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Downhill World Cup 2026 – Südkorea: Boxengasse #2 – 8 Profi-Bikes mit Extra-Spice

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Am Saison-Beginn geht’s immer besonders wild zu in der Boxengasse beim Downhill World Cup. Bei unserem zweiten Rundgang in Mona YongPyong, Südkorea, haben wir ein CNC-gefrästes Unno, das neue Specialized Demo 11, das neue Bike von Aaron Gwin, ein weiteres Getriebe-Bike, ein ABS-System und vieles mehr gefunden!

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Es gibt zwar Pits beim Downhill World Cup in Südkorea, diese sind jedoch mitten im Wald, weshalb die meisten Teams bis zum Training lieber in ihren jeweiligen Unterkünften im weitläufigen und einst für die Olympischen Winterspiele genutzten Ski-Resort verweilen. Statt unseres normalen Boxengasse-Rundgangs haben wir unsere Telefone gezückt – rangegangen ist etwa Neko Mulally, der uns das extrem schicke und schlichte Frameworks-Racebike von Aaron Gwin in die Hotellobby gebracht hat.

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Außerdem haben wir den nigelnagelneuen, komplett CNC-gefrästen Unno-Prototyp aufgetrieben, sowie eine neue Version des Atherton-Getriebe-Downhillers von Charlie Hatton. Trek hat wieder einmal ein weiterentwickeltes und äußerst farbenfrohes Session am Start, bei Norco gibt’s den Prototyp von Gracey Hemstreet, Mondraker und Specialized sind mit neuen Bikes am Start und bei Commencal haben wir uns das Supreme V5 von Überflieger Max Alran genauer angeschaut. Super interessant zudem: Remi Thirion fährt mit einem Bosch-ABS-System, das eigentlich für E-Bikes entwickelt wurde …!

Unno Factory Racing DH

# Eines der elegantesten und spannendsten Räder im World Cup ist der neue Unno-Prototyp des Rogue Racing-Teams. – Hier das Rad von Team-Junior Filippo Murachelli.
# Der Rahmen wird aus zwei Hälften gefräst und in der Mitte verklebt. – Ein ähnliches Rad ist vor Jahren von Angel Suarez im World Cup gefahren worden. Es handelt sich nun allerdings um eine komplette Neuentwicklung.
# Beim Hinterbau setzt Unno auf ein System mit virtuellem Drehpunkt. – Im ersten Test soll das Rad direkt auf Augehöhe mit dem vorher vom Team gefahrenen Santa Cruz V10 gewesen sein.
# Der Hinterbau ist nicht verklebt, weshalb man hier schön das Fachwerkmuster im Inneren sieht.
# Wie schon im letzten Jahr ist das Team auf Fahrwerken von SR Suntour unterwegs.
# Der Dämpfer sieht deutlich anders aus als die vom MS-Racing-Team gefahrene Version.
# Der Antrieb ist aus dem Hause TRP.
# Über die vordere Dämpferaufnahme kann man die Progression des Bikes justieren.
# Eine entnehmbare Brücke im Hinterbau beeinflusst die Steifigkeit.
# Die Kettenstrebenlänge kann über die austauschbaren Ausfallenden zwischen 445 und 455 mm justiert werden.
# Unter dem 3D-gedruckten Cover ist Platz für die Kabelverlegung – allerdings kann man dadurch im Unterrohr auch Gewicht oder ein Telemetrie-System unscheinbar unterbringen.
# Die Anlenkung wirkt komplex, setzt aber einfach auf zwei gleichläufig drehende Links.
# Renthal stellt das Cockpit …
# … und die echt riesigen Klickpedale.
# Die Fügestelle ist am Oberrohr erkennbar. – Das Rad soll in etwa 19 kg wiegen, was nicht leicht, aber auch nicht extrem schwer ist.
# Das Team setzt ungewöhnlicherweise auf Vittoria-Reifen.
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Specialized Gravity

# Das neue Specialized Demo 11 S-Works wurde erst vor wenigen Tagen vorgestellt und macht wirklich einiges her – Finn Iles setzt auf einen Custom-Rahmen, der wohl einige kleine Änderungen gegenüber einer normalen S4-Größe aufweist.
# Die Umlenkung soll allerdings komplett dem Serienrad entsprechen.
# Der neue Viergelenker-Hinterbau setzt auf einen Zuglink, um den Dämpfer zu betätigen. – Da er zieht und nicht drückt, soll er sich selbst fluchtend zum Rad ausrichten.
# Vor dem Training war das Telemetrie-Set bereits montiert. – Das Fahrwerk weicht deutlich von der Serie ab.
# Sowohl die Gabel scheint eine Neuentwicklung zu sein …
# … als auch der Dämpfer.
# Die Einstellknöpfe der Dämpfung sehen deutlich anders aus.
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# Super spannend ist das HighGear-System mit zwei Ketten. – Die zweite versteckt sich in der Box am Tretlager.
# Das System soll den Pedalrückschlag eliminieren.
# Finn Iles setzt immer auf sein sehr flaches Cockpit. – In diesem Jahr wohl noch flacher. Dafür fährt er eine sehr harte Gabel.
# Die knallroten Brembo-Bremsen …
# … sind ein echter Hingucker und mittlerweile auch verfügbar.
# Hillbilly-Reifen für die sehr losen Bedingungen in Korea, dazu Reifen-Inserts.
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Frameworks Racing / TRP

