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Cane Creek Invert Enduro: Die Upside-Down-Gabel ist serienreif

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Cane Creek macht Ernst: Die im Vorjahr am Sea Otter Classic noch als Raw-Prototyp bestaunte Invert Enduro geht in Serie. Die US-Amerikaner schicken eine massive Upside-Down-Gabel mit bis zu 180 mm Federweg ins Rennen, die durch das SquareLoc-Achssystem die typische USD-Flex-Schwäche ausmerzen will. Wir haben die Details zur neuen Konkurrenz für Intend und Fox.

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Cane Creek Invert Enduro: Infos und Preise

Es ist offiziell: Nachdem wir den Prototyp im letzten Jahr beim Sea Otter Classic in Augenschein nehmen konnten (Cane Creek Upside-Down-Federgabel Prototyp), liefert Cane Creek nun die harten Fakten. Die Invert Enduro setzt konsequent auf das Upside-Down-Prinzip (USD). Der Vorteil laut Hersteller: Durch die oben liegenden Standrohre und die im Ölbad stehenden Buchsen verspricht man sich ein besonders feines Ansprechverhalten und maximale Traktion. Interessant ist die Positionierung, auch wenn noch keine Euro-Preise bekannt sind: Während die Konkurrenz oft in astronomische Preisregionen vordringt, soll die Invert Enduro mit 1.599,99 $ eine breitere Käuferschicht ansprechen – und das trotz Handarbeit im Werk in North Carolina.

  • Einsatzbereich Enduro, Bike-Park und E-MTB (rein auf 29″ ausgelegt)
  • Federweg 160 mm, 170 mm oder 180 mm (über separate Air-Spring-Bauteile anpassbar)
  • Chassis 45 mm Standrohre / 38 mm Tauchrohre
  • Dämpfung Helm MKII-Technologie (HSC, LSC, LSR)
  • Achssystem SquareLoc aus 17-4 Edelstahl (15 mm Serie, 20 mm optional)
  • Bremsaufnahme 200 mm Direct-Post-Mount
  • Gewicht 2.795 g (180 mm, inkl. Achse und Schützer, Herstellerangabe)
  • Verfügbarkeit Vorbestellung ab sofort, Auslieferung Sommer 2026
  • www.canecreek.com
  • Preis Invert Enduro 1.599,99 $ (UVP)
  • Preis Zubehör 20-mm-Edelstahlachse 89,99 $

# Cane Creek Invert Enduro – die US-Amerikaner bringen ihr Upside-Down-Konzept in Serie und liefern mit 38 mm Tauchrohre, SquareLoc-Achssystem aus Edelstahl und integrierten SideSwipe-Guards ein massives Rundum-Sorglos-Paket für Gravity-Einsätze ans Bike. Das robuste Chassis soll maximale Präzision bei hoher Last bieten und lässt sich dank bewährter Helm-Dämpfungskartusche fein auf den Rider abstimmen. Die Invert Enduro ist ab Sommer 2026 für 1.599,99 $ zu haben.

Diashow: Cane Creek Invert Enduro: Die Upside-Down-Gabel ist serienreif
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Steifigkeits-Frage: Edelstahl und SquareLoc

Die größte Herausforderung bei Single-Crown-USD-Gabeln bleibt die Torsionssteifigkeit. Cane Creek begegnet diesem Problem mit dem SquareLoc-System an der Achse. Die Achsen aus vorgehärtetem 17-4 Edelstahl verzahnen sich formschlüssig mit den Ausfallenden und werden durch vier Klemmschrauben fixiert. Wer maximale Präzision sucht, kann die serienmäßige 15-mm-Achse gegen ein 20-mm-Pendant tauschen. Laut internen Tests soll die Gabel damit eine um 42 % höhere Torsionssteifigkeit als vergleichbare USD-Wettbewerber im 170-mm-Segment erreichen. Trotz der massiven Bauweise mit einer Einbauhöhe von 586,5 mm (bei 170 mm Hub) soll die Geometrie moderner Enduros erhalten bleiben.

# Beim SquareLoc sind die Achsen und Aufnahmen nicht rund, sondern haben vier gerade Kontaktflächen. So soll sich die Achse regelrecht verzahnen und für mehr Steifigkeit sorgen.

Für die Steifigkeit wird dann allerdings auch nicht auf die Waage geschielt, sondern lieber ordentlich zugelangt. Mit einem Gesamtgewicht von knapp 2,8 kg positioniert sich die Invert Enduro am oberen Ende der USD-Skala. Damit bringt sie mehr Masse auf die Waage als eine Intend Flash 38, die mit rund 2.620 g angegeben ist und ist auch dezent schwerer als eine Fox Podium, die ebenfalls nicht als Leichtgewicht gilt. Cane Creek nimmt dieses Zusatzgewicht jedoch bewusst in Kauf, um die nötige Steifigkeit für den harten Enduro- und E-MTB-Einsatz zu gewährleisten.

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Vom Prototyp zur Serie: Details für Praktiker

Die SideSwipe-Schützer schützen die 38 mm dicken Tauchrohre seitlich vor harten Einschlägen und führen gleichzeitig die Bremsleitung sicher an den Speichen vorbei. Für Fans von breiten Schlappen bietet das Chassis Platz für Reifen bis zu 29 x 2,6″. Ein technisches Highlight für Setup-Nerds: Über Bleed-Screws an den Top-Caps kann unerwünschter Druck im Casting unkompliziert abgelassen werden. Auch beim Service gibt sich die Gabel nutzerfreundlich: Ein kleiner „Lowers Service“ soll mit Standard-Nüssen (13 mm und 18 mm) in wenigen Minuten machbar sein.

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Bewährte Dämpfung, neue Luftfeder

In den Innereien setzt Cane Creek auf eine Mischung aus Tradition und Neuanfang. Die Dämpfungseinheit wurde von der Helm MKII übernommen, was eine zuverlässige Ersatzteilversorgung garantiert. Komplett neu ist hingegen die Luftfeder mit automatischem Druckausgleich (Self-Equalizing). Die Progression lässt sich ohne Volumenspacer direkt über einen Verstellkolben im Inneren der Luftkammer anpassen – hierfür wird lediglich eine 13-mm-Nuss benötigt. Für das perfekte Grund-Setup finden sich zudem Sag-Markierungen für alle drei Federweg-Optionen direkt auf den SideSwipe-Guards.

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Cane Creek gegen den Rest der USD-Welt: Ist die Invert Enduro mit ihrer Edelstahl-Achse und der bewährten Helm-Dämpfung eine echte Alternative zu Intend und Co., oder sind euch 2,8 kg für eine Single-Crown-Gabel schlicht zu schwer?

Infos und Bilder: Pressemitteilung Cane Creek

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