis 80 % sind hier die Optionen.

Supernova Redstream Pro in der Praxis

Für unseren Supernova Redstream Pro Test im Alltag haben wir zunächst das Rücklicht voll geladen und 2x in geringster Dauerlicht-Stufe den „Tank leeren“ lassen (ca. 18° Temperatur im Schnitt). Dabei erzielten wir eine Leuchtdauer von 20,5 Stunden.

Vorbildlich war sowohl der Halt an der Sattelstütze als auch an der Bikepacking-Tasche. Dank des gut am Gehäuse befestigten Metallbügels gibt es keinerlei Probleme durch Verstellen während der Fahrt. Die Gummi-Einsätze sitzen fest, so dass auch beim Ablegen oder Transport der Leuchte abseits des Bikes keine Verlustgefahr besteht (was nicht selbstverständlich ist, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß).

# Auch von der Seite macht sich der Redstream Pro gut bemerkbar.

Das Bremslicht spricht in der Grundeinstellung hervorragend an und macht auch bei kleinen Verzögerungen schon deutlich wahrnehmbar „Alarm“. Da ich regelmäßig in Gruppen fahre, habe ich die Funktion per Default aber ausgeschaltet, um Mitfahrende nicht über Gebühr zu strapazieren.

# Supernova Redstream Pro in kleinster Stufe (unten) und Amazon Deilin Rücklicht (oben) an der Daisy Chain in 100 m Entfernung.

Wie ist die Sichtbarkeit? Das Supernova Redstream Pro Rücklicht ist sowohl von der Seite als auch von hinten auch aus Entfernungen über 200 m gut zu sehen. Im Vergleich mit einer einfachen handelsüblichen Rückleuchte (Amazon, aus unserem letzten Lichtset-Test), die ich auf typische Art an der Daisy Chain befestigte, ist vor allem die Sichtbarkeit von hinten deutlich besser, und zwar bereits in der kleinsten Stufe. Das Licht ist in der kleinsten Stufe bereits so hell, dass ich außer Nebel und anderen schlechten Sichtverhältnissen keinen Bedarf sehe, in den stärkeren Stufen unterwegs zu sein, so dass man in den meisten Fällen von der langen Leuchtdauer voll profitieren kann.

Supernova Redstream Pro Test Fazit

Wer viel und lange fährt, weiß häufig ein Premium Rücklicht zu schätzen. Denn die zuverlässige Funktion und Leuchtdauer sind Sicherheits relevant – und die tadellose Verarbeitung macht einfach auf Dauer Freude. Das Supernova Redstream Pro ist erstklassig in allen diesen Belangen, die Akku-Pflege und Leuchtdauer angesichts der Kompaktheit sind erste Liga. In Sachen Montagemöglichkeiten und Einstellbarkeit der Abstrahlung gibt es wenig Vergleichbares. Die Sichtbarkeit lässt zugleich nichts zu wünschen übrig. Unser Praxistest spricht dafür, dass das Redstream Pro einen neuen Glanzpunkt unter den Premium Fahrrad-Rücklichtern setzt. Der stattliche Preis sollte Vielnutzer nicht abschrecken.

Pro / Contra

Stärken

  • Handhabung und Verarbeitung
  • Sichtbarkeit
  • Leuchtdauer
  • Montagemöglichkeiten
  • Einstellbarkeit
  • Ersatzteilservice und Akkutausch-Option
  • Akku-Garantie

Schwächen

  • Preis
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Was sagt ihr zur Supernova Redstream Pro?

Text/Fotos: Jan Gathmann

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