# Aaron Gwin mag der älteste aktive World Cup-Fahrer im Downhill sein, doch der US-Amerikaner gehört längst nicht zum alten Eisen – mit neuem Team im Rücken will der zigfache World Cup-Gewinner in dieser Saison auf Frameworks angreifen.
# Zurück auf Fox: Nach einem kurzen Öhlins-Intermezzo ist Aaron Gwin seit dieser Saison wieder zurück auf Fox.
# Während an einem Großteil der Bikes ein Coil-Dämpfer verbaut ist, hat Aaron Gwin offensichtlich weiterhin ein Faible für Luft als Federelement.
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# Während der Hauptrahmen des Downhill-Bikes von Frameworks aus Alu besteht, ist der Hinterbau aus Carbon gefertigt.
# Kurbeln und Kettenblatt sind Made in USA und stammen aus dem Hause 5Dev.
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# Das Frameworks von Aaron Gwin verfügt über drei Positionen an der unteren Dämpferaufnahme – aktuell scheint sich das Rad von Gwin im progressivsten Setting zu befinden.
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# Auf die Enve Carbon-Felgen sind an den Bikes von Frameworks Reifen aus dem Hause Continental aufgezogen.
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Mondraker Factory Racing DH

# Sicherlich eines der schönsten Bikes an diesem Rennwochenende ist das brandneue Mondraker Summum RR, das das hauseigene Factory-Team lange Zeit erfolgreich im World Cup verfeinert hat – seit einigen Wochen ist der Downhill-Bolide der Spanier nun auch käuflich zu erwerben.
# Aluminium in richtig schön: Das neue Summum verzichtet auf Carbon und gehört definitiv zu den schwereren Geräten im World Cup-Zirkus, was aber vor allem auf die zusätzlich angebrachten Gewichte zurückzuführen ist.
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# Im Vergleich zum Prototyp hat das Serien-Bike zwar die ein oder andere Verstell-Option eingebüßt, aber trotzdem kann man das Summum extrem vielfältig an die eigenen Bedürfnisse anpassen. – Das World Cup-Team ist auf einer speziellen Variante unterwegs, die ein Plus an Möglichkeiten bietet.
# Mondraker war einer der ersten Hersteller, der verschraubte Verstrebungen am Hinterbau eingesetzt hat – am Race-Bike ist diese Möglichkeit im Gegensatz zur Serie noch immer gegeben.
# Am Arbeitsgerät von Ryan Pinkerton ist vorne selbstredend die neue RockShox Boxxer verbaut – das Team ist zwar erst in diesem Winter von Fox zu RockShox gewechselt, aber schon jetzt begeistert von der Performance der Federelemente.
# Der US-Amerikaner, der in dieser Saison zum erweiterten Favoritenkreis zählen dürfte, bremst nicht nur mit dem Mittelfinger, sondern setzt vorne und hinten konsequent auf kleine 200-mm-Scheiben.
# Dank vier fetter Platten im Unterrohr ist das Mondraker Summum von Ryan Pinkerton definitiv eines der schwersten Bikes im World Cup – das ist explizit so gewollt.
# Seit dieser Saison ist Mondraker auf Laufrädern aus dem Hause DT Swiss unterwegs.
# Wie an so vielen Bikes ist auch am silbernen Summum ein O-Chain im 12°-Setting verbaut – dazu soll ein STFU-System für Ruhe auf den billigen Plätzen sorgen.
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Trek – Unbroken DH

# Optisch ein Leckerbissen, technisch auch immer näher an der Serienreife – der Trek Session-Prototyp, der unter anderem vom Briten Matt Walker gefahren wird.
# Erstmal zu den Oberflächlichkeiten: Wer gedacht hätte, dass eine helltürkise Lackierung mit lilafarbenen Decals unmöglich zusammenpasst, wird bei Trek Unbroken eines Besseren belehrt.
# Nun zur Technik, die sich weiterentwickelt hat: Die untere Dämpferaufnahme wirkt im Vergleich zum Vorjahr stark verfeinert – sie ist austauschbar, sodass hier die Progression des Hinterbaus angepasst werden kann. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen bereits Fuel und Co.
# Im Gegensatz zur Schaltung kommt das Fahrwerk ohne Elektronik aus – im Gegensatz zu Lachie Stevens-Mcnab und Oisin O'Callaghan fährt Matt Walker kein Flight Attendant-System.
# Wie an einigen anderen Bikes ist auch hier die neuste Test Pilot-Generation aus dem Hause Maxxis verbaut.
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# Auf die Details kommt es an: Unter der Befestigung der Leitung am Steuerrohr ist ein Stück Velcro aufgeklebt worden, um jegliches Klappern in diesem Bereich zu unterbinden.
# Der Hauptdrehpunkt verfügt über einen Flip Chip, sodass die Höhe in drei verschiedenen Positionen variiert werden kann. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Drehpunkt insgesamt etwas nach oben gewandert – da sich die Position der Umlenkrolle auf der Kettenstrebe befindet, muss diese nicht extra verändert werden.
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Norco X Adidas Race Division

# Der Norco-Prototyp von Gracey Hemstreet wirkt inzwischen auch ziemlich serienreif.
# Das mittig verschweißte Unterrohr ist strukturell ziemlich auffällig.
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# Gracey Hemstreet ist noch auf normalen Shimano XTR-Bremsen unterwegs – dabei hat sie im letzten Jahr mehrere World Cups gewonnen.
# Auch beim Antrieb gibt's die mittlerweile sehr in die Jahre gekommenen Saint-Schaltung für die Kanadierin.
# Mit passenden Kurbeln dazu.
# Gracey Hemstreet setzt auf einen Coil-Dämpfer.
# Team DH … so hieß schon mal ein DH-Rad von Norco – ob das schon der Name des neuen Bike ist?
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Continental/Atherton

# Charlie Hatton ist auf einer überarbeiteten Version des Atherton Getriebe-Downhillers unterwegs.
# Der Hinterbau wurde überarbeitet und bietet nun einen anderen Flex.
# Geschaltet wird mittels elektrischem Pinion-Getriebe.
# Die Anlenkung scheint auch überarbeitet worden zu sein.
# Letztes Jahr gab's hier noch eine austauschbare Brücke.
# Das Team ist weiterhin auf Hayes-Dominion-Bremsen unterwegs.
# Die Galfer-Bremsscheiben sind definitiv neu. – Optisch erinnern sie stark an die Sharkfin-Scheiben.
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# Atherton setzt weiterhin auf das DW6-System.
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# Charlie Hatton setzt im Getriebe-Bike auf einen Luftdämpfer.
# Die Lenkerenden von WolfTooth finden sich an immer mehr Bikes. – Sie sollen verhindern, dass die Hände seitlich vom Lenker rutschen können.
# Seit dieser Saison ist das Team auf Mavic-Laufrädern unterwegs.
# Continental bleibt Titelsponsor.
# Charlie setzt auf kein besonders hohes Cockpit.
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Commencal/Muc-Off by Riding Addiction

# Max Alran ist amtierender Junioren-Weltmeister und fährt in Korea seinen ersten World Cup in der Elite. – Wie gewohnt ist er auf dem Commencal Supreme V5 unterwegs.
# Das Rad wirkt ziemlich seriennah, wobei man bei Commencal nie genau weiß, woran gerade getüftelt wird.
# Das Cockpit-Setup ist sehr ungewöhnlich und gegen jeden Trend. – Der Lenker ist ziemlich weit nach hinten gedreht und die Bremsen extrem weit nach unten.
# Einige Spacer unter dem Vorbau sorgen für ein hohes Cockpit.
# Natürlich werkelt im Rad von Max Alran die neue Boxxer, allerdings ohne Flight Attendant-System.
# Der junge Franzose setzt als einziger Mann im Team auf einen Luftdämpfer.
# Ein O-Chain ist zwar verbaut, allerdings komplett gelockt.
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# Bei den Schwalbe-Reifen …
# … handelt es sich um Prototypen.
# Max Alran fährt die neue SRAM Maven B1-Bremse in der Ultimate-Version, allerdings mit Alu-Hebeln. – Bis auf die Farbe also eine Silver-Version … was extrem verwirrend ist immer noch.
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Bonus: Bosch-ABS bei Giant

# Am Giant Glory von Remi Thirion haben wir ein ABS-System aus dem Hause Bosch entdeckt. – Dieses ist eigentlich für E-Bikes konzipiert und neuerdings für Shimano-Bremsen verfügbar. Das Team selbst hat absolut nichts dazu sagen wollen.
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# Die ABS-Einheit sitzt eigentlich vorn an der Gabel.

# Das Display gehört eigentlich an ein E-Bike und wurde hier an ein Downhill-Bike gefrickelt.

Hier gibt es mehr zum Bosch-ABS

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